Die Mannschaften der Mitteldeutschen Basketball Academy stehen in JBBL und NBBL sportlich vor einem wegweisenden Wochenende, doch die größte Herausforderung wartet erst danach: Aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen dürfen ab dem 2. November und mindestens für einen Monat keine Spiele mehr stattfinden.
Marcus Brambora rechnet sogar damit, dass der Ligabetrieb bis Ende des Jahres ruhen wird. „Für die Jungs ist das natürlich bitter. Im Training werden die Grundlagen gelegt, doch für ihre sportliche Weiterentwicklung benötigen sie zwingend Spiele“, sagt der Trainer des JBBL-Teams. Vor der Zwangspause waren für seine Jungs noch einmal zwei Duelle binnen 25 Stunden geplant. Doch die Partie am Samstag um 11 Uhr bei der noch sieglosen Niners Chemnitz Academy wurde am Freitag abgesagt. „Wenn wir unser Spiel durchziehen, können wir auch dort bestehen“, hatte Brambora tags zuvor noch optimistisch mitgeteilt. Vor der Saison galten die Chemnitzer als heißer Anwärter auf einen der ersten drei Plätze in der Vorrundengruppe 4, der zum Einzug in die Playoffs berechtigt.
Statt eines Doppelspieltages absolviert die MBA nurmehr einen Auftritt. Am Sonntag um 12 Uhr trifft sie dabei in Sandersdorf auf die Dresden Titans. „Das ist eine Mannschaft, die ich schon vor Saisonbeginn in unserem Dunstkreis erwartet hatte“, sagt Brambora. Wie die MBA stehen auch die Titans aktuell bei zwei Siegen und einer Niederlage. Sie bevorzugen ein strukturiertes Halbfeldspiel und haben in Aufbauspieler Ludwig Hassler und Flügelspieler Sören Nagora ihre stärksten Offensivwaffen.
Bei der MBA tat sich im bisherigen Saisonverlauf Andrey Bakholdin Zimmermann als Topscorer hervor, doch Brambora verweist immer wieder darauf, wie tief sein Kader besetzt ist. Der MBA-Trainer kann in dieser Saison fast ohne Niveauverlust durchwechseln. Mit einem Sieg könnte sich seine Mannschaft eine exzellente Ausgangslage für den Rest der Saison verschaffen, wann immer diese auch fortgeführt werden mag.
Das NBBL-Team empfängt am Sonntag um 15 Uhr, im Anschluss an den Auftritt des JBBL-Teams, in Sandersdorf ebenfalls die Dresden Titans. Gemessen an den bisherigen Ergebnissen darf man wohl ein Duell auf Augenhöhe erwarten. Dafür spricht außerdem die Erinnerung an die Saisonvorbereitung, als die MBA in einem hochspannenden Testspiel die Dresdner nach Verlängerung bezwingen konnte.
„Die Titans sind eine relativ kleine Mannschaft, die auch gerne mal übers ganze Feld verteidigt“, charakterisiert MBA-Trainer Chris Schreiber den Gegner. Herausragender Spieler der Titans ist jedoch der 1,99 Meter große Linkshänder Maximilian Körner. „Er hat eine enorme Präsenz unter dem Korb“, verrät Schreiber, der dennoch guter Dinge ist. Seine Mannschaft hat sich im bisherigen Saisonverlauf kontinuierlich gesteigert, zudem sei seinen Spielern im Training anzumerken gewesen, dass sie angesichts der nahenden Saisonunterbrechung noch einmal alles aus sich herausholen wollen. „Wir müssen mit Ruhe und Geduld agieren, dann ist ein Sieg auf alle Fälle drin“, sagt Schreiber. Erstmals in dieser Saison kann er dabei auf Center Anton Rose zurückgreifen. Dagegen fällt Justin Wenzel aus.
Und wie geht es danach weiter? „Wir haben Workouts via Zoom geplant und werden den Jungs auch einige Videoaufgaben mitgeben“, verrät Schreiber. Basketball wird also auch in den kommenden schwierigen Wochen ein großes Thema bleiben.
PM: SYNTAINICS MBC