Die U16-Jungs des SC Rist kehrten am Sonntag zwar mit einer deutlichen 60:96-Niederlagen vom Auswärtsspiel bei den UBC/SCM Baskets Münsterland zurück, doch Trübsal war deshalb nicht angesagt. „Ich bin sehr zufrieden, das war Jugend forsch mit einer echt couragierten Leistung“, sagte Trainer Stephan Blode, der gezwungenermaßen hatte umstellen müssen. Julius Bade, Linus de Heer, Benedikt Fargel und Lukas Uhlendorff fehlten, es waren also wichtige Stützen der Mannschaft zu ersetzen.

„Spielerisch war das nicht gut. Körperlich waren wir defensiv unterlegen, weil da teilweise 13-Jährige gegen 16-Jährige gespielt haben“, so der Trainer. Doch er habe die personelle Lage als Möglichkeit erachtet, mal kräftig durchzumischen und die jüngsten Spieler seines Aufgebots verstärkt zum Einsatz zu bringen. Mit Benjamin Jeß und Thore Dilschmann standen zwei 2006er in der Anfangsaufstellung, Jeß erzielte mit zwölf Punkten den Höchstwert in den Wedeler Reihen. Der Sprung ins kalte Wasser lohnte sich trotz der letztlich deutlichen Niederlage. „Ich glaube, wenn man eigentlich nur im Trainingskader steht, in der Saison wenig spielt, dann in so ein Spiel ’reinkommt und zwei Jahrgänge jünger ist, dann schaut man sehr viel auf sich selbst“, sagte Blode. „Die Spieler sehen das Ergebnis und sind damit natürlich auch unzufrieden, weil man immer gewinnen will. Aber sie sehen, dass sie 20 Minuten gespielt haben, sie haben gepunktet. Das können sie schon einordnen, sie wirkten nach dem Spiel selbstbewusst“, so der Trainer.

Dass es schwer werden würde, aus Münster einen Sieg zu entführen, hatte Blode in der Vorbesprechung nicht angeschnitten: „Wir machen im Training das, was wir brauchen, um uns vorzubereiten und schauen auf uns selbst. Im Prinzip hat man immer die Konzentration, die mentale Spannung, dass man um jeden Punkt kämpft und um den Sieg spielt“, betonte er. Während der Partie sei es dann ein wenig anders, denn es geht auch um den Lerneffekt: „Man kann nicht so streng mit den Spielern sein, wenn man gegen einen körperlich überlegenen Gegner spielt. Man muss die Spieler dann auch für Dinge loben, die im Endeffekt nicht in einem Korberfolg enden, aber doch auf dem richtigen Weg waren“, so Blode.

Den fünften Tabellenplatz in der Relegationsgruppe 1 haben die Rister nach wie vor im Blick – diesen besetzen derzeit die Eisbären Bremerhaven, die punktgleich sind, aber ein Spiel weniger bestritten haben als die Jungs aus Wedel. Um Bremerhaven in Bedrängnis zu bringen, braucht es Siege: Vielleicht am Sonntag (2. Februar, 13:30 Uhr, Steinberghalle) im Heimspiel gegen Oldenburg? „Wir müssen da Wiedergutmachung betreiben“, fordert Blode angesichts der 55:77-Hinspielniederlage gegen die Niedersachsen.

SC Rist (Punkte): Jeß (12), J. Bom, Mbodjé (je 11), Dilschmann (6), Gausa, Thias (je 5), Feichtinger, Gehrmann (je 3), N. Bom, Höhne (je 2).

 

PM: SC Rist Wedel