Die Hauptrunde B ist in den Büchern, somit steht fest, wer die ersten Teams sind, die innerhalb der NBBL um den Aufstieg spielen. Eine weitere Premiere: ALBA BERLIN muss zum ersten Mal Federn lassen. Das und mehr im NBBL Review.

Es war wohl das Duell, welchem an diesem Spieltag die mit Abstand meiste Aufmerksamkeit zukam: Der bis dato ungeschlagene Tabellenführer der Hauptrunde A Nord, ALBA BERLIN hatte seinen unmittelbaren Verfolger, den TSV Bayer 04 Leverkusen, zu Gast. Trotz der engen Tabellenkonstellation schien die Favoritenrolle im Vorfeld bei den Hauptstädtern zu liegen. Dabei entwickelte sich von Beginn an eine enge Partie, welche vor allem defensiv geprägt war. Ganze 21 Punkte im ersten Viertel (12:9 für Leverkusen) bekamen die knapp 100 Zuschauer in der Max-Schmeling-Nebenhalle zu sehen. Auch in den nächsten beiden Abschnitten ein ähnliches Bild: Beide Teams taten sich offensiv extrem schwer, wobei das Gästeteam leichte Vorteile hatte. Über ein 28:21 zur Halbzeit konnte ein 13-Punkte-Vorsprung vor den finalen zehn Minuten herausgespielt werden. Nicht mehr als 29 Punkte hatte ALBA bis dato erzielt. Im vierten Abschnitt kippte jedoch das Momentum: Das Heimteam fand vor allem offensiv immer besser in die Partie und konnte nochmal verkürzen. Letzten Endes reichte es jedoch nicht mehr für das ganz große Comeback, sodass sich das Team von Trainer Vladimir Bogojevic erstmals in der laufenden Spielzeit geschlagen geben musste. An der Tabellenkonstellation ändert die Niederlage erstmals nichts, jedoch beträgt der Abstand beider Teams nur noch einen Sieg.

Somit ist die Porsche BBA Ludwigsburg, die das ursprünglich für dieses Wochenende geplante Duell mit Brose Bamberg / Tröster Breitengüßbach bereits Mitte Dezember erfolgreich gestalten konnte, dass einzig ungeschlagene Team in den beiden Hauptrunden A. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei liefern sich nach wie vor die beiden Teams aus München. Während sich die Internationale Basketball Akademie dank 21 Punkten und zehn Rebounds von Tristan da Silva mit 88:80 gegen die ROTH Energie Gießen 46ers durchsetzen konnte, hatte der FC Bayern München weit weniger Mühe. Mit 112:44 gelang ein ungefährdeter Auswärtserfolg bei den Nürnberg Falcons BC. Insgesamt acht Münchener konnten hierbei acht oder mehr Punkte erzielen.

Anders als in den Hautrunden A, in denen noch jeweils vier Spieltage zu absolvieren sind, stand dieses Wochenende der letzte Spieltag in den Hauptrunden B an. Somit sollte in einigen Gruppen die mit Spannung erwartete Entscheidung fallen, welche Teams sich die Chance auf die Playoffs sichern konnten und für welche Teams es nun um den Abstieg gehen soll.

In der Gruppe Nord-West waren die Uni Baskets Paderborn bereits vor dem Spieltag sicher für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Ihnen gleichgetan haben es die PHOENIX Hagen Juniors, die mit einem 81:74-Erfolg über die UBC/SCM Baskets Münsterland die Nerven behielten und so ebenfalls um die Playoffs mitspielen. Der undankbare, punktgleiche dritte Platz geht an die ART Giants Düsseldorf, die sich trotz eines 95:94-Sieges über die Eisbären Bremerhaven nicht für die Finalrunde qualifizieren konnten. Für sie geht es nun, ebenso wie für UBC/SCM Baskets Münsterland, die Baskets Juniors Oldenburg sowie die Eisbären Bremerhaven, in die Abstiegsrunde.

Bereits vor dem letzten Spieltag standen die beiden Erstplatzierten in der Gruppe Nord-Ost fest. Zum Abschluss kam es dabei sogar noch zum direkten Duell zwischen den Berlin Tiger Kreuzberg und den Dresden Titans. Anders als erwartet, verlief die Partie von Beginn an einseitig mit klaren Vorteilen für das Heimteam aus der Hauptstadt, welches sich letztlich mit einem 66:46-Erfolg den ersten Platz sichern konnten. Für die NINER CHEMNITZ ACADEMY, die Mitteldeutsche Basketball Academy, die Basketball Löwen Braunschweig und die BG Göttingen Juniors hingegen, geht es von nun an um den Abstieg.

Eine klare Angelegenheit auch in der Gruppe Südwest. Neben dem ungeschlagenen Team Südhessen, welches seine makellose Bilanz mit einem deutlichen Auswärtserfolg beim USC Heidelberg bestätigen konnten, stand auch ratiopharm ulm bereits im Voraus als Tabellenzweiter fest. Auch die Ulmer konnten den letzten Spieltag mit einem Auswärtssieg bei den RheinStars Köln siegreich gestalten. Neben Heidelberg und Köln geht es auch für die Young Gladiators Trier und das Team Bonn/Rhöndorf um den Klassenerhalt.

Im Südosten geht es für die Young Tigers Tübingen und die OrangeAcademy, die sich am letzten Spieltag noch gegenüberstanden, in die Aufstiegsrunde. Den ersten Platz konnte sich mit einem 91:73-Erfolg vor heimischer Kulisse das Team aus Tübingen sichern. Nicht ganz gereicht hat es hingegen für die HAKRO Merlins Crailsheim, die sich mit 74:62 gegen das TEAM URSPRING durchsetzen konnten. Trotz Punktgleichheit mit den beiden Erstplatzierten geht es für die Baden-Württemberger von nun an in der Abstiegsrunde weiter. Begleitet werden die Merlins vom TEAM URSPRING, dem TS Jahn München sowie der s.Oliver Würzburg Akademie.