Eine Woche nach dem wichtigen Sieg in Bayreuth stand für die U19-Mannschaft der ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers das zweite Hessenderby der Saison auf dem Plan. Gegen den Frankfurter Nachwuchs musste Coach Ivica Piljanovic weiterhin auf Paul Carl, während auf der Gegenseite Len Schoormann für den Abstiegskampf in der ProB geschont wurde.

Die Partie begann ausgeglichen. Nach einem Dreier durch Nico Lagermann belohnte sich Till Wagner für zwei Offensivrebounds jeweils mit Treffern aus der Mitteldistanz. Doch zwei Ballverluste brachten die Gäste in den Vorteil, die von 9:11 auf 9:17 davonzogen. Ein weiterer Dreier durch Maximilian Begue zwang Piljanovic beim Stand von 11:21 zur ersten Auszeit. Tim Schneider übernahm danach die Verantwortung und versenkte zwei Distanzwürfe zum Viertelendestand von 17:21.

Spektakulär startete Nico Lagermann in den zweiten Abschnitt. Der Forward sprintete in den Passweg und ging mit dem Ball zum einhändigen Dunking quer übers Feld. Doch statt in der Folge weiter zu verkürzen, vergaben die Mittelhessen einige gute Chancen. Sowohl am Korb als auch aus der Distanz rollte der Ball immer wieder raus. Obwohl sich die Bankenstädter bis zur Halbzeit zehn Offensivrebounds sicherten, zogen sie nur langsam davon. Ein Dreier von Calvin Schaum brachte beim 20:30 die erneute Zehnpunkteführung. Robin Njie sorgte mit einem schönen Drive sowie einem geblockten Dreier zum Viertelende noch dafür, dass der Pausenrückstand mit 25:38 im Rahmen blieb.

Nach dem Seitenwechsel schraubten die Piljanovic-Jungs an ihrer Dreierquote, kamen aber trotz der Treffer von Sebastian Brach und Nico Lagerman nicht von den 13 Punkten Rückstand weg. Es dauerte einige Minuten bis ein weiterer Treffer aus 6,75m von Tim Schneider das 38:48 markierte. Von der Bank brachte unter anderem Karl Maruschka frischen Wind in die BBA-Defense. Nachdem sein Team in den ersten beiden Vierteln nur zwei von zwölf Freiwürfen traf, machte der Licher es besser und drückte durch zwei Bonuswürfe den Rückstand auf acht Zähler. Mit dieser Differenz ging es dann auch beim Stand von 48:56 wenig später ins Schlussviertel.

Dort war es erneut Tim Schneider, der mit seinem vierten Dreier das Spiel weiter eng hielt. Doch schon im darauffolgenden Angriff ließ das Team aus der Mainmetropole den Ball laufen und fand mit Calvin Schaum den richtigen Dreierschützen zur erneuten zweistelligen Führung. Nach einem Brach-Layup betrug Gießens Rückstand noch sechs Punkte und durch ein Frankfurter Offensivfoul gelangte der Ball wieder in 46ers-Hände. Doch statt dem Anschlusstreffer folgten erneut zwei Körbe der Gäste.

