Große Steine sind von den Schultern des NBBL-Teams gefallen nach dem Sieg in Bayreuth, der ein riesiger Schritt in Richtung Klassenerhalt war. So können die Jungs von Trainer Ivica Piljanovic am Sonntag ohne Druck ins Hessenderby gegen die Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS gehen.

Ende Oktober standen sich die beiden hessischen Teams in der ersten Division der U19-Bundesliga bereits gegenüber. In Frankfurt hielten die Gießener zwar ein Viertel mit, doch mussten dann Frankfurts Physis Tribut zollen. Ohne Robin Njie und Till Wagner waren die Mainstädter körperlich überlegen, sodass sie vor allem beim Rebound dominant agierten. Gegen Topscorer Len Schoormann und seine Teamkollegen fanden die 46ers aber auch nicht zu ihrem schnellen Spiel, sodass am Ende ein deutliches 64:94 von der Anzeigentafel leuchtete.

Eine ganze Reihe Jugendnationalspieler stehen im Kader des Teams aus der Bankenmetropole. Da weder die BBL- noch die ProB-Mannschaft am Sonntag spielen, kann mit einem Gegner in Bestbesetzung gerechnet werden. Dazu zählt zweifellos Len Schoormann, der 15.4 Punkte und 4.8 Assists pro NBBL-Spiel erzielt. Bei drei Einsätzen in der BBL stand er zudem schon für zehn Minuten auf dem Parkett. Unterstützung bekommt er dabei regelmäßig von Jordan Samare (13.7 Punkte, 7.6 Rebounds) und Maximilian Begue (13.7 Punkte, 4 Assists). Auch dahinter verfügt Trainer Sepehr Tarrah über eine große Anzahl an – teils sehr jungen – Spielern, die er problemlos ins Spiel bringen kann.

Doch nicht nur das Hinspiel endete deutlich. Alle Spiele der Frankfurter gingen mit einer Differenz von elf oder mehr Punkten zu Ende. Dabei besiegten sie genau wie die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers Bamberg, Bayreuth und Nürnberg. Auch die Niederlagen gab es gegen die gleichen Teams. Während die Gastgeber zu Beginn der Rückrunde in Bayreuth den vierten Saisonsieg einfuhren, unterlagen die Mainstädter vor Wochenfrist zum zweiten Mal gegen Ludwigsburg. So stehen die hessischen Duellanten nach acht Spielen punktgleich bei vier Siegen und vier Niederlagen auf den Plätzen vier und fünf.

Trotz der ausgeglichenen Ausgangslage in der Tabelle, gehen die Nachwuchs-46ers als Underdog in die Partie, in der sie frei aufspielen können. Drei Siege mehr als Bayreuth stehen auf der Habenseite und sechs Spieltage vor Schluss liegt zudem noch der gewonnene direkte Vergleich zwischen den Gießenern und dem Abstiegsplatz. Das nächste Hessenderby nimmt das Team trotzdem nicht auf die leichte Schulter. Zuletzt präsentierten sich Sebastian Brach, Nico Lagerman und Tim Schneider in Spiellaune und auch Fabian Baumgarten brachte in Bayreuth seine Fähigkeiten auf das Parkett. Es ist also alles angerichtet für einen interessanten Basketballnachmittag in Gießens „Gudd Stubb“.

NBBL: ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers – Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS (Sonntag, 19. Januar 2020, 15.00 Uhr, Sporthalle Gießen-Ost)

 

 

Eine Woche hatte das JBBL-Team Zeit um die enttäuschende zweite Halbzeit gegen Düsseldorf aus den Knochen zu schütteln. Beim USC Heidelberg wartet ein richtungsweisendes Spiel auf die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers. Aktuell liegen beide Teams punktgleich auf den Plätzen vier und fünf in der Hauptrundengruppe 3.

Dabei ist das nicht die einzige Parallele beider Teams. Schon in der Vorrunde gewannen die beiden Traditionsstandorte des deutschen Basketballs fünf ihrer sechs Spiele. Während Gießen hinter den ungeschlagenen Düsseldorfern auf den zweiten Rang kam, holte sich Heidelberg durch den gewonnenen direkten Vergleich gegen Frankfurt sogar den ersten Platz. In welchem Gleichschritt die Jugendteams des Bundesligisten und ProA-Teams durch die Saison gehen zeigte aber vor allem die Hauptrunde. Gegen Bonn/Rhöndorf gab es jeweils den bislang einzigen Sieg, exakt mit drei Punkten Vorsprung. Ohne Zählbares endeten dagegen jeweils die Spiele gegen Frankfurt, Düsseldorf und Südhessen.

Im letzten Spiel der Hinrunde wird allerdings eine Mannschaft vorerst den Parallelflug verlassen und den Sieg einsacken. In der Vorbereitung gelang dies bei einem Turnier noch Gießen, doch damals fehlten auf beiden Seiten einige Spieler. An diesem Sonntag wird es dann vor allem darum gehen den groß gewachsenen Guard Samuel Shally unter Kontrolle zu bekommen, der körperlich auch als Power Forward durchgehen würde. 18 Punkte pro Spiel bedeuten den Bestwert im Team der Kurpfälzer, genau wie seine 8.6 Rebounds. Auf dem Flügel zuhause ist Linus Ihle, der ihm mit 14 Punkten pro Spiel in dieser Statistik folgt. 12.9 Punkte erzielt zudem Guard Julian Rothann, der 2.6 Vorlagen pro Partie spielt.

Um in der Stadt am Neckarufer zu bestehen, wird es auch darauf ankommen, dass einige Spieler in den entscheidenden Situationen Verantwortung übernehmen. Dies vermisste Trainer Marcus Krapp gegen Düsseldorf in der zweiten Halbzeit. Ein Kandidat dafür ist sicherlich Tristan Göbel, der mit 15.7 Punkten und 8.1 Rebounds sein Team weiter in beiden Kategorien anführt. Aber auch alle anderen Spieler waren in der Trainingswoche angesprochen, ihre Fehler abzustellen und wieder den Basketball zu spielen, der in der Vorrunde zum souveränen Einzug in die Hauptrunde führte.

JBBL: USC Heidelberg – ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers (Sonntag, 19. Januar 2020, 12.30 Uhr, ISSW neu, Heidelberg)

 

PM: Gießen 46ers

Foto: Sven Kuczera