Hoch erhobenen Hauptes verlassen die Metropol Baskets Ruhr die Division A der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) mit den 16 besten U19-Mannschaften Deutschlands. Nach der dramatischen 94:96 (85:85, 41:41)-Niederlage bei den Rostock Seawolves steht der Abstieg in die Division B für die Ruhrgebiets-Auswahl auch theoretisch fest. Aber der Auftritt beim Tabellenvierten an der Ostsee bewies: Die Moral bei den weiterhin sieglosen Metropol Baskets Ruhr stimmt.

Das Kooperationsteam von Citybasket Recklinghausen, VfL AstroStars Bochum, ETB SW Essen und FC Schalke 04 sowie den Juniorpartnern BSV Wulfen, Sterkrade 69ers und LippeBaskets Werne stand in Rostock kurz vor dem ersten Saisonsieg. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit führte die Mannschaft von Thorsten Morzuch und Petar Topalski noch mit 85:78, um dann doch noch den Ausgleich zum 85:85 zu kassieren. In der fünfminütigen Overtime wechselte dann die Führung ständig. Beim 95:92 für Rostock wenige Sekunden vor Ende setzte Lennard Kaprolat zum Drei-Punkte-Wurf an und traf. Doch der Recklinghäuser stand dann doch mit einer Fußspitze auf der Dreier-Linie. Statt 95:95 hieß es nur 95:94. Metropol hatte die zweite Overtime verpasst, musste schnell foulen und kassierte einen letzten Freiwurf. So nah war die U19 der Metropol Baskets in dieser Saison noch nicht am ersten Saisonsieg. Das Hinspiel in Essen hatte MBR mit 77:88 verloren.

Auf Bitten der Rostocker Gastgeber hatte Metropol zugestimmt, das Spiel eine halbe Stunde früher zu beginnen. Ein Bus von Athletic Sport Sponsoring aus Essen (//www.ass-team.net) hatte das halbe Metropol-Team schon am Samstag bis Warnemünde gebracht, der zweite Teil reiste am Sonntag frühmorgens mit einem Bus der Sterkrade 69ers hinterher. Und am Sonntagmittag entwickelte sich ein Match auf Augenhöhe. Das erste und vierte Viertel gewannen die Gastgeber, das zweite und dritte die Gäste. Mit einem 67:70-Vorsprung ging Metropol ins Schlussviertel, doch am Ende fehlten Zentimeter am Erfolg.

Da das JBBL-Team der Metropol Baskets Ruhr, die Metropol YoungStars, in der U16-Bundesliga zum fünften Mal in Folge die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft erreicht haben, ist das Metropol-Projekt zuversichtlich, in der kommenden NBBL-Saison in der Division B eine gute Rolle zu spielen. In der laufenden NBBL-Saison steht noch das letzte Auswärtsspiel am kommenden Sonntag in Leverkusen an. Im März folgen die beiden Heimspiele gegen die früheren Deutschen Meister Artland Young Dragons und Alba Berlin. Die Reisestrapazen mit Auswärtsspielen zweimal in Berlin, in Jena, Hamburg und Rostock sind seit Sonntag geschafft.

Metropol: Luca Michels (26/5, 8 Rebounds), Matej Silic (1), Tim Müller, Valentin Bredeck (10, 5 Assists), Malte Klatt (10), Lennard Kaprolat (20/3), Felix Landwehr, Ben Böther (11/3), Lasse Bungart (12/2), Tarik Jakupovic (4, 9 Rebounds), Maurice Penda.

Bildunterschrift: Beim 85:85 ging es für Metropol und Kapitän Lasse Bungart (r.) in die Verlängerung.
Foto: Heike Kaprolat

 

PM: Metropol Baskets Ruhr