Im vorletzten Spiel der Hauptrunde, am vergangenen Sonntag, empfing die U19 der RheinStars, das bisher sieglose NBBL Team der Young Gladiators aus Trier. Das Hinspiel war äußerst einseitig zu Gunsten der Kölner ausgefallen und deshalb ging auch diesmal jeder von einem klaren Sieg für die Gastgeber aus. Obwohl der Kader durch Verletzungen auf nur 9 Spieler dezimiert wurde, wähnte man sich in Sicherheit…

Und tatsächlich: In den Anfangsminuten lief aus Kölner Sicht alles glatt. Trier offenbarte, wie auch schon im Hinspiel, riesige Lücken in der Defense, die den Hausherren durch einfache Cuts und ein paar gute Pässe schnelle Punkte bescherten. Nach nur 4 Minuten stand es deshalb 11:0 und alles deutete auf einen Blowout hin. Doch der Tabellenletzte ließ sich von diesem miserablen Start nicht beeindrucken und schaltete gleich ein paar Gänge hoch.

Vor allem das Verteidigen von Dreiern und das Laufen von Closeouts war schon die ganze Saison über eine Schwäche der Kölner gewesen, eine Schwäche, die die Gäste im restlichen ersten Viertel eindrucksvoll aufzeigten. Mit 4 Dreiern in 4 Minuten kämpfte sich Trier ganz schnell wieder ran und die überrumpelten Kölner sahen tatenlos zu wie ihre Führung dahinschmolz.

Zu Beginn des zweiten Viertels stand es 18:18 und als wäre das nicht genug gewesen, setzte Trier noch einen drauf und ergriff sogar zwischenzeitlich die Führung. Erst nach einer Auszeit schaffte es der Favorit sich zu sammeln. Aber selbst nach dieser, blieb das Spiel der RheinStars zäh. Obwohl sie den Gegnern individuell und körperlich überlegen waren, hatten sie Schwierigkeiten sich in der Zone durchzusetzen und ihre teils sehr guten Chancen zu verwerten. Trier hingegen nahm aufgrund ihrer Unterlegenheit am Brett, in der ersten Halbzeit 12 Zweier-Versuche weniger, aber war dank besserer Effizienz im Abschluss und beim Dreier, trotzdem nur mit einem Punkt hinten.

Klar war also: In der zweiten Hälfte mussten die Domstädter versuchen effektiver abzuschließen und sich durch Fastbreaks einfache Möglichkeiten zu schaffen. Zumindest die Sache mit den Fastbreaks funktionierte auch auf Anhieb. Wie in einem deja vù der ersten paar Spielminuten, überrollte Köln die Besucher und ging auf einen 16 zu null Lauf, der hauptsächlich durch zahlreiche Steals und die daraus resultierenden Schnellangriffe ermöglicht wurde. Doch auch hier hätte die Chancenverwertung besser sein können, viele einfache Würfe in Korbnähe konnten nicht verwandelt werden und meist ging auch der zweite Versuch daneben. Möglichkeiten gab es durch die 15 Offensiv Rebounds des dritten Viertels genug, und deshalb ging dieser Abschnitt auch trotz schlechter Ausbeute klar nach Köln. Mit einer 19 Punkte Differenz schien das Spiel dann für beide Teams nach 30 Minuten gelaufen. Im vierten Viertel bot sich den Zuschauern ein unspektakulärer Abschluss zu einem glanzlosen Sieg der RheinStars. Weiterhin holte Köln die meisten Rebounds, doch weiterhin gab es Probleme beim Abschluss. Trier blieb grösstenteils ideenlos, doch Köln ließ unnötige Punkte liegen.

Alles in allem war die Darbietung der Nachwuchsmannschaft nicht sehr erbaulich. Ein Sieg wurde erwartet und alles andere wäre aufgrund der Tabellenplatzierung und der individuellen Überlegenheit des Favoriten auch eine herbe Enttäuschung gewesen. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit konnte man sich jedoch wenigstens noch vor einer Blamage retten. Zwei Punkte bleiben immerhin zwei Punkte und mit denen ist man nun den Playoffs schon wieder ein Stück näher.

Coach Platon Papadopoulos zum Spiel: Es war kein schönes Spiel. Wir haben uns schwer getan, nach dem guten Start ins Spiel, die Intensität und die Aufmerksamkeit hoch zu halten. Auch wenn wir keine Gute erste Halbzeit gespielt haben, habe ich nie dran gezweifelt, dass wir das Spiel gewinnen werden. Die Art und Weise wie wir gespielt haben hätte „schöner“ sein können, aber wie schon große Sportphilosophen bemerkt haben „…Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss…“. Am Ende zählen erstmal die zwei wichtigen Punkte, die es uns ermöglichen mit einem Sieg beim Spiel gegen Ulm den Klassenerhalt zu sichern und damit die Möglichkeit um den Aufstieg in die A-Gruppe zu spielen.

Das wichtige Spiel unserer NBBL RheinStars Köln vs. Ratiopharm Ulm findet am So. den 02.02.2020 um 15:00Uhr in derHalle des ASV-Köln statt!
Das Team freut sich auf eure Unterstützung!

 

PM: RheinStars Köln