Im letzten Spiel platzte der Knoten!  13 Niederlagen hatten die Metropol Baskets Ruhr in der Division A der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) in Serie kassiert. Der Abstieg in die Division B der NBBL stand schon seit Wochen fest. Und trotzdem glaubte die Mannschaft von Thorsten Morzuch, Petar Topalski und Maximilian Steeb immer an sich. Zu Recht! Denn am letzten Spieltag der NBBL.-Hauptrunde platzte der Knoten. Im Duell der beiden Absteiger gewann Metropol am Sonntag in der Bochumer Rundsporthalle mit 101:98 (58:46) gegen die Young Rasta Dragons aus Vechta und Quakernbrück. Die Niedersachsen treten zusammen mit der Ruhrgebiets-Auswahl den Gang in die Division B an.

In der Saison hatte es für das Kooperationsteam von Citybasket Recklinghausen, ETB SW Essen, VfL AstroStars Bochum und FC Schalke 04 sowie der Juniorpartner BSV Wulfen, Sterkrade 69ers und LippeBaskets Werne das ein und andere Mal nurv hauchdünn nicht zum Sieg gereicht. Das war am Sonntag anders. Auch ein 5:12-Rückstand nach vier Minuten brachte Metropol nicht aus dem Tritt. Schon nach dem ersten Viertel führten die Gastgeber 28:22 und bauten diese Führung bis zur Halbzeitpause auf 58:46 aus. Offensiv trafen Luca Michels und Matej Silic 8 ihrer 11 Dreier-Versuche, beide Guards hatten zur Pause 34 Punkte markiert. In der Defense arbeitete Metropol als Kollektiv, glich mit Einsatzwillen das Fehlen von Stammcenter Tarik Jakupovic aus. Am Ende gewann MBR das Reboundduell 47:43 – wichtig für den Sieg.

Denn im dritten Viertel nahm sich die Ruhrgebiets-Auswahl eine nicht eingeplante Verschnaufpause. Nach dem 66:52 (24.) holten plötzlich die Niedersachsen Punkt für Punkt aus und gingen duirch einen Dreier von Moritz Dresing (17 Punkte) dann tatsächlich mit 71:72 vor dem letzten Viertel in Führung. Das war Motivation für Metropol, denn unter allen Umständen wollte sich das Team um Kapitän Lasse Bungart (mit 11 Punkten und 10 Rebounds mit einem Double Double in seinem letzten NBBL-Spiel) erfolgreich aus der Division A verabschieden. Nun übernahmen die Führungsspieler bei Metropol Verantwortung: Lennard Kaprolat und Matej Silic mit hundertprozentriger Quote an der Freiwurflinie, Luca Michels mit weiteren drei Dreiern – der Essener war mit 36 Punkten bester Metropol-Werfer – und Lasse Bungart mit zwei wichtigen Dreiern sicherten offensiv den Sieg. Die Jung-Center Laurits Wilke und Maurice Penda (10 Rebounds in 12 Spielminuten) arbeiteten hart unter den Körben. Und zum Saisonende jubelte Metropol. Daran konnte auch der überragende Fynn Aumann (41 Punkte/9 Rebounds) aud Dragons-Seite nichts ändern.

Das Team widmete diesen Erfolg ihrem ehemaligen Trainer Pit Lüschper, für den vor dem Spiel ligaweit eine Gedenkminute abgehalten wurde, sowie ihrem im Juli verstorbenen Teamkameraden Nils Charfreitag. Eine Saison lang trug die U19 von Metropol in Erinnerung an ihren Center Trauerflor, hatte bei jedem Spiel einen Stuhl im Bankbereich mit dem Trikot von Nils Charfreitag reserviert. Der Halterner, der im Sommer mit nur 16 Jahren verstarb, war bei jedem Spiel dabei – und eben auch beim ersten und einzigen Saisonsieg.

Metropol: Luca Michels (36/8), Matej Silic (22/3, 9 Rebounds), Laurits Wilke (2), Malte Klatt (2), Niels Meesmann, Magnus Langkau (4), Lennard Kaprolat (16/1, 4 Steals), Felix Landwehr, Nils Kettling, Lasse Bungart (11/2, 10 Rebounds), Tim Müller (2) und Maurice Penda (6, 10 Rebounds).

 

Bildunterschrift: Den Sieg widmeten die Metropol Baskets Ruhr den in dieser Saison Verstorbenen: Ex-Trainer Pit Lüschper und Mannschaftskamerad Nils Charfreitag.

 

PM: Metropol Baskets Ruhr