Die ROSTOCK SEAWOLVES stehen zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte im JBBL-Finale! Im Halbfinale gegen TOP4-Gastgeber Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS siegten die Ostseestädter mit 70:62 (15:10 / 19:12 / 19:22 / 18:17). Topscorer bei den Rostockern war einmal mehr Saison-MVP Roy Krupnikas mit 30 Punkten, für Frankfurt kamen Julius Messer und Ivan Crnjac auf je 15 Punkte.

Es war ein verhaltener Start ins zweite JBBL-Halbfinale des Tages. Angesichts der prachtvollen Kulisse von 1.200 Zuschauern gingen sowohl TOP4-Gastgeber Frankfurt als auch die Seawolves gehemmt zu Werke. Rostocks Saison-MVP Roy Krupnikas kassierte früh sein zweites Foul (4. Minute) und tat sich schwer, in seinen offensiven Rhythmus zu kommen (Saisonschnitt 36 PpS). Auf der anderen Seite fand Frankfurt kaum Lücken in der Rostocker Abwehr und verlegte sich notgedrungen auf Distanzwürfe. Die fanden jedoch selten ihr Ziel, sodass es mit einem mageren 14:10 für Rostock ins zweite Viertel ging.

Hier änderte sich zunächst wenig: Der junge Skyliners-Nachwuchs mühte sich redlich, doch die Würfe wollten einfach nicht fallen. Auf der anderen Seite legte Rostock seine Zurückhaltung ab und zeigte sich im Gegensatz zu den Frankfurtern treffsicherer aus der Distanz. Mika Freitag traf von Downtown zum 26:16 (16) und kurz vor Schluss einen Step-Back-Dreier zum Halbzeitstand von 34:22 für die Seawolves. Die Hessen verwandelten in Hälfte eins nur zwei von 19 Dreierversuchen (11 Prozent), Rostock immerhin 35 Prozent (6/17).

Der verbissene Kampf ging auch nach dem Seitenwechsel weiter. Weder Frankfurt noch Rostock konnten sich offensiv positionieren, nach drei Minuten im dritten Viertel hatte erst ein Frankfurter Freiwurf sein Ziel gefunden (34:23, 23.). Gegen Ende des Viertels waren es wieder die Rostocker, die etwas besser ins Spiel fanden und mit einigen schönen Aktionen auf 48:37 (28.) davonziehen konnten. Vor dem Schlussviertel war Rostock auf die Siegerstraße eingebogen (53:44).

Doch natürlich gab sich Frankfurt bei seinem Heim-TOP4 noch längst nicht auf. Ein Dreier von Kenny Wefing zum 49:53 (31.) ließ die Hessen wieder vom Comeback träumen, doch Matthes Nilsen konterte eiskalt ebenfalls von Downtown (56:49). Krupnikas erhöhte auf 58:49 (33.), und die beiden Freiwürfe des jungen Litauers bedeuteten anschließend das 61:49 (35.). Die Hoffnungen der Frankfurter schwanden langsam, doch ein letzter Run musste noch drin sein: Dreier von Julius Messer zum 52:62 (37.), Dreier von Messer zum 55:62 (38.), Dreier von Ivan Crnjac zum 58:63 (39.) – Frankfurt war auf einmal wieder in Schlagdistanz! Dann jedoch holte JBBL-MVP Roy Krupnikas die Hessen aus allen Träumen: Sein Vier-Punkte-Spiel zum 67:58 1,24 Minuten vor dem Ende machte alle Comeback-Hoffnungen der Eintracht zunichte. Am Ende gewannen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 70:62 und zogen ins JBBL-Finale ein, in dem morgen Vormittag um 11 Uhr ratiopharm ulm wartet. Den Hessen brach ihre schwache Dreierquote das Genick: Nur neun von 37 Würfen (24 Prozent) fanden ihr Ziel. 

 

Scouting

 

PM: NBBL gGmbH / JF

Fotos: Lars Wiedekind