Die Stimmung der U16- und U19-Mannschaften der Porsche Basketball-Akademie könnte aktuell wohl kaum besser sein: Während die Schützlinge von Ross Jorgusen am Sonntag (08.03, 12:30 Uhr) mit einem Heimspiel in die Playoff-Serie gegen Gießen starten, beendete das U19-Team die Hauptrunde am Donnerstagabend mit einem historischen 88:62-Erfolg gegen Bayreuth. 

Die Vorrunde und die Hauptrunde sind seit einigen Wochen ebenso wie die Gruppenphase der European Youth Basketball League beendet, das absolute Highlight steht nun bevor: Die U16-Jungs starten an diesem Wochenende in die Postseason der Jugend Basketball Bundesliga – und haben sich viel vorgenommen. Denn spätestens seitdem die Austragung des TOP4 in der MHPArena feststeht, hat die Porsche Basketball-Akademie die Mission „Finale drhoim“ ausgerufen. Beide Mannschaften möchten an der Endrunde im eigenen Wohnzimmer teilnehmen. Für das Team von Ross Jorgusen gilt es auf dieser Mission drei Playoff-Serien zu überstehen. Die erste und wichtigste Serie ist dabei die am Sonntag beginnende in welcher sich die Schwaben mit der Roth Energie BBA GIESSEN 46ers messen werden. 

Die Mittelhessen qualifizierten sich über Vorrunden-Gruppe fünf mit einer 5:1-Bilanz für die Playoffs, mussten in der zurückliegenden Hauptrunde (Gruppe drei) aber mehr und mehr abreißen lassen, weshalb sie diese mit drei Siegen und sieben Niederlagen nur auf dem fünften Tabellenplatz beendeten. Marcus Krapp und sein Team möchten nun aber auch ohne den Heimvorteil das Weiterkommen bewerkstelligen. Selbes Ziel verfolgt die Porsche Basketball-Akademie, die in der vergangenen Spielzeit in Sechzehntel-, Achtel- und Viertelfinale gleich dreifach ohne den Heimvorteil auskommen musste und dennoch nur haarscharf an der TOP4-Teilnahme vorbeischrammte. Gegen Gießen soll es nun von Beginn an mit dem Heimvorteil im Rücken funktionieren, der Playoff-Auftakt siegreich gestaltet werden. 

Bei diesem Unterfangen gilt es vor allem Topscorer Tristan Göbel (15.1 PpS, 8.3 RpS) und Vincent Stöckel (3.4, 4.9) vom Korb fernzuhalten: Die beiden Big Men sind die körperlich größten Akteure im Gießener Kader – und werden Luis Nonfon, Ruben Ritter und Vincent Zurawski beim Kampf um den Rebound mit Sicherheit vor eine Herausforderung stellen. Prunkstück des hessischen Aufgebots sind unterdessen die nominellen Flügelpositionen. Mit Philipp Becker (12.3), David Sann (7.3) und Christopher Hergert (10.5) sind hier drei der fünf gefährlichsten Korbjäger beheimatet. Hinzu kommt, neben Göbel, Point Guard Dusan Nikolic (7.9). Der 15-Jährige zeichnet sich gemeinsam mit Noah Sann für den Spielaufbau zuständig. Das Duo bildet entsprechend den Konterpart für Ognjen Veljkovic, Christopher Zeitz und Nick Stöckle. 

Die Gewissheit, ob alle Rechenspiele, Eventualitäten und Evaluierungen schlussendlich auch zutreffen, wird sich letztendlich dann aber erst am Sonntag zeigen: Das komplette Ludwigsburger Team ist bis in die Haarspitzen motiviert und möchte mit einem Sieg bereits im ersten Spiel die Weichen in Richtung Weiterkommen stellen.     

Infos

Porsche Basketball-Akademie vs. Roth Energie BBA GIESSEN 46ers

Sonntag, 08.03.2020, Tip-Off 12:30 Uhr

Rundsporthalle, Kurfürstenstraße 23, 71636 Ludwigsburg

 

Im kurzfristig um zwei Tage vorverlegten Duell gegen die bereits als Absteiger feststehenden TenneT young heroes benötigten die Ludwigsburger rund zehn Minuten, um ihren Rhythmus aufzunehmen. Die Bayreuther Gäste, die sich über die kompletten 40 Minuten stark präsentieren sollten, nutzen den fehlenden Fokus der Hausherren aus und erarbeiteten sich eine etwas überraschende Viertelführung (13:19, 10. Spielminute). 

Angeführt von Ariel Hukporti, der abermals ein Double-Double markierte, drehte die Porsche BBA dann im zweiten Spielabschnitt zunehmend auf: Die Hausherren agierten konzentrierter, standen defensiv gut und wendeten binnen weniger Angriffe das Blatt vollkommen. Auch John Dieckelman konnte mit seinen Auszeiten hier nicht entgegensteuern, weshalb sich die Schwaben mit einer deutlichen 44:29-Führung in die Halbzeitpause verabschiedeten (20.). 

Nach dem Seitenwechsel sollte der Fokus dann keinesfalls ausbaufähig sein: Die Schützlinge von David Gale brachten die notwendige Energie auf das Parkett der Rundsporthalle, blieben jederzeit Herr der Lage und bauten ihren Vorsprung noch ein Stück weiter aus, sodass die Partie bereits zur Mitte des dritten Spielabschnitts entschieden war. Entsprechend sollte im vierten Viertel nichts mehr anbrennen. 

Während Ludwigsburg rotierte, seine spielerische Klasse aber nur noch selten in Korberfolge ummünzte, verabschiedete Bayreuth sich hoch erhobenen Hauptes aus der A-Division der U19-Bundesliga – und bildete einen würdigen Gegner für die Ludwigsburger Party. Diese brach sich nach Spielende kurz Bann: Gale und seine Schützlinge bejubelten die historische Bilanz (14 Spiele, 14 Siege) zum Abschluss der Hauptrunde, sehen sich aber noch lange nicht am Ziel, sodass die vorhandenen (Titel-)Ambitionen den Eintrag in die Vereinschroniken in wenigen Wochen noch einmal überdecken sollen. 

Stats

Tyreese Blunt 12 Punkte/6 Rebounds, Ariel Hukporti 12/10, Johannes Patrick 11/5/6 Assists, George-Cristian Cotoara 10/5, Lukas Herzog 9/3/8, Paul Minjoth 9, Jacob Patrick 8, Marko Tucic 6/7, Tom Horner 6, Radii Caisin 5/6, Edonis Paqarada und Raphail Chatzidamianids. 

 

Bildunterschrift: Johannes Patrick und das U19-Team feierten gegen Bayreuth den 14. Erfolg im 14. Spiel. Patrick trug hierzu 11 Punkte, 6 Assists und 5 Rebounds bei.
Foto: Pressefoto Baumann

 

PM: MHP RIESEN Ludwigsburg