Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

TOP4: IBAM nach emotionalem Finish im Finale

Die Internationale Basketball Akademie München steht zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte im NBBL-Finale. Im Halbfinale gewann die Mannschaft von Headcoach Robby Scheinberg mit 74:66 (12:20; 24:13; 18:19; 20:14) gegen ALBA BERLIN und trifft im Endspiel am Sonntag auf den Stadtrivalen FC Bayern München. Bester Scorer für die IBAM war Oscar Leon da Silva mit 18 Zählern, für Berlin kam Badu Buck auf 16 Zähler.

Carl Schöneich und Ferdinand Zylka per Dreier bescherten ALBA BERLIN eine frühe 5:0-Führung (2. Minute). Oscar Leon da Silva verkürzte per Dunking auf 2:5, hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon eine schmerzhafte Hüftverletzung erlitten, deretwegen er im ersten Viertel in der Kabine behandelt werden musste. Berlin nutzte die Abwesenheit von IBAMs wichtigstem Spieler und zog durch den „NBBL Rookie des Jahres“, Jonas Mattisseck, auf 12:4 davon (7. Minute). Kurz darauf kehrte da Silva aufs Parkett zurück und brachte die „Akademiker“ mit vier schnellen Punkten wieder zurück ins Spiel. Beim Stand von 20:12 aus ALBA-Sicht ging es in das zweite Viertel, in dem die Münchener nun deutlich bissiger agierten.

Mit Erfolg: Die IBAM holte Punkt um Punkt auf, und der stark aufspielende Henning Ballhausen sorgte mit vier schnellen Punkten in Folge für den erstmaligen Ausgleich (22:22, 14.). Doch es sollte noch besser kommen für die Münchener, die dank eines Drei-Punkte-Spiels von Dimitrije Mrda zur zwischenzeitlichen 28:25-Führung kamen (16.). Ärgerlich für Mrda: Kurz darauf kassierte er sein drittes persönliches Foul und musste vorsichtshalber auf die Bank. ALBA wehrte sich, kam dank Badu Buck erst zum 28:28-Ausgleich und kurz darauf dank eines Dreiers von Hendrik Drescher zur 31:28-Führung (17.) Die IBAM war nun aber voll im Spiel, und da Silva sorgte mit insgesamt elf Punkten in Halbzeit eins für eine knappe 36:33-Führung zur Pause.

Beide Teams, inzwischen längst auf Augenhöhe, starteten engagiert in die zweite Hälfte. Point Guard Bennet Hundt verkürzte für Berlin auf 35:36, Mrda antwortete mit einem Dreier. Auch Berlin war in Person von Drescher erfolgreich aus der Distanz (39:38, 24.). Das Spiel blieb eng, und IBAM-Coach Robby Scheinberg beließ deswegen Mrda trotz dessen 4. persönlichen Fouls auf dem Feld. Das war auch nötig, denn nun übernahm ALBAs U18-Nationalspieler Hundt das Kommando: Erst zog er gegen seinen 27 Zentimeter größeren Nationalmannschaftskollegen da Silva zum Korb und verwandelte trotz Foul (sowie den Bonuswurf), danach verkürzte er per Dreier auf 46:49 (28.). Das Momentum schien zugunsten der Hauptstädter zu kippen: Münchens Forward Fynn Fischer schied zunächst verletzungsbedingt aus (kehrte aber im vierten Viertel wieder zurück), Coach Scheinberg kassierte ein Technisches Foul. Doch die IBAM hatte sich festgebissen und behauptete vor dem Schlussviertel eine knappe 54:52-Führung.

Zu Beginn des vierten Abschnitts kassierte da Silva ein zumindest diskutables Unsportliches Foul, doch der bärenstarke Ballhausen sorgte mit einem Dunking wieder für Krach bei den mitgereisten IBAM-Anhängern (58:53, 33.). In den finalen Minuten sollte sich die Partie dann ihrem dramatischen Höhepunkt nähern: Badu Buck und Jonas Mattisseck brachten ALBA auf 57:58 heran, Buck traf wenig später einen Dreier zum 60:62 (37.). Sie sprangen für U18-Nationalspieler Ferdinand Zylka in die Bresche, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte: Nur einer seiner 14 Wurfversuche aus dem Feld fand sein Ziel (Quote sieben Prozent).

William Bessoir antwortete für München, Fynn Fischer erhöhte auf 66:60. Buck blieb eiskalt, traf einen weiteren von Downtown (63:66, 39.) und hielt die Berliner am Leben. Mrda schied bei München mit einer Fingerverletzung aus, doch der eingewechselte Johannes Klughardt verteidigte mit seinen einzigen Punkten des Abends die Münchener Führung (70:66). Die IBAM war längst „im Tunnel“, ALBA lief die Zeit davon. Leon da Silva zitterte einen Layup in den Berliner Korb, im Gegenzug wurde Hundt beim Dreier geblockt. An der Freiwurflinie machten die Bajuwaren dann alles klar und setzten sich mit 74:66 durch. So kommt es am morgigen Sonntag (14 Uhr) zum Münchener Finale zwischen dem FC Bayern München und der Internationalen Basketball Akademie München.

Statistik

 

PM: NBBL gGmbH – JF

Foto: Sven Kuczera

27.05.2017|
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