Kaum ein in Richtung Leistungssport strebendes Talent im männlichen Jugendbereich des SC Rist, das Gregor Prehsl in den vergangenen drei Jahren nicht betreut hätte. Und so hat es der 36-Jährige auch als neuer Trainer der Wedeler JBBL-Mannschaft mit einigen Jungs zu tun, zu deren Basketball-Grundausbildung er in hohem Maße beitrug.
Prehsl übernimmt die U16 von Stephan Blode, der die Mannschaft in der Jugend-Basketball-Bundesliga seit 2019 anleitete, das Amt aber mit dem Wechsel auf den Trainerposten bei den 1. Herren abgab. Wie bisher ist Lennart Holz JBBL-Assistenztrainer.
Die Arbeit im Jugendleistungssport – denn darum handelt es sich bei der JBBL im Vergleich zu seinen übrigen Tätigkeiten in U12 und U14 in noch größerer Ausprägung – ist für Prehsl kein Neuland. In Österreich gehörte er einst unter anderem zum Trainerstab der Jugendnationalmannschaft und der Auswahl des Wiener Basketball Verbands. „Die Spieler, die ich jetzt haben werde, haben eine sehr gute Arbeitseinstellung. Das ist das, was mir sehr gefällt, dass da die Grundmotivation, im Training hart arbeiten zu wollen, vorhanden ist“, sagt Prehsl. „Der Leistungsaspekt ist in der JBBL ein ganz anderer. Es gibt mehr Spieler, die dort spielen wollen, als Plätze, die wir zur Verfügung haben. So gesehen muss so eine Motivation schon vorhanden sein, sonst wird es schwierig, da mithalten zu können“, betont er. Und auch das Weiterführen der Förderung von Spielern, die er bereits in U12 und/oder U14 betreute, reize ihn, sagt der Rist-Trainer.
Erwähnter Leistungsaspekt in der U16-Bundesliga drücke sich auch im Können der Gegnerschaft sowie durch die deutlich höheren Umfänge und die größere Intensität in den Übungseinheiten als im jüngeren Nachwuchsbereich aus, betont Prehsl. Das bedeutet: Entscheidet sich ein Spieler zur Teilnahme am JBBL-Betrieb, gewinnt der Basketball stark an Bedeutung, ihm wird nicht alles, aber vieles untergeordnet. „Es wird von den Spielern mehr verlangt. Es ist nicht so, dass man dann einfach mal zu einer Geburtstagsparty gehen kann und das entschuldigt bleibt“, sagt der Trainer.
Bisher hat Prehsl einen 18-köpfigen Kader zur Verfügung, darunter auch mehrere Talente, die vom Eimsbütteler TV und BC Hamburg zum SC Rist gestoßen sind. Ihm schwebt für die Saison eine Mannschaft mit 15 oder 16 Spielern vor, also wird es noch Veränderungen geben. Prehsl und Holz nehmen die Jungs deshalb genau unter die Lupe. „Wir schauen, wie sie arbeiten, wir schauen, wie das zusammenpasst, von ihrer Arbeitseinstellung und von ihrer weiteren Entwicklung in den nächsten ein bis zwei Monate“, so Prehsl.

Zusätzliche Erkenntnisse wird die JBBL-Sommerliga hervorbringen, an der der SC Rist teilnimmt. Mit dabei sind vier Spieler des Jahrgangs 2005, die in der kommenden Saison aus Altersgründen nicht mehr in der JBBL einsatzberechtigt sind. Das erste Spiel des Sommerwettbewerbs findet am 20. Juni in Wedel gegen Bremerhaven statt. Prehsl: „Natürlich mit Hygienekonzept, wir müssen uns alle vorher testen lassen. Zuschauer dürfen keine dabei sein.“ Die Rückkehr zum Sport unter Wettkampfbedingungen wird gerne angenommen, aber: „Es geht nicht darum, irgendeine Platzierung zu erreichen, sondern einfach nur darum, dass die letzten Monate, wo wir gar nicht spielen konnten, teilweise gar nicht mal trainieren konnten, jetzt aufgefangen werden und ein Angebot geschaffen wird“, erläutert er. Für manche JBBL-Neulinge gibt es dann einen ersten Vorgeschmack auf die Anforderungen in der U16-Bundesliga.

 

PM: SC Rist Wedel