Mit ihrem Einzug in das NBBL/JBBL TOP4 2019 sowie dem anschließend errungenen Vizemeister-Titel im Final-Wochenende der Deutschen U16-Meisterschaften hatte Science City Jena im zurückliegenden Jahr (s)einen historisch größten Erfolg im Nachwuchsbereich gefeiert. Am zurückliegenden Samstagabend kam nun ein weiterer glorreicher Moment hinzu, nachdem das bis zum letzten Sommer von Torsten Rothämel trainierte Team die Auszeichnung als „Jenaer Mannschaft des Jahres“ in Empfang nehmen konnte.

Rückblende Mai 2019: Während sich die „Jenaer Jungs“ mit einer überaus erfolgreichen Saison für das Meisterschafts-Wochenende in der heimischen Sparkassen-Arena qualifiziert hatten, nach einem nicht minder atemberaubenden 82:70-Halbfinalsieg gegen ALBA Berlin in das Endspiel um die Krone der JBBL einziehen konnten, unterlag Science City dem Finalgegner des FC Bayern München Basketball mit 86:104. Der überschwänglichen Freude über gewonnenes Vizemeister-Silber tat dieses Ergebnis jedoch keinerlei Abbruch. Dass am Ende bei Trainern und Spielern gleichermaßen Freudentränen über Wangen oder Medaillen liefern, darf dabei gern als authentisches Indiz positiver Emotionen verstanden werden.

22. Februar 2020: Es dürfte im Rahmen einer Sportlerwahl in bundesdeutschen Großstädten nicht allzu oft vorkommen, dass ein Jugendteam bei der Auszeichnung zur Mannschaft des Jahres ganz oben auf dem Treppchen landet. Dass in einer jungen, modernen und weltoffenen Stadt wie Jena die Uhren aber bekannterweise seit jeher anders ticken, unterstrich diese Wahl, ohne es zu müssen. Gleichermaßen groß wie umfangreich startete Jenas Silberne Generation in Richtung Volksbad-Bühne, um sich das Mannschafts-Gold der Lichtstadt abzuholen.

„Der Gewinn der Vizemeisterschaft sowie die Ehrung als Mannschaft des Jahres sind zwei Auszeichnungen, die für den Basketball in Jena einen enorm hohen Stellenwert besitzen“, sagt Torsten Rothämel. „Mit der Silbermedaille ist uns als verhältnismäßig kleiner Standort ein herausragender Erfolg gelungen, der im Vergleich zu Programmen wie München, Hamburg, Oldenburg oder ALBA Berlin nicht hoch genug bewertet werden kann. Umso erfreulicher ist zusätzlich zur gewonnenen Silbermedaille jetzt auch die Wahl unserer Jungs als Mannschaft des Jahres einzuordnen. Wir bedanken uns bei allen Fans und Unterstützern die uns gewählt haben. Natürlich möchten wir die Gelegenheit nutzen, allen Preisträgern, insbesondere Rico May, zu ihren verdienten Auszeichnungen zu gratulieren. Ein ganz besonderer Dank geht zudem an unseren Tino Stumpf für seine tolle Ansprache“, so Rothämel abschließend.

Zuvor hatte Laudator Tino Stumpf, selbst für Jenas Basketballer seit Dekaden an der Seitenlinie aktiv, in seiner feierlichen Rede den britischen Schriftsteller und Dichter Rudyard Kipling bemüht. Mit dem Zitat: „If you can meet with Triumph and Desaster / and treat those two imposters just the same“ – „Wenn du mit Sieg und Niederlage umgehen kannst / und diese beiden Blender gleich behandeln kannst“, gelang es Stumpf das von Halbfinalsieg und Endspielniederlage geprägte, dennoch erfolgreiche haftengebliebene Jenaer Mai-Wochenende noch einmal zurückzuholen. Natürlich galt dieser markante Vers, welcher ebenfalls das Eingangsportal des Center Court in Wimbledon ziert, auch der akribischen Arbeit seinen Vorgängers Torsten Rothämel, welcher mit seinen Jugendteams in den zurückliegenden Jahren gleichermaßen Höhen wie Tiefen durchlebt hatte.

„Neben vielen Wegbereitern und Wegbegleitern gebührt Torsten Rothämel als Vater des Erfolges gleichermaßen der größte Dank und Respekt. Er hat sich über neun Jahre auch von Rückschlägen nie entmutigen lassen, dieses Projekt mit viel Herzblut und Engagement entwickelt und damit beigetragen, diesen großartigen Erfolg feiern zu können“ sagte Tino Stumpf nach dem Abend. „In meiner laudatorischen Freiheit der Inschrift auf dem Wimbledon-Torbogen waren meine Worte sowohl an Torsten als auch an die Jungs gerichtet. Nur wenn du Triumph und Niederlagen gegenüberstehst und mit beiden Unwägbarkeiten gleich gut umgehen kannst, bist du ein würdiger Sportler und wahrer Sieger. Torsten und das Team haben Science City und die Stadt im Fokus der Sportart Basketball bundesweit mehr als würdig vertreten“, so Stumpf abschließend.

Dass Torsten Rothämel bei der Wahl als Trainer des Jahres hinter Rico May vom Leichtathletikclub Jena auf dem 2. Platz landete, wird der ehemalige Coach, mittlerweile Nachwuchs-Akademieleiter von Science City Jena, ganz sicher verschmerzen können. Erstens sind beide Übungsleiter seit Jahren miteinander befreundet und zweitens gehört Rico May als Athletiktrainer im Jenaer Basketball-Nachwuchs quasi schon längst mit zur Familie.

PM: Science City Jena

Fotocredits: Peter Poser