Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

U16-Jungen verlieren gegen Spanien

  • Nelson Weidemann

Die U16-Jungen des Deutschen Basketball Bundes haben bei der Europameisterschaft in Kaunas, Litauen zu Beginn der Zwischenrunde eine Niederlage hinnehmen müssen. Bei der 54:76 (10:12, 22:19, 11:25, 11:20) -Niederlage gegen Spanien spielte die deutsche Mannschaft eine Halbzeit lang gut mit und brach nach dem Seitenwechsel ein. Dennoch hat die Mannschaft von DBB-Bundestrainer Harald Stein alle Möglichkeiten, das Viertelfinale zu erreichen. Am Dienstag trifft das DBB-Team auf die Auswahl aus Litauen. Beste Werfer für Deutschland waren Isaac Bonga (elf Punkte), sowie Nelson Weidemann (Foto oben FIBA Europe) und Hendrik Drescher mit jeweils zehn Zählern.

Nelson Weidemann, Philipp Hadenfeldt, Isaac Bonga, Luis Zerban und Philipp Herkenhoff begannen für Deutschland und dies schwungvoll. Die ersten vier Punkte gelangen den ING-DiBa-Korbjägern, dann waren die Spanier im Spiel. Das DBB-Team blieb aber zunächst in Führung, Weidemann agierte stark (5:8, 4. Min). Es entwickelte sich ein offenes und attraktives Spiel, in dem sich früh zeigte, dass beide Mannschaften den Sieg unbedingt wollten. Hendrik Drescher brachte von der Bank viel Schwung, doch am Ende des ersten Spielabschnitts hatten die Spanier die Nase knapp vorne (10:12).

Erneut erwischte Deutschland den besseren Start ins Viertel und eroberte sich so die Führung zurück. Die deutsche Mannschaft traf deutlich besser als noch vor zwei Tagen gegen die Türken und blieb so weiter vorne (20:18, 14. Min, Weidemann). Doch die Iberer konnten mit fünf unbeantworteten Punkten antworten, was Bundestrainer Stein zu einer Auszeit zwang. Zerban traf nach der Unterbrechung, doch dann war die spanische Mannschaft wieder zur Stelle. Drescher traf gut eine Minute vor der Halbzeitpause nervenstark von der Linie, Bonga legte nach und somit war die Begegnung wieder offen (31:32).

Quelle: FIBA Europe

Quelle: FIBA Europe

Wie gewonnen, so zeronnen – konnte man die ersten Minuten des dritten Viertels beschreiben. Spanien legte los wie die Feuerwehr und Deutschland wurde förmlich überrannt. Nach einem 10:3-Lauf, der die Aufholjagd des DBB-Teams zum Ende der ersten Halbzeit schnell zu Nichte gemacht hatte, nahm Bundestrainer Stein erneut ein Auszeit (35:41, 23. Min). Doch auch nach der Unterbrechung waren die Spanier nicht zu stoppen: vor allem der starke Power Forward Martinez drehte förmlich auf und stellte die deutsche Verteidigung vor eine nahezu unlösbare Aufgabe. Deutschland kämpfte, doch in diesem Viertel wollte auch offensiv nur wenig gelingen. So sah man sich vor Beginn der letzten zehn Minuten wieder mit einem deutlicheren Rückstand konfrontiert: 43:56.

Der foulbelastete Bonga traf nach Herkenhoff-Zuspiel zu Beginn des Schlussviertels, doch auch die Spanier netzten weiter ein, sodass die Differenz gleich blieb. Deutschland gelang es nicht, die starken Iberer zu stoppen und somit war das Spiel Mitte des vierten Viertels entschieden (46:62, 35. Min). Dennoch kämpfte die deutsche Mannschaft um jeden Punkt, denn bei einer möglichen Endabrechnung könnte auch ein Dreiervergleich zum Tragen kommen. Bonga traf drei Minuten vor Spielende zum 52:68. Martinez, der Mann des Spiels, antwortete ebenfalls aus der Distanz – sinnbildlich für diese Partie. Drescher setzte aus deutscher Sicht den Schlusspunkt, am Ende traf Spanien nochmals und die Begegnung endete 54:76.

“Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, allerdings nicht gut genug, denn wir hätten uns noch weiter absetzen können. Nach dem Seitenwechsel haben wir dann viel zu viel zugelassen und vor allem bei den Rebounds nicht zugepackt. Außerdem konnten wir den starken Martinez nicht stoppen. Aber: wir haben uns deutlich gesteigert und wollen dies auch morgen gegen Litauen tun. Es wird ein schweres Spiel, aber für uns liegt der Fokus auf uns, es ist noch alles möglich”, meinte Harald Stein nach dem Spiel.

Das Spiel gibt es hier im Re-Stream:

Für Deutschland spielten:

  • Thorben Döding (Young Dragons Quakenbrück, 2)
  • Jasper Günther (BG Hagen/Phoenix Hagen Juniors)
  • Nelson Weidemann (ALBA Berlin, 10)
  • Philipp Hadenfeldt (ASC 46 Göttingen/BBT Göttingen, 6)
  • Badu Buck (ALBA Berlin, 1)
  • Isaac Bonga (SG LÜTZEL-POST Koblenz, 11)
  • Arne Wendler (BV Chemnitz 99)
  • Mateo Seric (BSG Basket Ludwigsburg/Porsche BBA)
  • Luis Zerban (FC Bayern München, 4)
  • Nicolas Wolf (TSV Tröster Breitengüßbach, 3)
  • Philipp Herkenhoff (Young Dragons Quakenbrück, 7)
  • Hendrik Drescher (TuS Lichterfelde, 10).

PM: DBB

11.08.2015|
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