Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

Wer kommt ins NBBL TOP4? Die Viertelfinal-Analyse

Playoffs Nord

1. ALBA BERLIN – TSV Bayer 04 Leverkusen

Zu einem prestigeträchtigen Duell kommt es im Norden, wenn sich der Nachwuchs aus der Hauptstadt und der TSV Bayer 04 Leverkusen gegenüberstehen. Beide Standorte können auf eine erfolgreiche, traditionsreiche Vergangenheit zurückblicken, und sind gleichzeitig renommierte Adressen im Nachwuchsbasketball. Insbesondere ALBA BERLIN als dreimaliger NBBL-Champion und aktueller Titelverteidiger gehört zu den wohl besten Nachwuchsprogrammen im deutschen Basketball.

Die bisherige Saison verlief für beide Teams ähnlich. Während ALBA BERLIN die Hauptrunde 1 mit einer Bilanz von 13:3 als Gruppenerster abschließen konnte, reichte es für Leverkusen in der Hauptrunde 2 zu einer Bilanz von 12:4, verbunden mit dem zweiten Tabellenplatz. Auch in der ersten Playoffrunde gaben sich beide keine Blöße und konnten sich jeweils ohne Niederlage durchsetzen. ALBA bezwang hierbei die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers mit 103:67 und 77:68. Leverkusen behielt gegen die YOUNG RASTA DRAGONS zweimal die Oberhand (82:71 und 82:70).

Trotz des ähnlichen Saisonverlaufs liegt die Favoritenrolle bei den von Josef Dulibic trainierten Hauptstädtern. Dies liegt vor allem daran, dass Dulibic in den Playoffs vermutlich konstant auf die beiden Topscorer Lorenz Brenneke (15,2 Punkte; 6,2 Rebounds) und Malte Delow (12,4 Punkte; 5,9 Assists und Rebounds) zugreifen kann, die in der Hauptrunde nur sporadisch zum Einsatz kamen. In der Serie gegen Gießen waren beide jedoch mit von der Partie und konnten ihren Beitrag zum unbeschwerten Weiterkommen leisten. Auch ein Fehlen der beiden wäre jedoch zu kompensieren, da ALBA über einen extrem ausgeglichenen Kader verfügt, in dem insgesamt zehn Spieler auf sieben oder mehr Punkte pro Spiel kommen. Leverkusens Headcoach Jacques Schneider sieht sein Team daher als Außenseiter, will sich aber definitiv nicht kampflos geschlagen geben: „Wir sind sehr glücklich, die zweite Playoff-Runde erreicht zu haben, denn wir haben mit Vechta nicht nur den Finalisten des Vorjahres, sondern auch ein starkes Team mit 2:0 geschlagen. In die Serie gegen ALBA BERLIN gehen wir sicherlich mit einer Außenseiter-Rolle. Nach dem Auswärtssieg in Vechta sind wir heiß, auch in Berlin ein Spiel zu ‚klauen‘, werden uns bestens vorbereiten und mit hoher Motivation in die erste Partie gehen“, so Schneider, der in 2,08 Meter-Mann Lars Thiemann (19 Punkte; 12,9 Rebounds) und Point Guard Lennard Winter (15,8 Punkte; 3,6 Assists) seine Schlüsselspieler hat.

 

28.04.2019 13:00 Uhr ALBA BERLIN TSV Bayer 04 Leverkusen Max-Schmeling-Halle B
05.05.2019 12:00 Uhr TSV Bayer 04 Leverkusen ALBA BERLIN Herbert-Grunewald-Halle 9
12.05.2019 12:30 Uhr ALBA BERLIN TSV Bayer 04 Leverkusen ALBA BERLIN Trainingszentrum

 

2. Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS – AB Baskets

Die zweite Serie im Norden bestreiten das Nachwuchsteam der Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS und die AB Baskets. Während die Frankfurter als Tabellenerster der Hauptrunde 2 in die Playoffs einzogen, gelang es den AB Baskets, den zweiten Platz in Hauptrunde 1 für sich zu verbuchen. Bei einer Bilanz von 11:5 war es letztlich der gewonnene direkte Vergleich mit den YOUNG RASTA DRAGONS, der für diese Platzierung, die mit dem Heimvorteil in der ersten Runde verbunden ist, sorgte. Eben jener Heimvorteil machte sich im folgenden Duell mit den Metropol Baskets Ruhr bezahlt, in dem man sich zweimal knapp durchsetzen (81:69; 89:83) und sich somit den Einzug ins Viertelfinale sichern konnte. Weniger schwer tat sich im Achtelfinale der Konkurrent aus Frankfurt, der die Piraten Hamburg mit 93:45 und 96:57 deutlich in die Schranken wies.

