Es war Mitte März, als die NBBL gGmbH dem Beispiel vieler anderer Sportligen folgte und die laufende Saison zunächst bis auf weiteres und kurz darauf endgültig beendete. Nichtsdestotrotz gab es natürlich Akteure, die auch der verkürzten Saison ihren Stempel aufdrückten. Deswegen verleiht die Liga erneut die Trophäen für den „Trainer des Jahres; den „besten Verteidiger“, den „Rookie des Jahres“ und den „Most Valuable Player“ (MVP) in NBBL und JBBL. Gewählt wurden die Kandidaten von den Headcoaches aller  JBBL-Klubs. Je zwei Awards gingen an die YOUNG RASTA DRAGONS und Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS.

Die JBBL-Awards

   MVP: Justin Chukuwuemeka Onyejiaka (YOUNG RASTA DRAGONS)

Das Pendant zur Porsche BBA Ludwigsburg in der NBBL waren in der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) vergangene Saison die YOUNG RASTA DRAGONS: Weder in Vor- noch Hauptrunde kassierten die Niedersachsen eine Niederlage, ihre Bilanz war mit 16:0 makellos. Einer der Hauptgründe dafür war Justin Chukuwuemeka Onyejiaka: Der Shooting Guard der Jungdrachen war ein konstanter Punktegarant. Gegen die Rostock Seawolves Youngsters stellte er mit 40 Zählern seinen persönlichen Punkterekord auf, viermal erzielte er 30 Punkte oder mehr. Mit über 53-prozentiger Wurfquote aus dem Feld überzeugte Onyejiaka ebenfalls; hätte er eine bessere Freiwurfquote gehabt (28/58, 48,3 Prozent), hätte er seinen Punkteschnitt von 25,3 PpS noch deutlich steigern können. Doch auch so reichte es für den „Rastaner“ locker zur MVP-Trophäe.

 

 

„Rookie des Jahres“: Joshua Bonga (Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS)

Name verpflichtet: Joshua Bonga, der jüngere Bruder von NBA-Akteur Isaac Bonga (Washington Wizards), ist zum „Rookie des Jahres“ in der JBBL gekürt worden. Der 15-Jährige ist bereits 1,88 Meter groß und bekleidet bei den Frankfurtern die Position des Point Guards – klar, dass da Vergleiche mit seinem großen Bruder aufkommen, der mit einer Größe von über zwei Metern bei den Hessen ebenfalls als Spielmacher eingesetzt worden war. Joshua Bonga ist mit 16,5 PpS drittbester Scorer der jungen SKYLINERS gewesen und mit knapp sechs Rebounds pro Partie auch ein veritabler Rebounder.

 

 

 

„Bester Verteidiger“: Joshua Bonga (Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS)

…womit wir gleich mit Bongas defensiven Qualitäten weitermachen können, denn der Youngster wurde von den Coaches der Liga auch zum „Besten Verteidiger“ der JBBL gekürt. Dazu hat ihn neben seinen Fähigkeiten als Rebounder auch sein Ruf als exzellenter Balldieb gemacht: Rund dreimal pro Spiel klaute der dem Gegner den Ball – satte sieben waren es beispielsweise in der Partie gegen die s.Oliver Basketball Akademie.

 

 

 

„Trainer des Jahres“: Hanno Stein (YOUNG RASTA DRAGONS)

Wie bereits bei Justin Chukuwuemeka Onyejiaka erwähnt, waren die YOUNG RASTA DRAGONS in der JBBL das Team der Saison: 16 Mal gingen sie aufs Parkett, 16 Mal verließen sie es als Sieger. Besonders die Offensivmaschine lief bei den Jungdrachen wie geschmiert: 94,3 Punkte pro Spiel erzielten die Niedersachsen in

der Vorrunde, gar 100,5 PpS in der Hauptrunde – das war in der Nordhälfte der JBBL von keinem anderen Team zu matchen. Dabei verstand es Stein, die Verantwortung auf viele Schultern zu verteilen: Gleich sechs Akteure erzielten pro Partie mindestens 11,0 Punkte oder mehr. 15 Spieler standen mindestens elf Minuten pro Spiel auf dem Parkett, aber niemand länger als 26 MpS. Ähnlich wie Ludwigsburg in der NBBL haben die Auswirkungen des Corona-Virus die YOUNG RASTA DRAGONS um die Früchte ihrer Arbeit gebracht, denn die junge Truppe von Hanno Stein galt als Topfavorit auf die JBBL-Meisterschaft…

 

PM: NBBL gGmbH / JF