Das war ein Auftakt nach Maß! Mit einem 68:59 (27:32)-Auswärtssieg bei den RheinStars in Köln starteten die Metropol Baskets Ruhr in die neue Saison der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL). Mit einem bärenstarken Schlussviertel drehte das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen das Match und sicherte sich die ersten Punkte der Saison. Zur Heimpremiere gegen BBT Göttingen am kommenden Sonntag (12 Uhr, Vestische Arena Recklinghausen) hoffen die Metropol Baskets Ruhr nun auf eine volle Halle. Göttingen startete mit einem 58:51-Heimsieg über die Phoenix Hagen Youngsters in die Saison, Gruppen-Favorit Giants Düsseldorf stolperte völlig überraschend bei Bayer Leverkusen mit 62:73.

Lange Zeit sah es im Kölner Apostelgymnasium nicht nach einem Sieg der Ruhrgebietsauswahl aus, nahezu die gesamte erste Halbzeit führten die Gastgeber. Doch das Metropol-Trainerduo Philipp Stachula und Pit Lüschper prophezeite schon zur Pause: „Hier geht was – wenn wir intensiv spielen.“ Im ersten Viertel waren die Gäste aus dem Ruhrpott noch nicht wirklich wach. Das 23:17 nach zehn Minuten sollte aber das einzige Viertel bleiben, das die Kölner gewinnen konnten. Sieben Metropol-Ballverluste waren zu viel in diesem Spielabschnitt. Die fehlende JBBL-Erfahrung war den Akteuren anzumerken. Und im Vergleich zu den Testspielen war die Intensität auf dem Court noch einmal deutlich höher – der Punktekampf hat begonnen. Im zweiten Viertel konnte Metropol nicht wirklich den Hebel umlegen, dennoch ging dieser Abschnitt mit 10:9 an das Stachula-Team. Aber der Halbzeit-Rückstand von 27:32 stand erst einmal auf dem Bogen.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten dann die Gäste. Punkt für Punkt knabberten sich die Metropol Baskets heran, verteidigten jetzt noch härter. Center Jan Philipp Wüllrich war mit seinem Einsatz das Vorbild für den Rest des Teams, warf sich auf jeden freien Ball. „Das war harte, harte Arbeit. Aber wir haben dadurch das Spiel gewonnen“, konstatierte nach der Partie Pit Lüschper. Beim 37:37 gelang der erste Ausgleich seit langem, schnell führten die RheinStars wieder 45:39. Doch beim 45:43 nach drei gespielten Vierteln hatten die Metropol Baskets den Anschluss hergestellt.

Das letzte Viertel sollte dann über Sieg und Niederlage entscheiden. In der 36. Minute war beim 51:51 noch nichts entschieden. Doch dann kam der spielentscheidende Zwischenspurt der Metropol Baskets Ruhr. Auf 59:51 setzten sich die Stachula-Jungen ab, eine 10:0-Serie hatte sie aufs Parkett gelegt. Fortan versuchten die Gastgeber nur noch mit „stop-the-clock“-Fouls die Uhr anzuhalten und das Spiel zu drehen. Aber Metropol-Topscorer Till Hornscheidt schraubte an der Linie sein persönliches Punktekonto auf 30 Zähler – Ligabestwert in der Gruppe West. Bestnoten verdiente sich in der Schlussphase auch Lennard Kaprolat mit seiner starken Verteidigung. Insgesamt 31 Kölner Ballverluste provozierten die Metropol Baskets. Letztlich war es ein Erfolg des Metropol-Kollektives. Das freut sich nun auf die Heimpremiere in der Vestischen Arena. Seit Sonntagabend läuft die Vorbereitung auf Gegner BBT Göttingen. Aufgrund der Herbstferien in NRW können Stachula/Lüschper noch eine zusätzliche Trainingseinheit in den Plan aufnehmen. Das Metropol-Team hofft am Sonntag auf lautstarke Unterstützung von den Rängen, setzt dabei auch auf die ehemaligen Metropol-Aktiven.

Metropol Baskets Ruhr: Paul Sundheim, Patrick Liebert (5/1), Tidjane Sow (2), Luca Michels, Robin Danes, Till Hornscheidt (30), Lennard Kaprolat (2), Malte Thimm (11), Noah Wierig (4, 6 Reb.), Wesley Knaup, Nils Charfreitag (6) und Jan Philipp Wüllrich (8, 8 Reb.).

Foto: Nach dem Sieg in Köln feiern die Metropol Baskets Ruhr im Spielerkreis auf der Spielfeldmitte.

 

PM: Metropol Baskets Ruhr