Dementsprechend liegt die Favoritenrolle in der Serie eindeutig bei den Frankfurtern, die in Len Schoormann (17,3 Punkte; 2,9 Assists) über einen dominanten Aufbauspieler verfügen, der vor allem von den Flügelspielern Maximilian Begue (12,7 Punkte), Calvin Schaum (11,9), Risto Vasiljevic (10,9) und Leon Püllen (10,8) unterstützt wird. Neben dem imposanten Backcourt ist es Big Man Jordan Samere (11,1 Punkte; 7,1 Rebounds), der die ausgeglichene Punkteverteilung komplettiert. Ebenfalls sehr auf die Positionen der Aufbau- und Flügelspieler konzentriert ist das Scoring bei den Berlinern: Hier sind es vor allem Max Stölzel (13,1), Laszlo Cavalar (11,4) und Leonik Wadehn (10,0), auf die die Frankfurter Defense ein Auge haben muss.

28.04.2019 15:00 Uhr EF/FRAPORT SKYLINERS AB Baskets Basketball City Mainhattan
05.05.2019 14:00 Uhr AB Baskets EF/FRAPORT SKYLINERS Sporthalle Charlottenburg
12.05.2019 13:00 Uhr EF/FRAPORT SKYLINERS AB Baskets Basketball City Mainhattan

 

Playoffs Süd

3. TSV Tröster Breitengüßbach – Internationale Basketball Akademie München

Im Süden kommt es zum Duell zwischen dem TSV Tröster Breitengüßbach, zweimaliger NBBL-Champion und Nachwuchsteam des Bundesligisten Brose Bamberg und der Internationalen Basketball Akademie München. Betrachtet man die bisherigen Ergebnisse, so kann eine spannende, hochklassige Serie erwartet werden. Während dem TSV Tröster Breitengüßbach das Kunststück gelang, sowohl die Hauptrunde, als auch die erste Playoff-Runde gegen ratiopharm ulm ohne eine einzige Niederlage zu überstehen, mussten sich die Münchener bis dato lediglich zweimal in der Hauptrunde geschlagen geben. In den Playoffs blieb man im Erstrundenduell mit den Nürnberg Falcons ungeschlagen.

Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Münchener ist Aufbauspieler Joshua Obiesie, der mit 22,8 Punkten, 5,8 Rebounds und 6,6 Assists pro Spiel beeindruckende Zahlen auflegt. Obiesie ist zudem mit einer Doppellizenz bei s.Oliver Würzburg in der easyCredit BBL aktiv, wo er in zehn Spielen aktuell auf einen Schnitt von 5,6 Punkten, 1,9 Rebounds und 1,1 Assists kommt: Für einen 18-Jährigen beeindruckende Werte, die auch erste NBA-Scouts schon vernommen haben. Neben Obiesie sind es vor allem die Flügelspieler Moritz Noeres (13,8) und Isaiah Ihnen (12,5) die konstant für Punkte sorgen. Der TSV verfügt mit Shooting Guard Henri Drell ebenfalls über eines der interessantesten Talente der NBBL. Für 19,8 Punkte, 5,8 Rebounds und 3,3 Assists zeigt sich der Este verantwortlich. Insbesondere das Duell zwischen Drell und Obiesie dürfte spannend zu beobachten sein. Auch Flügelspieler Nicholas Tischler trägt mit 14,8 Punkten und 6,4 Rebounds eine große Rolle im Team von Headcoach Mario Dugandzic. Ebenfalls auf zweistellige Punktwerte kommen Moritz Plescher (13,7), Kay Bruhnke (11,4, zurveit verletzt) und Elias Baggette (10,4).

Eine Prognose fällt in dieser Serie besonders schwer: Zwar ist Breitengüßbach weiterhin ungeschlagen; wozu die Münchener fähig sind zeigten sie jedoch in der Hauptrunde, als im Lokalderby der FC Bayern München Basketball, auch dank 30 Punkten von Obiesie, mit 92:64 bezwungen werden konnte. Letzten Endes könnte der Heimvorteil auf Seiten von Breitengüßbach das entscheidende Zünglein an der Waage sein. In jedem Fall dürfen sich alle Basketballinteressierten auf eine spannende Serie freuen.

