Der Wiedereinstieg ist geglückt: Die Summer-League beendete nicht nur die unfreiwillige Wettkampfpause der Teams der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA), sie lieferte auch wertvolle Erkenntnisse für die kommende Saison.

Einen wilden Ritt durch das Sommerturnier legte die JBBL-Mannschaft von Trainer Marcus Brambora hin. Der Sieg bei Science City Jena (95:86) sticht ebenso hervor wie zwei fürchterliche Ohrfeigen in Chemnitz (57:134) und gegen Gotha (59:120). „Da hatten wir körperlich nichts entgegenzusetzen und sind überrannt worden. Dazu kamen viel zu viele Fehler“, erklärt Brambora.

Ungelegen kamen diese Ergebnisse aber nicht, denn aus Niederlagen lässt sich nun mal deutlich mehr lernen als aus Siegen. Schon im Training habe die Intensität und Aggressivität in der Verteidigung gefehlt, sagt Brambora. Das Punkten ging dadurch leicht von der Hand und rief bei seinen Spielern den trügerischen Eindruck hervor, in der Offensive schon richtig weit in der Entwicklung zu sein. Beim Sieg in Jena, deren Team ebenso wie die MBA aus jüngeren JBBL-Akteuren bestand, zeigten die Brambora-Schützlinge, dass sie im Angriff gute Lösungen finden können, wenn der Verteidigungsdruck des Gegners nicht so hoch ist.

Und noch eine Erkenntnis gewann Brambora: Auch in der kommenden Saison kann der Weg zum Erfolg nur über die mannschaftliche Geschlossenheit führen, denn überragende Einzelkönner fehlen. „Das muss aber kein Nachteil sein – im Gegenteil“, sagt Brambora, der seine Mannschaft nach einer zweiwöchigen Urlaubspause Mitte August wieder zum Training bittet. Er plant mit einem Trainingskader von knapp über 20 Spielern.

Summer-League, JBBL, Gruppe Ost: 

Dresden Titans – MBA 58:64 

MBA – ACT Kassel 66:102 

Niners Chemnitz – MBA 134:57 

Science City Jena – MBA 86:95 

MBA – Rockets Gotha 59:120

Eine starke Entwicklung legte das NBBL-Team im Laufe der Summer-League hin. Schon bei der Auftaktniederlage gegen Chemnitz (58:71) zeigte die MBA gute Ansätze, agierte aber „ein bisschen zu ängstlich“, wie es Jannik Luster formuliert, der den erst zum 1. August einsteigenden Werner Gorsky an der Seitenlinie vertrat. In Erfurt diktierte die MBA trotz kurzer Rotation von Beginn an das Geschehen und erspielte sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von knapp 20 Zählern. Mit ein paar wilden Würfen robbten sich die Thüringer in der Schlussphase zwar noch einmal heran, ernsthaft gefährden konnten sie den 68:64-Sieg der MBA aber nicht mehr.

Ihren besten Auftritt hoben sich die Luster-Schützlinge dann für das Duell gegen den Rivalen Science City Jena (77:69) auf, der eine Woche zuvor noch die Dresden Titans mit fast 70 Punkten Vorsprung aus der Halle gefegt hatte. „Wir haben mit viel Energie und großem Selbstbewusstsein gespielt, dazu taktisch diszipliniert“, erklärt Luster den unerwarteten Sieg, der trotz des Fehlens einiger Leistungsträger gelang. Gorsky hat nun die schwierige Aufgabe, aus einem großen Reservoir an überzeugend auftretenden Spielern den Kader für die kommende NBBL-Saison zu kreieren. „Ich beneide Werner da nicht“, sagt Luster. Gorsky wird sich bei der Auswahl auch auf die Eindrücke Lusters und das Videostudium vom Jena-Spiel stützen. Mitte August startet der neue MBA-Coach mit seinem Team in die Saisonvorbereitung, der Auftakt in JBBL und NBBL ist für Anfang Oktober vorgesehen.

Summer-League, NBBL, Gruppe Ost: 

MBA – Niners Chemnitz 58:71 

Basketball Löwen Erfurt – MBA 64:68 

MBA – Science City Jena 77:69

 

PM: MBA