Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

Metropol: Erste bittere Niederlage durch Buzzerbeater

Das JBBL-Team der Metropol Baskets Ruhr musste am vergangenen Samstag die erste Niederlage hinnehmen. Das Gastspiel bei den Hittfeld Sharks ging mit 86:84 verloren. Erst mit dem letzten Wurf entschied Max Hankotius das Spiel für sein Team, verloren haben es die Metropol Baskets allerdings schon vorher.

Denn von Beginn an wies die Metropol-Defensive große Lücken auf. Center Moritz Kröger hatte leichtes Spiel unter den Körben, kam immer wieder zu Offensivrebounds und einfachen Punkten. Auch in der Transition-Defense begann das Stachula-Team erst zu spät mit der Arbeit. So bekamen auch die anderen Sharks-Akteure ihre Chancen und die Hamburger übernahmen die Führung im ersten Viertel. Auch im zweiten Viertel blieben Verteidigung und Rebound eine Baustelle. Dazu kam, dass der Gegner durch viele Pfiffe oft an die Freiwurflinie geschickt wurde. Die Ruhrpott-Offensive kam aber besser in Schwung, Patrick Liebert und Andreas Altekruse fanden eine gute Scoring-Mischung aus Drives und Würfen. Zur Halbzeit lag man mit 41:39 vorne, konnte aber keinesfalls zufrieden sein. Der Hamburger Big Man Kröger hatte schon jetzt ein Double-Double aus Punkten und Rebounds auf dem Scouting stehen.

Die Pause schien der Revierauswahl gut zu tun – mit verbesserter Einstellung kam das Team von Philipp Stachula und Pit Lüschper aus der Kabine. Luca Michels war mehrfach von außen erfolgreich und startete einen starken Lauf, der mit dreißig erzielten Punkten im dritten Viertel enden sollte. Die Sharks schien das Glück im Abschluss verlassen zu haben. Zur letzten Pause lagen die Gäste aus NRW mit 17 Punkten vorne. Im vierten Viertel zeigte sich den rund 100 Zuschauern in Hittfeld dann nochmal ein anderes Bild. In den ersten drei Minuten schrumpfte der Vorsprung auf nur noch fünf Punkte. Sharks-Guard Matteo Boerries kam besser ins Spiel, auch Julius Quandt und der weiterhin starke Kröger brachten die Metropol Baskets in arge Probleme. So gelang es dem Kontrahenten aus dem Norden kurz vor Schluss durch einen Dreier von Tjark Lademacher wieder in Führung zu gehen. An der Freiwurflinie brachten Lennard Kaprolat und Patrick Liebert die Führung jedoch vier Sekunden vor Schluss wieder zurück. Der letzte Wurf gehörte den Sharks. Der bislang schwache Max Hankotius bekam den Ball oben an der Birne, drückte ab, und traf den Dreier direkt ins Herz der Metropol Baskets.

Ein bitteres Ende, das aber hätte im Vorhinein vermieden werden können. „Wir haben in den zehn Minuten zuvor einen großen Vorsprung verspielt. Da hätten wir früher den Schalter wieder umlegen müssen“, resümiert Head Coach Philipp Stachula. Die Sharks bewiesen Moral, kämpften sich zurück, und bleiben am Ende das einzige ungeschlagene Team der JBBL-Hauptrunde Nordwest. Hamburg war der erste Gegner, der die Schwächen bei Verteidigung und Rebound gnadenlos ausnutzte. Zudem war das Team wesentlich eingespielter als bei den Testspielen im Sommer. Nun gilt es für die Ruhrgebietstalente, die bittere Niederlage aufzuarbeiten und in den zwei verbleibenden Spielen dieses Jahr verbessert aufzutreten. Kommenden Sonntag empfängt man in der Essener Helmholtzhalle die Uni Baskets Paderborn, eine Woche später geht es zum zweiten Mal nach Vechta.

Metropol: Michels (20), Liebert (21), Albers (0), Obradovic (0), Altekruse (12), Silic (dnp), Kaprolat (14), Severing (dnp), Pobric (6), Vasiliu (7), Dallinga (4), Klenn (dnp)

 

PM: Metropol Baskets Ruhr

Foto: Dirk Unverferth (Anhang)

28.11.2017|
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