 

28.04.2019 15:00 Uhr TSV Tröster Breitengüßbach IBA München Hans-Jung-Halle
05.05.2019 15:00 Uhr IBA München TSV Tröster Breitengüßbach Morawitzkyhalle
12.05.2019 15:00 Uhr TSV Tröster Breitengüßbach IBA München Hans-Jung-Halle

4. FC Bayern München Basketball – Porsche BBA Ludwigsburg

Genau wie in der JBBL kommt es auch in der U19-Bundesliga zum Duell zwischen dem FC Bayern Basketball und der Porsche BBA Ludwigsburg. Beide Teams trafen bereits in der Hauptrundengruppe 4 aufeinander, in der München am Ende den ersten Platz (13:1) belegen konnte. Für die Ludwigsburger reichte es mit einer Bilanz von 10:4 immerhin zu einem vierten Platz. Die direkten Duelle beider Teams gingen mit 64:56 und 76:59 jeweils an die von Andreas Wagner trainierten Münchener. Dass Ludwigsburg dennoch nicht zu unterschätzen ist, zeigte das Team in der ersten Playoffrunde, in der die TenneT young heroes aus Bayreuth klar in zwei Spielen bezwungen werden konnten. Der FC Bayern Basketball hingegen tat sich gegen Science City Jena schwer und konnte das Weiterkommen erst im dritten und entscheidenden Spiel mit 88:70 besiegeln.

Ein besonderer Fokus sollte in dieser Serie auf dem gerade 17 Jahre alt gewordenen Center der Ludwigsburger, Ariel Hukporti liegen, der mit 2,13 Meter und 104 Kilogramm nur schwer zu kontrollieren ist. Trotz seines jungen Alters kommt Hukporti bereits auf erste Einsätze im Profiteam von John Patrick. Ausgerechnet sein Auftritt gegen den FC Bayern Basketball sorgte hierbei für Aufsehen, als das junge Centertalent in neun Minuten sechs Punkte erzielen konnte und dabei fehlerfrei (3/3) aus dem Feld blieb. In der NBBL kommt Hukporti auf 15 Punkte und 10,1 Rebounds pro Spiel, zudem blockt er 1,8 Würfe. Neben Hukporti ist es vor allem Quirin Emanga, der die Hauptlast in der Offensive trägt. Auf 13,7 Punkte und 7,9 Rebounds pro Spiel kommt der 18-Jährige, der ebenfalls zum Profikader der Ludwigsburger gehört. Auch Jacob Patrick, der Topscorer der JBBL-Mannschaft der Ludwigsburger, bekommt bereits Minuten im NBBL-Team der Barockstädter und zahlt das Vertrauen mit 10,7 Punkten pro Spiel zurück.

Etwas ausgeglichener ist das Scoring beim FC Bayern Basketball verteilt. Insgesamt fünf Spieler können im Schnitt zweistellige Werte vorweisen, wobei vor allem Shooting Guard Bruno Vrcic mit durchschnittlich 17,9 Punkten herausragt. Seine Saisonhöchstmarke konnte der 1,97 Meter große Allrounder dabei ausgerechnet gegen die Porsche BBA Ludwigsburg erzielen, als er beim 76:59-Erfolg im Rückspiel 28 Punkte bei einer Wurfquote von 75 Prozent (12/16) aus dem Feld erzielen konnte.

Trotz des Ausrutschers gegen Science City Jena gehen die Münchener als Favorit in das Spiel. Trainer Andreas Wagner sieht den Heimvorteil als Hilfe:”Wir hoffen, dass wir auch den letzten Schritt in Richtung TOP4 gehen können. Der Heimvorteil wird uns dabei hoffentlich helfen. Ludwigsburg wird allerdings noch besser spielen als in den beiden Hauptrunden-Partien, weshalb wir uns intensiv vorbereiten müssen.“

Ludwigsburg befindet sich aktuell jedoch in einer ansprechenden Form, sodass eine Überraschung durchaus im Bereich des Möglichen liegt, das finde t auch der Head-Coach David Gale von Ludwigsburg: “Having the opportunity to still compete, at this late point in the season, is a nice accomplishment for the players and the club. Our upcomining opponent is very talented however, we are looking forward to the challenge of competing against an opponent we have yet to beat this season.  It should be a fun and very competitive series that I know, we in Ludwigsburg are all very much looking forward to.“

 

28.04.2019 15:30 Uhr FCB Basketball Porsche BBA Ludwigsburg Nachwuchsleistungszentrum
05.05.2019 15:00 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg FCB Basketball Rundsporthalle
12.05.2019 15:30 Uhr FCB Basketball Porsche BBA Ludwigsburg Nachwuchsleistungszentrum

PM: NBBL gGmbH

21.04.2019|
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