Enttäuschung hier, Erleichterung da: Die Mannschaften der Mitteldeutschen Basketball Academy verabschiedeten sich mit ganz unterschiedlichen Eindrücken in die mindestens vierwöchige Spielpause. Während das JBBL-Team den Dresden Titans in Sandersdorf unerwartet deutlich mit 52:80 (25:27) unterlag, bezwang die NBBL-Mannschaft an gleicher Stelle die Dresdner mit 64:57 (30:27).
 
Das hatte sich JBBL-Trainer Marcus Brambora völlig anders vorgestellt. Gegen die Titans hätte seine Mannschaft einen großen Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme unternehmen können, doch aus der verheißungsvollen Gelegenheit wurde am Sonntag ein veritables Desaster. Fehlendes Engagement konnte man der MBA nicht vorwerfen, doch der Korb schien für die Brambora-Schützlinge zeitweise wie vernagelt. „Wir haben unfassbar viele Chancen vergeben, auch völlig freie Würfe aus der Nahdistanz“, ärgert sich Brambora.
Dank starker Defensivarbeit blieben die Gastgeber bis zur Pause auf Tuchfühlung, doch als die Dresdner dann auch noch einige schwierige Dreier verwandelten, ging es für die MBA dahin. „Das war dann natürlich demoralisierend“, sagt Brambora. Mit 4:27 gab seine Mannschaft das dritte Viertel ab und geriet uneinholbar in Rückstand. In den offensiv anämischen Phasen hätte sich der JBBL-Coach gewünscht, dass seine Jungs konsequenter den Korb attackieren, „doch wir sind dem Kontakt ausgewichen“. Mit elf Punkten war Carlos Domke der einzige Scorer im zweistelligen Bereich.
Mit einer Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen darf sich die MBA zwar immer noch realistische Hoffnungen auf das Erreichen der Playoffs machen, doch zwei der drei Endrundenplätze dürften bereits sicher an Science City Jena und die Dresden Titans, die bereits am Samstag gegen Gotha siegreich gewesen waren, vergeben sein. Immerhin hat Brambora nun eine Menge Zeit, um die jüngsten beiden deutlichen Niederlagen aus den Köpfen seiner Spieler zu bekommen. Frühestens Anfang Dezember steht die nächste Partie auf dem Programm.
Die Gemütslage bei NBBL-Trainer Chris Schreiber hätte dagegen kaum besser sein können. Seine Mannschaft landete nicht nur den zweiten Sieg in Folge, sondern bewies, dass sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Im Gegensatz zu den knappen Niederlagen gegen Chemnitz und Würzburg behielt die MBA in der Schlussphase einen kühlen Kopf und siegte am Ende sogar recht souverän. Mit einem 43:46-Rückstand waren die Gastgeber in das letzte Viertel gestartet, eroberten dann jedoch nach drei Minuten die Führung zurück und gaben diese bis zum Schluss nicht mehr ab. „Wir haben in unserer Entwicklung den nächsten Schritt gemacht“, freute sich Schreiber, der diesmal mit einer kürzeren Rotation als zuletzt agierte. Doch auch die Spieler, die nicht zum Einsatz kamen, waren gegen Dresden von der Bank aus mit Feuereifer dabei. „Auch sie haben einen Anteil an unserem Sieg“, macht Schreiber deutlich.
Ein weiterer Erfolgsfaktor war die Verteidigung gegen Maximilian Körner. Nur neun Würfe aus dem Feld gestattete die MBA dem Titans-Anführer. Am Ende hatte er es damit zwar dennoch auf 17 Punkte und 13 Rebounds gebracht, doch avancierte er nicht zum dominanten Protagonisten auf dem Feld. Für die MBA punkteten Ole Sievers (14), Leander Dalchau (14) und Sean William Ludwig (13) zweistellig.
Ihren ersten Saisonsieg feierten indes die BSW Sixers in der Pro B. Der MBC-Kooperationspartner aus Sandersdorf setzte sich in einer sehr defensivbetonten Partie daheim gegen die Iserlohn Kangaroos mit 56:48 (27:16) durch. MBA-Leistungsträger Ole Sievers kam dabei zu einem zweieinhalbminütigen Kurzeinsatz für die Sixers, blieb aber ohne Punkte.
PM: SYNTAINICS MBC