Die U19 der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) erlebt in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) bislang eine Saison nach dem Stop-and-go-Prinzip. Nach dreiwöchiger Zwangspause kehrt die MBA am Sonntag (16 Uhr) aufs Feld zurück, wenn das Auswärtsspiel bei den TenneT young heroes Bayreuth ansteht. Ebenfalls am Sonntag (13 Uhr) ist die U16 der MBA in der JBBL-Relegation beim Friedenauer TSC gefordert.
 
Für die U19 fühlt es sich ein bisschen wie ein neuerlicher Saisonstart an. „Es ist unglaublich schwer zu sagen, wo wir gerade stehen“, sagt Trainer Werner Gorsky. Aufgrund der pandemischen Lage verzichtete die MBA auf ein Testspiel, um die lange Ligapause zu überbrücken. Dazu kommt, dass die Corona-Bestimmungen in Sachsen den Trainingsplan durcheinanderbrachten, denn die MBA trainierte bislang jeden Freitag in Leipzig. Angesichts dieser Störgeräusche war es für den MBA-Coach nicht gerade leicht, die Spannung im Training hochzuhalten. Immerhin konnte Elia de Almeida Rosa seine Verletzung auskurieren und steht am Sonntag in Bayreuth wieder zur Verfügung. Mit 23 Punkten war der physisch starke Forward bereits beim 103:74-Hinspielerfolg gegen die Oberfranken ein entscheidender Faktor. „Ich gehe aber davon aus, dass es diesmal nicht so eine klare Sache werden wird wie im Hinspiel“, warnt Gorsky.
Die Bayreuther dürften nicht nur eingespielter sein, sie verstärkten sich auch während der Saison mit dem ehemaligen Münchner Louis Nauthon. Bei seinem Debüt avancierte der Guard mit 19 Punkten sofort zum Topscorer und hatte großen Anteil daran, dass die Bayreuther dem Tabellenführer Tornados Franken bei der 80:85-Heimniederlage alles abverlangten. „Es ist für uns sicher eines der wichtigsten Spiele in dieser Saison“, betont Gorsky. Mit einem Sieg und einer Bilanz von dann drei Siegen und einer Niederlage würde die MBA nicht nur Rang zwei in der Hauptrundengruppe vier behaupten. Die zwei Erfolge gegen einen direkten Konkurrenten wären auch sehr wertvoll, sollten beide Teams den Gang in die Relegationsrunde antreten müssen. Bis auf Anton Rose werden die Gorsky-Schützlinge in Bayreuth in Bestbesetzung antreten können.
Nach dem überzeugenden 78:49-Auftaktsieg gegen Kassel in der JBBL-Relegationsgruppe zwei reist die U16 der MBA mit neu gewonnenem Selbstvertrauen zum Auswärtsspiel beim Friedenauer TSC, der seinerseits mit einer 49:71-Niederlage bei TuS Lichterfelde einen Fehlstart in den zweiten Saisonabschnitt hingelegt hatte. Es wäre jedoch vermessen, aus den jüngsten Eindrücken eine Favoritenrolle der MBA ableiten zu wollen.
In der Vorrundengruppe drei hatte der TSC bis zum letzten Spieltag auf den Einzug in die Playoffs hoffen dürfen, ehe eine 49:62-Niederlage gegen den DBV Charlottenburg alles zunichte machte. Dabei mussten die Friedenauer auf ihren Topscorer Andrej Milutinovic verzichten. „Das ist eine gute und ausgeglichen besetzte Mannschaft, die aber sicher nicht unschlagbar für uns ist“, sagt Trainer Marcus Brambora. „Wenn wir es schaffen, dort einen Sieg nachzulegen, könnte uns das einen Schub für die verbleibende Saison geben.“ Schwierig wird die Aufgabe auch deshalb, weil die Friedenauer selbst auf den Guardpositionen über recht groß gewachsene Spieler verfügen. „Da ist niemand kleiner als 1,79 Meter“, verrät Brambora. Die MBA wird erneut nicht in Bestbesetzung antreten können.
PM: SYNTAINICS MBC