„Seriös bleiben!“ Unter diesem Motto schwor Coach Armin Sperber seine Jahn-Burschen auf die Auswärtspartie am Neckar ein, „beim Plan bleiben, nicht überdrehen, Defense-Arbeit!“ Von Beginn weg zeigten sich die Münchner leistungsbereit, druckvoll in der Deckung, variabel im Angriff. Es galt, die ein oder andere Absenz im Aufgebot auszugleichen, es galt, sich auf die Besten der Gegner einzustellen (von denen – zugegeben – aber auch nicht alle an Bord sein konnten).

17:9, 41:20 zur Halbzeit, der erste Teil des Plans war aufgegangen, die lange Zugfahrt und die fremde Halle fielen nicht ins Gewicht. Das dritte Viertel fiel ein wenig dürftig aus, aber sogar das konnte 14:13 gewonnen werden, ehe Philipp Bode (Effektivität 24, 25 Punkte) und Vincent Kelnberger (Eff. 20, 16 Punkte, sieben Ballgewinne) im Schlussviertel den wirklich deutlichen 71:43-Sieg sicherstellten.

Ben Sternthal (zwölf Zähler) und Benny Voit (elf) überzeugten als Forwards ebenso wie die Big Men Luka Tunjic (neun Rebounds) und Dave Heemken (deren sechs), die sich äußerst erfolgreich um Heidelbergs mutmaßlich gefährlichsten Akteur kümmerten, Bertram Lind. Dessen Wirkung blieb mit vier Punkten und weiteren unterdurchschnittlichen Statistikwerten begrenzt.

Nach den ersten beiden Runden der Playdowns zeichnet sich ab, dass die Südost-Staffel in der Gesamtbilanz die Nase vorn haben könnte – im Augenblick hat Südwest noch keinen einzigen Sieg erringen können. Was diese These wert ist, das wird der kommende Sonntag zeigen, 15:00, zu Gast im Jahn sind die Rhein-Stars Köln.

 

PM: TS Jahn München