Ratiopharm ulm ist JBBL-Meister 2022! Die jungen Ulmer gewannen beim TOP4 in Frankfurt das Finale gegen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 99:85 (34:19 / 23:19 / 24:18 / 18:29). Bester Scorer der Ulmer war Joel Cwik mit 26 Punkten; Cwik wurde dann auch zum TOP4 MVP gekürt. Für Vizemeister Rostock kam Roy Krupnikas auf starke 43 Punkte.

Die Ulmer legten los wie die sprichwörtliche Feuerwehr: 5:0 hieß es nach 37 Sekunden, was Rostock schon zu seiner ersten Auszeit animierte. Sie half nicht viel, denn Ulm war „heiß“: Jordan Müller traf einen Dreier zum 11:2, Joel Cwik erhöhte auf 13:2, Rostock verlor beim Einwurf den Ball – die Seawolves schienen anfangs wie paralysiert. Als Cwik mit einem Dreier auf 25:4 (7. Minute) erhöhte, schien den Ostseestädtern ein Debakel zu drohen. Carlo Schult verkürzte dann für Rostock von Downtown auf 7:27 (7.), und das schien die Seawolves aufzuwecken. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft, die endlich begann, Ulm Paroli zu bieten und physisch zu verteidigen. Ein Dreier von Roy Krupnikas zum 32:15 (9.) brachte den Rückstand in erträgliche Grenzen, zur Viertelpause hieß es 34:19. ratiopharm war in allen Belangen überlegen, aber Rostock hatte sein Kämpferherz entdeckt.

Das zweite Viertel gestaltete sich wesentlich ausgeglichener als der Start: Eric Reibe erhöhte mit einem Drei-Punkt-Spiel auf 39:22, Mika Freitag antwortete wenig später mit einem Dreier zum 27:43 (15.). Dass die Seawolves das Finale mit Ehrgeiz angingen, konnte man an der Tatsache ablesen, dass Topscorer Krupnikas – anders als im gestrigen Halbfinale gegen Frankfurt – keine Verschnaufpausen bekam und die erste Hälfte fast durchspielte. Er kam bis zur Pause schon 21 Punkte, für Ulm legte Joel Cwik ebenfalls 21 Zähler auf, Eric Reibe hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon elf Rebounds eingesammelt. Beim Stand von 57:38 wurden die Seiten gewechselt.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte gefielen die Ulmer mit der durchdachteren Spielanlage. Das Leder lief geduldig durch die eigenen Reihen, bis der freie Mann gefunden war. Doch Rostock spielte nun mit: Zwei Dreier von Mika Freitag bedeuteten das 66:50 (24.), Jordan Müller konterte ebenfalls aus der Distanz zum 69:50 (25.). Kurz darauf kassierte Mika Freitag, neben Krupnikas bester Scorer der Seawolves, sein viertes Foul und musste fortan vorsichtiger in der Defense zu Werke gehen. Die Ulmer bauten ihren Vorsprung nun wieder kontinuierlich aus, auch wenn Krupnikas ab und an Nadelstiche wie seinen Dreier zum 56:79 (29.). Trotzdem war beim Stand von 81:56 nach 30 Minuten eigentlich nur noch die Höhe des Ulmer Sieges fraglich.

Dass Ulm das Spiel weiterhin Ernst nah, bewies die Tatsache, dass Headcoach Jochen Lotz zu Beginn des letzten Viertels seine beiden Go-toGuys Cwik und Reibe brachte. Nach und nach wechselte Lotz dann seine zweite Fünf ein, die Entscheidung war schließlich gefallen – oder doch nicht? Die Seawolves gefielen sich in der Rolle des Partycrashers, sendeten gleich eine ganze Reihe von Dreiern durch die Ulmer Reuse und verkürzten den Rückstand zweieinhalb Minuten vor Schluss auf elf Punkte (79:90). Lotz war mit der Performance seiner Jungs überhaupt nicht einverstanden und wechselte kurzerhand wieder seine Erste Fünf ein, die den Sieg dann über die Zeit brachten. Ratiopharm ulm gewinnt mit 99:85 gegen die ROSTOCK SEAWOLVES und gewinnt die JBBL-Meisterschaft 2022.

 

 

 

 

 

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