Knappe Spiele, die es in sich hatten – das und mehr im JBBL Review!

Zum ultimativen Spitzenspiel kam es in der Hauptrunde 3, in der die ART Giants Düsseldorf den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS empfingen. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Hessen zunächst leichte Vorteile für sich verbuchen konnten. Ein starkes zweites Viertel der Giants egalisierte jedoch die knappe Frankfurter Führung, sodass es mit 39:37 aus Sicht des Heimteams in die Halbzeitpause ging. Auch im Anschluss war das Spiel geprägt von Spannung und Dramatik. Den Giants, die mit 21 Rebounds vor allem am offensiven Brett im Vorteil waren, gelang es letztlich knapp die Oberhand zu behalten und sich mit 84:79 durchzusetzen. Aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches kam es zudem zu einem Wechsel an der Tabellenspitze, wo sich beide Teams mit einer Bilanz von 5:1 ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Die Punkteverteilung beider Teams war äußerst ausgeglichen: Jeweils vier Spieler auf beiden Seiten kamen auf zweistellige Werte, wobei auf Frankfurter Seite Jamaal Phatty mit 24 Punkten und neun Rebounds herausragte. Für die Düsseldorfer traf Finn Pook (18 Punkte) am häufigsten.

Eine ebenfalls höchst spannende Partie gab es in der Hauptrundengruppe 4 zu bewundern: Dabei gelang dem TEAM URSPING vor heimischer Kulisse, den wichtigen zweiten Erfolg einzufahren und den favorisierten TS Jahn München mit 77:74 zu bezwingen. Nachdem im ersten Viertel, das das Heimteam mit 26:11 für sich entscheiden konnte, noch alles nach einem klaren Heimsieg aussah, kam der TS Jahn im Anschluss immer besser in die Partie. Bereits zur Halbzeitpause hatte sich so eine Partie auf Messerschneide entwickelt, die auch im weiteren Verlauf extrem ausgeglichen blieb. Letztlich waren es Kleinigkeiten, die ausschlaggebend für den Heimsieg waren. Bemerkenswert war dabei vor allem die Leistung von Shooting Guard Matteo Vidovic, der mit 40 Punkten eine neue persönliche Bestmarke aufstellen konnte. Dabei schoss Vidovic überragende 82,4% (14/17) aus dem Feld und konnte sich zudem elf Rebounds greifen.

Sogar noch einen Punkt mehr als Vidovic verzeichnete Centerspieler Lars Brodisch in der Relegationsgruppe 3. Mit 41 Punkten und sage und schreibe 28 Rebounds war er hauptverantwortlich für den 92:80-Auswärtserfolg seiner RheinStars Köln bei den Brose Bamberg / Regnitztal Baskets. Vor allem das zweite Viertel (14:31) ging klar an die Gäste und war somit ausschlaggebend für den siebten Erfolg der Kölner. Während die RheinStars am Spitzenduo Young Gladiators Trier und TSV Bayer 04 Leverkusen dranbleiben und alles auf einen harten Kampf um die Playoffplätze hinausläuft, wird es für die Brose Bamberg / Regnitztal Baskets mit einer Bilanz von 5:4 nun denkbar schwer, einen der ersten beiden Ränge in Angriff zu nehmen.

Weit weniger spannend ist der Kampf um die Playoffs für die Internationale Basketball Akademie München in Gruppe 4 der Relegation. Durch ein 87:65 über die Zuffenhausen 89er gelang der zehnte Sieg im zehnten Spiel, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Playoffs ist. Hinter den Münchenern entwickelt sich zurzeit ein Vierkampf, in dem am Wochenende vor allem die baramundi basketball akademie Augsburg (76:65 vs. PS Karlsruhe Lions) sowie die Young Tigers Tübingen (91:79 vs. Nürnberges Basketball Club) wichtige Erfolge feiern konnten.