Der Kooperationspartner war für die Rister am ersten Spieltag der Jugend-Basketball-Bundesliga eine Nummer zu groß, die Wedeler U16-Jungs unterlagen den Hamburg Towers mit 63:97. Als problematisch erwies sich das erste Viertel, das einen 9:27-Rückstand ergab, der sich als zu großer Brocken herausstellte, um ihn trotz nachfolgend guter Phasen noch abtragen zu können.
„Am Anfang war Unsicherheit auf beiden Seiten da, wobei die Towers dann schneller ihren Rhythmus gefunden haben“, schilderte der Wedeler Trainer Gregor Prehsl seinen Eindruck. Zwischenzeitlich mussten seine Jungs zwölf Hamburger Punkte in Folge einstecken. „Wir haben uns auch ein bisschen einschüchtern lassen. Wir wissen ja, dass die Towers sehr körperbetont spielen, haben uns auch dementsprechend vorbereitet, aber von der Vorbereitung zum Spiel ist es dann doch noch ein weiter Weg. Und den haben wir zu Spielbeginn noch nicht bestritten“, berichtete Prehsl. Das gelang dann aber mit zunehmender Zeit. Die Rister gingen nun besser mit dem Druck um, den die Towers-Talente ausübten. „Und vor allem haben wir nicht einfach blind losgedribbelt und sind in das Doppeln hineingedribbelt. Das haben wir dann besser gemacht“, so Prehsl. Insbesondere der dritte Spielabschnitt, den die Rister mit 21:19 für sich entschieden, überzeugte. Hier fiel auf: „Wir haben viel schneller Entscheidungen getroffen. Das war auch eine Vorgabe von mir in der Halbzeitpause. Und auch den Ball schneller passen. Das war dann alles flüssiger und schöner anzuschauen“, sagte er.
Möglichst das umzusetzen, was in den Übungsstunden erarbeitet wurde, hatte Prehsl als ein Ziel für die Auftaktbegegnung ausgegeben. Er stellte fest: „Das taktische Konzept, das wir spielen, haben wir zu Beginn ein bisschen mehr gespielt, aber am Schluss dann weniger. Da hätte ich mir gewünscht, dass von den Blöcken, die wir spielen, noch ein bisschen mehr umgesetzt wird. In der Verteidigung waren wir zum Schluss wesentlich besser als zu Beginn. Da haben wir mehr kommuniziert.“
Dass seinen Jungs 44 Ballverluste unterliefen, trug dazu bei, dass sich die Rister gegen die Towers letztlich deutlich geschlagen geben mussten. Besagter Druck des Gegners drückte sich auch in dieser Zahl aus. Die Steigerung der Rister während der Partie – insbesondere im Umgang mit derartigen Situationen – aber zeigt: Die Richtung stimmt und könnte sich möglicherweise bereits am kommenden Sonnabend (16. Oktober, 12:30 Uhr) auszahlen, wenn Prehsls Schützling gegen die Eisbären Bremerhaven erstmals in der neuen Saison in der Steinberghalle auflaufen.

SC Rist (Punkte): Weber, Willebrand (je 16), Dilschmann (13), Krügel (11), Levold (4), Lome (2), Falkenberg (1), Bottler, Engelke, Krödel, Müller, Storjohann.

 

PM: SC Rist Wedel