Mit einer 44:88-Niederlage gegen den DBV Charlottenburg verabschiedete sich die U16-Auswahl von Medipolis SC Jena am Sonntagnachmittag aus dem Basketball-Wochenende. Die ausfallbedingt arg dezimierte Mannschaft von Trainer Hagen Schmidt unterlag den Gästen nach einseitigem Spiel, konnte sich mit Blick auf das Hinspiel in der Hauptstadt (63:127) allerdings statistisch steigern. Dass dieses Resultat trotz der Leistungssteigerung keine Luftsprünge auslöste, dürfte nicht allzu sehr verwundern. Schließlich hat der jüngste Bundesligist der Jenaer Nachwuchsabteilung derzeit eine vor allem personell schwierige Phase zu überstehen. Aufgrund des seit geraume Zeit immer wieder auftretenden Fehlens wichtiger Leistungsträgern aus dem 2006er Jahrgang sind es vorwiegend die noch jüngeren 2007er, die die Kastanien aus dem Feuer holen müssen und einen Großteil der Verantwortung zu schultern haben.

Erst im Verlauf der kommenden Wochen soll sich die Lage im Kader langsam wieder entspannen, prognostiziert JBBL-Coach Hagen Schmidt, der seinen Jungs trotz der Niederlage eine passable Leistung bestätigte. „Unsere Emotionalität über die 40 Minuten hat ebenso wie die Verteidigung gestimmt, über die wir am Ende lediglich 88 Punkte zuließen. Dafür ist unsere Offense immer wieder ins Stocken gekommen. Zudem hat vor allem unser jüngerer Jahrgang physisch noch viel Nachholbedarf, auch wenn das in dieser Altersklasse nicht ganz so einfach ist,“ sagte Schmidt rückblickend. „Wir haben vieles besser gemacht als noch im Hinspiel, durchlaufen allerdings auch weiterhin eine Entwicklung, die sich nicht in Echtzeit auszahlt. Während momentan einige wichtige Spieler fehlen, schultert derzeit ein Großteil unseres jüngeren 2007er Jahrgangs viel Spielzeit und Verantwortung. Wir wollen die Phase bis zum Start in die Playoffs nutzen, um im Training sowie in den vier noch zu absolvierenden Begegnungen an der Abstimmung zu arbeiten. Unser Fokus im Training wird dabei auch auf die physische Komponente gelegt werden, damit wir ab März mit einer guten, stabilen und vollzähligen Truppe in die Playoffs starten können,“ so Hagen Schmidt abschließend.

Die Geschichte dieser Partie ist unterdessen schnell erzählt. Nach dem 12:24-Auftaktviertel noch einem verhältnismäßig soliden Rückstand hinterherlaufend, konnte sich der DBV bis zum 21:46-Halbzeitstand bereits vorentscheidend absetzen, bevor es nach Rückkehr in die zweite Hälfte zunehmend deutlicher wurde. Nach dem dritten Viertel von Charlottenburg auf 27:71 distanziert, ging es bis zur Sirene nur noch um das Verwalten des Berliner Auswärtssieges. Im Verlauf des Schlussviertels gelang den Jenaer Jungs dann aber immerhin noch ein Teilerfolg, nachdem sich das Team mit 17:17 aus der Partie verabschieden konnte.

 

PM: Medipolis SC Jena