Der TSV Tröster Breitengüßbach hat ein Abo aufs TOP4, sei es mit dem NBBL- oder dem JBBL-Team. 2012 gewann die U19-Truppe der Franken den Titel, für die junge JBBL-Truppe ist es 2015 bereits die vierte Endrunden-Teilnahme. Vergangene Saison war Breitengüßbach schon dicht dran, schaffte den Einzug ins JBBL-Finale, doch da erwies sich TOP4-Gastgeber Quakenbrück mit Junioren-Nationalspieler Isaiah Hartenstein als zu hohe Hürde. Im Jahr zuvor, Ende der Saison 2012/13, hatten die Franken den Sprung ins Endspiel geschafft, verloren dort aber überraschend gegen Außenseiter Leverkusen. 2010, in der JBBL-Premieren-Saison, waren Breitengüßbachs U16-Youngster ebenfalls Teilnehmer des TOP4, das auf heimischem Parkett in Bamberg ausgetragen wurde, doch damals scheiterten die Güßbacher ebenfalls unerwartet an ALBA Berlin.

Auch in diesem Jahr kommt man nicht daran vorbei, die Tröster-Truppe als ganz heißen Favoriten für die JBBL-Krone zu handeln. Den Boden dafür hat die Mannschaft durch ihre beeindruckende Serie selbst gelegt: Güßbach ist in dieser JBBL-Saison noch ungeschlagen: zehn Siegen in der Vorrunde folgten sechs in der Hauptrunde sowie jeweils zwei im Achtel- und Viertelfinale gegen die Junior Baskets Rhein Neckar sowie der ratiopharm akademie ulm. Der weißen Weste drohte allerdings in Spiel zwei der Viertelfinalserie gegen die Ulmer ein Fleck, schickten sich doch die „Spatzen“ an, erfolgreiche Revanche für die klare Niederlage im ersten Aufeinandertreffen (37:81) nehmen zu wollen. Die Mannschaft von Headcoach Markus Lempetzeder bewies jedoch, dass sie auch die Nerven behalten kann, wenn es darauf ankommt, denn in der Crunchtime sicherten Nils Haßfurther und Nicolas Wolf an der Freiwurflinie den 64:59-Sieg. „Wir haben uns diesen Sieg durch Willensstärke und eine mannschaftlich enge Verbundenheit erkämpfen müssen. Alle meine Spieler haben eine tadellose Einstellung und einen guten Teamspirit, so dass jeder im Laufe dieser Saison seinen Teil zu diesem Ergebnis beigetragen hat“, weiß Lempetzeder. Tatsächlich verfügt Güßbach auf einen gewohnt tiefen Kader, 15 Spieler kamen im Saisonverlauf zum Einsatz. Für die hohe Intensität, die die Franken möglichst über 40 Minuten aufs Parkett bringen wollen, ist eine große Rotation deswegen auch unerlässlich. Stützen im Team sind neben den beiden Kapitänen Haßfurther (19 PpS, 4,5 ApS) und Wolf noch Haßfurthers Guard-Kollege Heinrich Überall, der für 14 Punkte und über vier Rebounds pro Partie gut ist, sowie Power Forward Maximilian Kapp (8,4 PpS, 5,0 RpS).

Watch out: Nicolas Wolf

Er ist der effektivste Spieler im Team des TSV Tröster Breitengüßbach: Forward Nicolas Wolf kommt im bisherigen Saisonschnitt fast auf ein Double Double (21,5 Punkte und 9,2 Rebounds pro Spiel). Mit 3,5 Assists im Schnitt beweist Wolf zudem ein gutes Auge für den Nebenmann, was ingesamt einen Effektivitätswert von stolzen 26,5 Punkten ergibt. Im Heimspiel gegen Würzburg gelang ihm mit 41 Punkten, zehn Rebounds und zehn Assists sogar ein rares Triple-Double.

Saison 2014/15

Bilanz: 20 Siege, 0 Niederlagen
Punkte erzielt: 81,6
Punkte erlaubt: 52,0

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