Die männliche U16 des SC Rist hat in der Serie gegen Higherlevel Berlin einen ersten Schritt in Richtung JBBL-Klassenerhalt gemacht. Die Jungs von Trainer Stephan Blode setzten sich in der Hauptstadt mit 64:60 durch und besitzen dadurch die Möglichkeit, am kommenden Sonntag (15. März, 15 Uhr, Steinberghalle) den nötigen zweiten Sieg einzufahren, um auch in der Saison 2020/21 in der Jugend-Basketball-Bundesliga vertreten zu sein.

Die Voraussetzungen, um das erste Duell gegen die Spielgemeinschaft von BG Zehlendorf, SSC Südwest Berlin und Alba Berlin für sich zu entscheiden, waren nicht die besten – obwohl seine Jungs in den Einheiten der vergangenen zwei Wochen „sehr gut mitgezogen“ hätten, wie Blode betonte. „Wir waren gut vorbereitet, aber es kam dann alles etwas anders“, sagte er. Denn mit Julius Bade und Jules Bom gingen zwei Leistungsträger angeschlagen in die Partie. Zunächst war unklar, ob sie überhaupt würden mitwirken können und falls ja, wie lange. „Aber sie haben sich durchgebissen“, so der Trainer. Seine Jungs brauchten eine Weile, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Die Berliner legten ein 11:2 vor, „es hat gedauert, bis wir vor allem offensiv in diesem Spiel stattgefunden haben“, erläuterte er.

Der Wedeler Trumpf war die starke Verteidigung, später gab es dann auch im Angriff einen Aufschwung. „Wir hatten Phasen, in denen wir den Ball sehr gut bewegt haben und auch gut im 1-gegen-1 aussahen“, so Blode, dessen Schützlinge sich auf diese Weise einen Vorsprung in Höhe von 15 Punkten erarbeiteten. Die Gastgeber kamen wieder näher heran, was auch durch mitunter schlechtes Passspiel der Rister und eine hohe Wedeler Foulbelastung bedingt war. Dass ihnen die Berliner aber völlig auf die Pelle rückten und sich wieder in Schlagdistanz brachten, vermochten Blodes Schützlinge zu verhindern. „Kompliment an die Jungs, sie haben einen unglaublichen Willen gezeigt“, freute sich der Trainer, dass seine Mannschaft den Widrigkeiten trotzte, die zwangsläufig aufgetreten waren, als die Einsatzfähigkeit von Bade und Bom in Frage stand.

Für den Wedeler Trainer war das Auswärtsspiel im Berliner Süden eine Begegnung in vertrauter Umgebung, selbst wenn er aus dem Norden der Hauptstadt stammt. „Ich kannte in der Halle gefühlt jede Person. Das war auch für mich schon ein bisschen etwas Besonderes, in eine Halle zurückzukehren, in der ich schon so viele Male gespielt habe und da jetzt mit meinen Jungs anzutreten. Das war eine schöne Sache“, sagte der 32-Jährige.

Um den JBBL-Klassenerhalt einzutüten, brauchen die Rister noch einen Sieg – am besten am kommenden Wochenende in der Steinberghalle: „Das erste Spiel wird keine Bedeutung haben, es muss für uns am Sonntag bei null losgehen. Wir müssen den gleichen Willen und die gleiche Intensität zeigen, und wir müssen noch daran arbeiten, dass wir einige Sachen besser machen“, so Blode.

  • SC Rist (Punkte): Bade (18), J. Bom (12), Mbodjé (11), Höhne (10), Feichtinger (9), Fargel (2), de Heer, Uhlendorff (je 1), Dilschmann, Freyer, Gausa, Jeß.

PM: SC Rist Wedel