Jena: Personell angeschlagen vom Meister bezwungen

Nach überaus erfolgreichen Wochen und Monaten erfuhr das JBBL-Team von Science City Jena am zurückliegenden Wochenende das zuletzt eher seltene Gefühl des zweiten Siegers. Die jungen Ostthüringer unterlagen, personell durch die Verletzungen von Lukas Passarge, Richardt Völcker und Anton Eiweleit gehandicapt, dabei nicht irgendwem, sondern beim amtierenden Deutschen Meister ALBA Berlin mit 49:71, verteidigen ungeachtet der Niederlage ihren Platz als Tabellenführer in der sonst ausnahmslos mit Berliner Teams gefüllten JBBL-Hauptrunden-Staffel. Nach fünf Siegen und einer Niederlage rangiert die U16-Auswahl von Trainer Torsten Rothämel punktgleich mit dem TuS Lichterfelde an der Spitze, hat bei der erfreulichen Platzierung den direkten Vergleich eines 70:63-Auswärtssieges in Lichterfelde als ausschlaggebendes Kriterium auf seiner Seite.

„Diese Niederlage ist natürlich ungeachtet der Umstände ärgerlich für uns, vor allem in dieser Höhe“, bilanzierte Jenas Coach Torsten Rothämel nach dem Spiel. „Meine Jungs haben gut gekämpft und wir haben über weite Strecken auch versucht, alles rauszuholen. An der ein oder anderen Stelle hätten wir aber noch aggressiver und risikofreudiger in der Defense agieren müssen, um irgendwie ein Momentum für uns zu erreichen. Die recht hohe Zahl an Ballverlusten bei Alba hätten wir so sicher noch etwas steigern und damit mehr einfache Punkte erzielen können. Besonders die trotz der körperlichen Unterlegenheit viel zu deutliche Differenz bei den Rebounds (-30), aber auch der Unterschied bei den Assists waren ausschlaggebend dafür, dass Alba uns so überlegen war. Wir hoffen nun, dass wir auf der einen Seite bald wieder die schmerzlich vermissten großen Spieler auf dem Spielfeld haben werden, aber auch, dass wir in den kommenden zwei Wochen an den benannten Baustellen weiter vorwärts kommen“, sagte Rothämel abschließend.

Während das zurückliegende Duell gegen ALBA Berlin in der altehrwürdigen Max-Schmeling-Halle bereits nach dem Auftakt in Richtung der Hauptstädter verlief, die Gastgeber sich bis zur ersten Viertelpause eine 20:14-Führung erspielt hatten, legte der Deutsche Meister im zweiten Viertel nach. Bis zum Kabinengang auf 46:29 enteilt, sorgte schließlich der dritte Spielabschnitt für die Entscheidung. Nachdem die Hausherren mit einem komfortablen 67:42-Vorsprung in das Schlussviertel gestartet waren, trudelte das Duell auf den letzten Metern an Punkte enorm übersichtliches Viertel dem Ende entgegen. In dessen Verlauf erzielte Science City zwar lediglich sieben Punkte, konnte aber Berlin durch ein letztes galliges Aufbäumen immerhin bei nur vier Punkten halten. Am Endresultat und der ersten Jenaer Niederlage seit dem Vorrundenspiel am 14. Oktober 2018 in Lichterfelde (67:74) änderte der von Science City gewonnene finale Spielabschnitt freilich nichts mehr.

SCJ: Franz 14, A. Linartas 10, B. Linartas 9, Huster 5, Rohmeyer 4, Nwokedi 4, Köhler 3, Hamzei, B. Rothammel, N. Eiweleit, Schönfeld

 

PM: Science City Jena