Eigentlich hatten einige der Basketballteams der SG Weiterstadt noch ein paar Aufgaben zu erledigen. Doch dabei hatte  man die Rechnung ohne den Wirt gemacht, in diesem Fall ohne den sich schnell ausbreitenden Coronavirus (Covid-19). Beim Blick über die Landes- und Staatsgrenzen gab es zwar Anzeichen dafür, trotzdem kam das am 12. März angeordnete Ende des Spielbetriebs in den Basketballligen doch überraschend schnell.

Den Beginn machten die 2.Bundesliga der Herren, welche am Vormittag den Spielbetrieb aussetzte, genau wie die NBBL gGmbH wenige später die Wettbewerbe der NBBL und JBBL. Am Nachmittag folgten DBBL und der Hessische Basketballverband, beide erklärten den Spielbetrieb für beendet. Später erklärte mit der BBL auch die 1.Bundesliga der Herren das Aussetzen des Spielbetriebes.

Damit ist für das Gros der Weiterstädter Teams die Saison beendet, und auch in der JBBL ist es fraglich, ob es beim Aussetzen bleibt oder ob dies nahtlos in ein Saisonende übergeht, schließlich weiss niemand so genau wann überhaupt Sportveranstaltungen wieder möglich sind. Da sieht auch Team Südhessen Coach Amci Terzic so: „Mir ist klar das dies die Liga vor große Probleme stellt, schließlich ist die JBBL Saison im Gegensatz zu anderen Ligen noch lange nicht am Ende. Aber mir fehlt jede Phantasie wann vor der nächsten Saison noch so viele Spiele nachgeholt werden sollten.“

Problematisch ist bei einem vorgezogenen Saisonende vor allem die Situation für Team an der Tabellenspitze oder am Tabellenende der jeweiligen Liga oder Altersklasse. Denn offen ist wie Auf- und Absteiger festgelegt werden wenn noch nicht alle Begegnungen gespielt sind. Eine Alternative ist, komplett auf Auf- und Abstieg zu verzichten und mit den gleichen Ligenzusammensetzungen wie aktuell in die nächste Saison zu starten. Gut für bisher gefährdete Absteiger, aber frustrierend und unfair für mögliche Aufsteiger. Der andere Weg, den aktuellen Tabellenstand als Abschlußtabelle einzufrieren und darauf basierend Auf- und Absteiger zu definieren ist auch nicht problemlos, besonders für Mannschaften die noch ein Chance hatten ihre Position in den noch offenen Spielen zu verbessern. Hier müssen die Ligen nun schnellstmöglich entscheiden um den Vereinen Sicherheit zu geben.

Von den Weiterstädter Teams ist hier kaum eines betroffen, fast alle bewegen sich im Tabellenmittelfeld. Aber nur fast, denn die Herren 1 sind nach einer Oberligasaison mit fast durchgängiger Tabellenführung sicherer Tabellenerster und hoffen nun darauf das man ihnen die Möglichkeit zum Aufstieg in die Regionalliga nicht nimmt. „Wir haben etwas ganz Besonderes geschafft mit diesem Team und eine tolle Oberligasaison gespielt,“ so Coach Matthias Dönges, und er ergänzt: „So kurz vor dem regulären Saisonende kann man den Tabellenstand durchaus als repräsentativ für die Runde bewerten, ich hoffe das dies auch erfolgt.“

Nur leichtbetroffen sind Jugendligen im Landesverband,. Hier geht es ohnehin nicht um Auf- und Abstiege, kommt es zwar nicht mehr zu Meisterschaftsturnieren und auch die Art und Weise der Qualifikationswettbewerbe für nächste Saison ist fraglich. Das wiegt aber nicht so schwer wie das nicht absehbare Ende der Trainingspause, so Abteilungsleiter Marc Hucklenbruch: „Natürlich haben wir mittlerweile alle Trainings eingestellt, die Gesundheit und das Vermeiden von Infektionen bei allen Beteiligten geht vor. Wir rechnen allerdings mit einer längeren Unterbrechung, das ist weder gut für all die begeisterten Breitensportler die nun lange auf ihre Freizeitbeschäftigung verzichten müssen noch für die leistungsorientierten Teams, deren Nachholbedarf zum Anknüpfen an das bisherige Leistungsniveau mit jeder Woche Ausfall schwerer wird.“

 

PM: SG Weiterstadt