Im Jahr zuvor war Richard Freudenberg mit dem JBBL-Team des FC Bayern München beim TOP4 dabei und musste sich im Halbfinale Gastgeber Quakenbrück um dessen Star Isaiah Hartenstein unglücklich nach Verlängerung geschlagen geben; 2015 stand der Youngster nun im NBBL-Kader der Münchener, die sich erstmals die Deutsche U19-Meisterschaft holten – vor allem dank des erst 17-jährigen Freudenberg.

24 Punkte steuerte der blonde Schlaks vor fünf Jahren zum 69:59-Finalsieg der Bajuwaren über Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS bei, aber auch defensiv lieferte Freudenberg eine starke Vorstellung ab. Dank seiner spielentscheidenden Momente übernahmen die Bayern nach dem Seitenwechsel das Momentum und holten sich ihre erste NBBL-Krone. 

Klassiker ALBA vs Bayern im Halbfinale

Auch im Halbfinale hatte das Team aus dem Süden harten Widerstand zu brechen, denn niemand Geringeres als der amtierende Champion ALBA BERLIN war der Gegner. In einer von defensiver Intensität geprägten Partie rang der FC Bayern im letzten Spiel des ersten Turniertages ALBA schließlich mit 66:56 in die Knie. Die Münchener profitierten von einem Blitzstart (10:0, 5. Minute) sowie einer tiefen Bank, die für insgesamt 20 Zähler verantwortlich zeichnete.

Im ersten Halbfinale hatten sich Frankfurt und TOP4-Gastgeber Phoenix Hagen Juniors einen echten Krimi geliefert. Erst nach zweifacher Verlängerung setzten sich die Hessen mit 88:80 durch, wobei Niklas Kiel nicht nur 24 Punkte auflegte, sondern mit 22 Rebounds auch einen bestehenden TOP4-Rekord einstellte – bei der U19-Endrunde anno 2009 hatte sich Justin Raffington (Urspring) ebensoviele „Boards“ gesichert.

 

JBBL: Keine Titelverteidigung für Quakenbrück

Historisches hätte den Young Dragons Quakenbrück in der JBBL gelingen können: Zum ersten Mal stand mit ihnen der Vorjahressieger ein Jahr später erneut im Finale um die Deutsche U16-Meisterschaft. Den „Back to back“-Traum vereitelte allerdings die Porsche BBA Ludwigsburg, die sich im zweiten Anlauf zum ersten Mal den JBBL-Titel sicherte (2011 standen die Ludwigsburger schon einmal im JBBL-Endspiel, verloren aber gegen das Team Urspring). 

Herkenhoff vergibt den letzten Wurf

Diesmal aber nutzten die „Akademiker“ ihre Chance und drückten der Begegnung mit enormer Physis und Athletik ihren Stempel auf. Dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung sahen die Schützlinge von Trainer Ross Jorgusen bereits Mitte des vierten Abschnitts wie die sicheren Sieger aus, doch die Dragons warfen noch einmal alles in die Waagschale und hatten nach einem furiosen 14:0-Lauf gar die Möglichkeit, mit dem letzten Wurf des Spiels ihr Comeback zu krönen. Der Wurf von Philipp Herkenhoff (12 Punkte, 16 Rebounds), heute BBL-Profi für seinen Stammverein SC RASTA Vechta, verfehlte sein Ziel jedoch knapp und besiegelte das hauchdünne 62:61 zugunsten Ludwigsburgs.

Im ersten Halbfinale hatten sich die Jungdrachen in der Neuauflage des letztjährigen TOP4-Endspiels mit 61:57 gegen den TSV Tröster Breitengüßbach durchgesetzt. Für die Franken war es nach einer bis dato „perfekten“ Saison trotz 22 Zählern von JBBL-MVP Nicolas Wolf die erste Niederlage. Das zweite Ticket für das Finale hatte sich die BBA dank eines 68:60-Thrillers über Gastgeber Phoenix Hagen Youngsters gesichert. Für die Westfalen reichte es somit trotz Heimvorteils weder in NBBL noch JBBL zum Erreichen des Endspiels.

PM: NBBL gGmbH / JF