Drei Spiele hatten die beiden Nachwuchs-Teams von Science City Jena am zurückliegenden Basketball-Wochenende zu absolvieren, drei Siege sprangen für die JBBL- und NBBL-Mannschaften der Ostthüringer heraus. Während die U16-Auswahl der Saalestädter als amtierender Deutscher Vizemeister gleich doppelt gefordert wurde, sowohl am Samstag in Chemnitz als auch am Sonntag gegen Kassel gewann, zeigte sich auch die Jenaer U19-Mannschaft zum Saisonauftakt am Sonntagnachmittag gegen die AB Baskets aus Berlin-Charlottenburg im Verlauf des 95:67-Sieges in guter Frühform für die Herausforderungen der anstehenden Wochen und Monate.

Die Basketball-Sonne strahlt weiterhin über dem U16-Nachwuchs der Thüringer, die im Rahmen eines „echten“ Doppelspielwochenendes nur wenig Regenerationszeit bekamen. Trotz der kurzen Schlagzahl hielt das Team von Trainer Tino Stumpf seine Weste sauber, bezwang die Chemnitzer NINERS Academy am Samstag in der Richard-Hartmann-Halle schlussendlich souverän mit 84:69. Während sich Science City nach einer zwischenzeitlichen 20:19-Führung im Startabschnitt bis zur Halbzeitpause auf 39:31 abgesetzt hatte, fiel die Vorentscheidung bereits im dritten Viertel. Bis zur 30. Minute auf 69:47 enteilt, verwalteten die Jenaer Jungs ihren Vorsprung bis zu Schlusssirene.

Nur einen Tag später wartete bereits das Duell gegen ACT Kassel auf dem Parkett des Jenaer Sportgymnasiums. Auch hier präsentierten sich die jungen Jenaer hochmotiviert und mit der notwendigen Einstellung, um den vermeintlichen Außenseiter aus Hessen nicht ins Spiel kommen zu lassen. Vom Vortagessieg in Chemnitz beflügelt legte Science City nach dem 16:11 im Auftaktviertel bereits bis zur Halbzeitpause rigoros nach. Mit einem 42:18-Vorsprung in die Kabine gehend, war bereits zu diesem Zeitpunkt die Vorentscheidung gefallen. Nachdem die Saalestädter auch nach der Pause nicht locker ließen, Tempo und Spiel bestimmten, vergrößerte sich der Vorsprung im Minutentakt. Mit einer deutlichen 77:38-Führung im Rücken gelang es den Thüringern bis zur Schlusssirene den zweiten Hunderter der Saison in trockene Tücher zu bringen.

„Das Spiel in Sachsen war der von uns erwartete Härtetest. Die Chemnitzer sind zunächst besser ins Spiel gestartet, bevor wir die passenden Antworten gefunden haben. Nachdem wir mit unserer intensiven Verteidigung in Führung gegangen sind, haben die Jungs nicht nachgelassen, gut reagiert und kontinuierlich Druck aufgebaut. Auch wenn der Vorsprung am Ende noch einmal geschmolzen ist, war es letztendlich ein souveräner und verdienter Sieg unseres Teams“, so Stumpf nach dem Sieg in Chemnitz. „Im Duell gegen Kassel hat man früh gesehen, dass unsere Mannschaft sowohl qualitativ als auch hinsichtlich der Tiefe stärker besetzt ist. So ging unser Sieg schlussendlich auch in dieser Höhe in Ordnung. Es macht Spaß, zu sehen, wie sich die Jungs entwickeln. Auch wenn wir mit Sicherheit noch viel Arbeit vor uns haben, das Team sich noch besser finden kann und muss, freuen wir uns nach dem erfolgreichen Saisonstart auf die kommenden Wochen. Für die Playoffs brauchen wir jetzt noch mindestens einen Sieg“, so Stumpf.

Während das JBBL-Team von Science City nach drei Siegen aus drei Spielen auf dem 1. Platz seiner Vorrundengruppe 4 rangiert, lauert die ebenfalls noch verlustpunktfreie Thüringer Konkurrenz aus Gotha direkt hinter den Saalestädtern.

SCJ vs. CHE: B. Köhler 22 Punkte, Rohmeyer 19, Nwokedi 14, Passarge 14, Schwabe 5, J. Rothammel 3, Falkenthal 3, Krüger 2, B. Rothammel 2, Maercker, Schulz, Büschel

SCJ vs. ACT: Rohmeyer 29, Nwokedi 12, Passarge 11 (11 Reb.), Schulz 9, J. Rothammel 8, Falkenthal 8, Eiweleit 7, B. Köhler 6, Krüger 5, Hamzei 4, B. Rothammel 4, Büschel

Neuformierte Jenaer NBBL-Riesen bezwingen AB Baskets zum Saisonauftakt deutlich

Einen Saisonauftakt nach Maß feierte auch das Jenaer NBBL-Team von Trainer Farsin Hamzei. Die U19-Riesen der Ostthüringer bezwangen in ihrem ersten Duell des Spieljahres 2019/2020 die AB Baskets, eine Spielgemeinschaft aus Berlin, mit 95:67 und können, bei anhaltend positiver Entwicklung durchaus optimistisch auf die bevorstehenden Herausforderungen blicken. Nachdem sich am Sonntagnachmittag gegen die Hauptstädter zunächst ein intensives Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelt hatte, die Jenaer mit einem knappen 27:23-Vorsprung in den zweiten Spielabschnitt gingen, blieb die Partie bis zum 44:38-Halbzeitstand eng und umkämpft. Dafür legten die Thüringer nach dem Start in die zweite Hälfte mit einer deutlich intensivierten Verteidigung den Grundstein zum Sieg. Bis zur letzten Pause bereits auf 74:52 enteilt, zeigte sich der Jenaer U19-Nachwuchs kollektiv stabil genug, um die Führung zu konservieren und einen letztendlich ungefährdeten Erfolg feiern zu können.

„Es war das erste Spiel unserer Mannschaft in dieser Zusammenstellung und der erste Sieg im Kampf für den Klassenerhalt“, sagte Jenas Coach Farsin Hamzei nach der Sirene. „Die Jungs haben sich diesen Erfolg nach einer Leistungssteigerung, speziell in der Verteidigung, während der zweiten Halbzeit erarbeitet und verdient. Dennoch wird in den nächsten Wochen und Monaten noch viel Detailarbeit notwendig sein, um dahin zu kommen, wo wir hin wollen. Da es sich hierbei um einen Entwicklungsprozess handelt, können wir mit der Vorstellung im ersten Spiel ein positives Fazit ziehen. Auch die jüngeren, neu hinzugekommenen Jahrgänge haben sich gut präsentiert. Insgesamt war es eine geschlossenen Mannschaftsleistung, in der Vincent Hofmann, Nico Teichert und Richard Sturcel für wichtige Impulse sorgen konnten“, so Hamzei abschließend.

SCJ: Hofmann 21 Punkte (12 Reb.), Bank 16, Franz 14, B. Linartas 13, Radojicic 11, Mayr 9, Walter 6, Teichert 5, Huster, Sturcel

PM: Science City Jena