Ein erfolgreicher Sonntagvormittag für die Wedeler WNBL-Mädchen in Berlin: Sie bezwangen den TuS Lichterfelde mit 78:59 und feierten damit ihren zweiten Saisonsieg. Gegen die nicht in Bestbesetzung angetretenen Gastgeberinnen kam den Risterinnen nicht zuletzt ihre Stärke auf der Innenposition zugute, Paula Huber-Saffer und Lisa Hoffmann trumpften hier auf. Auch die gute Verteidigung auf den kleinen Positionen sprach für Wedel. „Wir haben die Räume sehr eng gemacht, was bei TuS Lichterfelde zu vielen Ballverlusten und bei uns zu guten Fast Breaks geführt hat. Mit unserem Tempo hatten wir den Vorteil, dass wir dadurch viele einfache Körbe machen konnten“, sagte Trainer Gregor Prehsl.
Gleich zu Spielbeginn setzten sich seine Schützlinge von den Berliner Talenten ab, leisteten sich im zweiten Viertel jedoch Unkonzentriertheiten. Prehsl: „Da haben wir den Fast Break gar nicht gut ausgespielt und schlechte Entscheidungen getroffen.“ Das führte zu einer knappen Halbzeitführung Lichterfeldes (35:34), die die Risterinnen im dritten Abschnitt allerdings rasch in einen eigenen Vorteil umwandelten. „Die Mädchen haben sehr gut gespielt und das, was wir vorgegeben haben, umgesetzt“, so Prehsl. Und das sei nicht selbstverständlich, erläuterte der Trainer, da WNBL-Übungseinheiten in vollständiger Besetzung selten seien. „Wir haben viele Spielerinnen, die bei den Damen und gar nicht bei der WNBL trainieren“, sagte er.
Für Prehsl war der Arbeitstag nach dem Erfolg in Berlin noch längst nicht beendet, schließlich musste er am frühen Abend in Hamburg-Eimsbüttel die Wedeler U16 in der JBBL betreuen. „Wir sind relativ schnell nach unserem Spiel in Berlin aufgebrochen. Die Mädchen konnten natürlich duschen, wir haben Essen bestellt, das sie im Bus essen konnten“, sagte Prehsl. Dank geringem Verkehrsaufkommen traf er rechtzeitig in Hamburg ein und stand pünktlich um 16:45 Uhr beim Treffpunkt auf der Matte. Ausgetragen wurde die Begegnung mit den Sharks Hamburg in der Sporthalle Hohe Weide, Heimstätte des Eimsbütteler TV, der mit dem SC Rist im JBBL-Bereich zusammenarbeitet.
Wie zuvor in Berlin sah Prehsl auch in Eimsbüttel eine gute Leistung seiner Schützlinge, die Wedeler setzten sich mit 101:51 durch. Der Trainer hatte seinen Jungs mitgegeben, möglichst viel Druck auf die Aufbauspieler der Hittfelder auszuüben. Diese Vorgabe wurde in die Tat umgesetzt und entfaltete sofort Wirkung. Zusammen mit ordentlicher Ballbewegung und dem entschlossenen Ausspielen der Schnellangriffe bildete dies die Grundlage für den Rist-Sieg. „Im dritten und vierten Viertel waren wir auch konditionell stärker“, sagte Prehsl. „Ausschlaggebend war das dritte Viertel, in dem wir uns relativ schnell auf 30 Punkte abgesetzt haben. Dann war eigentlich schon klar, dass das Spiel für uns entschieden sein wird“, fasste er zusammen.

Ein weiteres Duell mit einem HBV-Konkurrenten folgt für die JBBL-Jungs am kommenden Sonnabend (30. Oktober, 11:00 Uhr) beim Bramfelder SV. Wozu der BSV im Stande sei, habe er in dieser Saison unter anderem im Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Rostock gezeigt, als Bramfeld zwar verlor, aber gut mithielt, so Prehsl. „Die Mannschaft darf man auf keinen Fall unterschätzen. Wir wollen natürlich gewinnen, das ist ja gar keine Frage, aber es wird deutlich schwieriger als die letzten zwei Aufgaben“, betont er. Keine 24 Stunden nach dem Ende des Bramfeld-Spiels geht’s bereits weiter, am Sonntag (31. Oktober, 12:00 Uhr) ist Rostock in der Steinberghalle zu Gast. Die WNBL-Mädchen hingegen haben erst einmal eine mehrwöchige Pause vor sich, unter anderem da DBB-Lehrgänge anstehen. Die nächste Aufgabe für die Wedelerinnen in der U18-Bundesliga lautet am 28. November Chemnitz.

 

PM: SX Rist Wedel