Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

Ulm: Schwächste Saisonleistung kostet Viertelfinal-Sieg

„Sie waren das Team mit mehr Willen, mit mehr Überzeugung“, so lautet das Fazit von Coach Jochen Lotz nach der Viertelfinal-Partie in den JBBL-Playoffs gegen den FC Bayern München. Die lobenden Worte gehen dabei aber nicht an seine eigene Mannschaft, sondern richten sich an den Gegner. Für den ulmer Trainer geht der 50:54-Sieg der Münchner über ratiopharm ulm „völlig in Ordnung“ – obwohl die Donaustädter zwei Minuten vor Schluss noch in Führung lagen. Doch die Mannschaft um Topscorer Thomas Gaus und Aleska Bulajic (je 12 Punkte) fanden in einem zerfahrenen Spiel nie in ihren offensiven Rhythmus, ließen 22 Offensivrebounds zu und leistete sich 22 Turnovers. „Heute haben wir unsere schwächste Saison-Leistung gezeigt“, bilanziert Trainer Lotz.

Wie schon vor Spielbeginn vom ratiopharm-Trainer erwartet, sollte es ein hochintensives Spiel werden. Die körperlich überlegenen Münchner verunsicherten den Gastgeber – zu viele Fehlpässe schlichen sich in das Spiel der Uuulmer ein. Vor allem aber haderte der Trainer der Donaustädter mit der Punkteausbeute: „Bei einer Freiwurfquote von 50 Prozent kannst du nicht erwarten, ein Spiel zu gewinnen“. ratiopharm ulm fand nur schwer den Weg zum Korb, mehr als 75 Prozent der Dreier gingen daneben, oder wie der Trainer zusammenfasst: „Wir haben schlampig, passiv und zu ungenau gearbeitet.“

Jetzt gilt es, an das Spiel einen Haken zu setzen, denn noch ist nichts verloren: Am Sonntag, 6.Mai hat ratiopharm ulm die Möglichkeit, im Rückspiel in München die Serie auszugleichen, um sich die Chance auf den zweiten Top4-Einzug weiter zu bewahren.

Jochen Lotz (Head Coach): “Leider haben wir ausgerechnet Viertelfinale unseren schwächsten Auftritt der Saison gezeigt. Wenn man 22 Offensivrebounds und 22 Turnovers zulässt, kann man nicht erwarten, das Spiel zu gewinnen. Trotz schwachen Reboundverhalten haben wir es dennoch geschafft, den Gegner im dritten und vierten Viertel auf unter zehn Punkte zuhalten. Wir lagen bis zwei Minuten vor Schluss in Führung, ehe die Bayern zwei ihrer vier Dreier versenken, die wir aufgrund unserer Unaufmerksamkeit zugelassen haben. Offensiv haben wir nie in unseren Rhythmus gefunden, waren schlampig, passiv und haben zu ungenau gearbeitet, was unsere Freiwurfquote von 50 Prozent auch widerspiegelt. Dass die Bayern das Spiel gewonnen haben, geht völlig in Ordnung, sie waren das Team mit mehr Willem, mit mehr Überzeugung.”

Topscorer: Thomas Gaus (12), Aleska Bulajic (12, 10 Rebounds), Konrad Stark (10, 11)

 

PM: ratiopharm ulm

24.04.2018|
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