Während der JBBL-Vizemeister der U16 von Science City Jena zu Beginn der zurückliegenden Woche seinen Start in die Saisonvorbereitung absolvierte, stand auch die Jenaer U19-Auswahl der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga in den zurückliegenden Tagen erstmalig wieder kollektiv auf dem Parkett. Der Kader von Trainer Farsin Hamzei hat in der bevorstehenden Saison schwere Aufgaben zu bewältigen, lange Fahrten zu absolvieren und trifft in der neu strukturierten Bundesliga auf namhafte Konkurrenz aus dem Norden und Westen Deutschlands. Der Rückzug des Ulmer Teams in die B-Gruppe sortiert das NBBL-Team von Science City Jena künftig in der Nordstaffel ein. Dementsprechend werden sich die jungen Thüringer im Spieljahr 2019/2020 mit dem Nachwuchs der Rostock Seawolves, der Hamburg Towers, der Young Rasta Dragons aus Quakenbrück und Vechta, dem TSV Bayer 04 Leverkusen, den Metropol Baskets Ruhr auseinanderzusetzen haben. Die kürzesten Fahrten ergeben sich durch die beiden Duelle gegen zwei Teams aus der Hauptstadt. Hier werden ALBA Berlin und die Spielgemeinschaft der AB Baskets Berlin die Jenaer U19 herausfordern. Während sich die ersten sechs Mannschaften in dieser Staffel für die Playoffs qualifizieren, steigen die beiden letzten Teams in die B-Gruppe ab.

„Wir müssen es nehmen wie es kommt und vor den längeren Fahrten einen Tag früher anreisen“, sagt Jenas Trainer Farsin Hamzei anlässlich der Saisonvorbereitung. „Die letzte Saison ist abgehakt. Deshalb werden und müssen wir ab jetzt nach vorn schauen“, so Hamzei. „Dass dies kein Selbstläufer wird, erklärt sich beim Blick auf die Namen der Konkurrenz, die sich bislang noch nicht konkret einschätzen lässt. Abgesehen vom sportlichen Wettbewerb der NBBL werden wir in der kommenden Saison zudem in der 2. Regionalliga auflaufen, um das Niveau auf einem, in diesem Altersbereich möglichst hohen Level zu etablieren. Diese Doppelbelastung wird uns ganz sicher in allen Bereichen zusätzlich fordern“, so Hamzei.

Gleich vier Leistungsträger hinterlassen im Jenaer NBBL-Kader eine keineswegs einfach zu schließende Lücke. So verabschiedeten sich Kristofer Krause, Melvin Jostmann, Benjamin Dizdar und Jan Philipp Becker altersbedingt aus der Jenaer U19-Mannschaft, die sich im zurückliegenden Spieljahr für die Playoffs qualifizieren konnte und im Viertelfinale sich erst nach großem Kampf dem späteren Deutschen Meister Bayern München beugen musste. „Abgesehen von Kristofer, der nach Ulm gewechselt ist, konnten sich die drei anderen Jungs für den Trainingskader unserer Herren empfehlen. Das spricht für ihr Potential und ihre Mentalität, die sie sich im Verlauf der letzten Jahre bei uns erarbeitet haben“, so Hamzei. „Dafür kommen jetzt einige der jüngeren Jahrgänge nach, die allerdings noch Zeit brauchen werden, um sich in diesem Altersbereich zu akklimatisieren. Der Abstand zwischen JBBL und NBBL ist schon erheblich und nicht zu unterschätzen. Unser Ziel ist und bleibt es, die Spieler individuell besser zu machen, den Klassenerhalt zu schaffen und auch in der 2. Regionalliga mit guten Leistungen zu überzeugen. Die Jungs sollen sich in Ruhe entwickeln, gleichermaßen mental wie physisch aber natürlich auch spielerisch wachsen“, sagt Hamzei. Während mit Vuk Radojicic und Lorenz Bank zwei bereits bekannte und etablierte Gesichter zu den zukünftigen Leistungsträgern der Jenaer NBBL-Auswahl gehören werden, darf sich Science City auf den 2,04 m großen Flügelspieler Vincent Hoffmann aus Crailsheim freuen. Der 17-Jährige kommt nach einer längeren, wachstumsbedingten Verletzungspause nach Thüringen und könnte für die Saalestädter den nötigen sportlichen Input liefern, der im Kampf um den Klassenerhalt erforderlich ist. „Vincent ist zu schnell gewachsen und gerade dabei, sich zu stabilisieren. Bei seinem Wechsel nach Jena haben die hervorragende medizinische Versorgung unseres Clubs sowie die sehr gute Infrastruktur bei Science City ganz sicher zu den wichtigsten Entscheidungskriterien gezählt“, so Hamzei.

Nachdem mit Oskar Franz, Johann Walter, Richard Völcker sowie den beiden spielstarken Linartas-Brüdern Adomas und Bartautas altersbedingt gleich fünf ehemalige JBBL-Vizemeister in die U19 aufrücken, um ihre Premiere-Saison in der NBBL zu absolvieren, wird das Quintett im kommenden Spieljahr jedoch noch Zeit benötigen, um sich im Wettbewerb der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga zurechtzufinden. Gut, dass mit Farsin Hamzei ein erfahrener und im Umgang mit jungen Spielern positiv einwirkender Charakter an der Jenaer Seitenlinie steht, der entsprechenden Einfluss auf die Entwicklung nehmen kann und wird.

PM: Science City Jena