Erst in den letzten 2:30 Minuten wurde es nochmal richtig spannend. Brach und Lagermann verkürzten den Rückstand auf fünf Punkte und da Frankfurt nur einen Freiwurf traf sorgte ein weiterer Brach-Dreier sogar für das 70:73. Die 46ers-Defense erarbeitete sich im Anschluss einen Stop, doch den nächsten Dreier vergab Brach. Im Gegenzug schickten die Gastgeber Begue an die Linie, der nur einen Freiwurf traf. Jordan Samare sicherte sich allerdings zwei Offensivrebounds und verwandelte schlussendlich ein And-One zum 70:77. Mit fünf von fünf Freiwürfen machte Tim Schneider die Partie in der letzten halben Minute noch einmal spannend. Frankfurt kam nicht zu punkten, sodass Gießen Calvin Schaum neun Sekunden vor dem Ende an die Freiwurflinie schickte. Der Frankfurter traf beide, sodass Piljanovic seine letzte Auszeit nutzte um im Vorfeld den Ball einzuwerfen. Aus der Ecke versenkte Kapitän Brach seinen vierten Dreier der zweiten Hälfte und mit einem Punkt Rückstand schickten seine Teamkollegen Schaum erneut an die Freiwurflinie. Nachdem der erste vom Ring zurücksprang und der zweite saß hatten die Gießener noch 3,1 Sekunden für den letzten Wurf. Aus einem verunglückten Einwurf kam Sebastian Brach nur noch zu einem Notwurf von der eigenen Dreierlinie, der die Zuschauer noch hoffen ließ, doch das orange Leder senkte sich zu früh, sodass die Eintracht / SKYLINERS mit 78:80 ihren fünften Saisonsieg feiern durften.

NBBL: ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers – Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS 78:80 (25:38)

Viertelergebnisse: 17:21, 8:17, 23:18, 30:24

ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers: Karl Maruschka (3), Tim Schneider (22), Nico Lagerman (15), Till Wagner (4), Robin Njie (2), Henrik Kalusche, Fabian Baumgarten (2), Sebastian Brach (25), Finn Jakob (3), Philip Bötz (2), Paul Schneider

Nächste Partie: Internationale Basketball Akademie München – ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers (Sonntag, 2. Februar, 15:00 Uhr, Morawitzkyhalle, München)

 

 

Die JBBL-Mannschaft der ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers reiste am Sonntag zum USC Heidelberg. Beim punktgleichen Team waren sie über weite Strecken spielbestimmend, gaben den zweiten Hauptrundensieg in den letzten Minuten aber erneut aus der Hand.

Die Partie des letzten Hinrunden-Spieltags begann mit einem kuriosen Viertel. Während die Defensive der Gießener einen guten Job machte, klappte offensiv gar nichts. Nach knapp sechs Minuten sorgte Christopher Herget mit einem Dreipunktespiel für das 2:5. Bis zum Ende des Spielabschnitts passierte im Angriff auf beiden Seiten nichts, sodass beim 6:8 kein Team die Marke von zehn Punkten knackte.

Nachdem Nils Graf zu Beginn des zweiten Viertels zwei Freiwürfe vergab und es nach elfeinhalb Minuten noch 10:8 stand, sah es so aus, als setzte sich zumindest in Gießens Angriff der Trend fort. Dank der individuellen Stärken der Jung-46ers kam der Motor offensiv in der Folge aber auf Temperatur. Christopher Herget übernahm Verantwortung und sorgte für fünf Punkte in Serie. Center Vincent Stöckel erhöhte die Gießener Führung sogar auf 12:22. Immer wieder aber spielten die Schützlinge von Marcus Krapp defensiv zu aggressiv und handelten sich einige Fouls ein. Die Kurpfälzer blieben im zweiten Viertel aber bei drei Treffern aus dreizehn Versuchen von der Freiwurflinie. Die Hälfte endete allerdings nochmal mit einem USC-Nadelstich. Die 46ers-Defense ließ Samuel Shally im Pick-and-Roll zu viel Freiraum, sodass der Teamtopscorer per Dreier zum 22:28 traf.

Die laute Pausenansprache von Marcus Krapp schien allerdings Wirkung zu zeigen. Tristan Göbel führte sein Team nach einer unauffälligen ersten Halbzeit zu einem 7:0-Start, der die zweistellige Führung zurückbrachte. Noah Sann, der mit 13 Punkten sein bestes JBBL-Spiel ablieferte, war es in dieser Phase zu verdanken, dass der Vorsprung weiter wuchs. Noch knapp zwei Minuten waren im dritten Viertel zu spielen als er zum 32:48 traf. Doch erneut gaben die Lahnstädter den Gastgebern zu viele Chancen zu einfachen Punkten von der Freiwurflinie. Mit etwas druckvollerer Verteidigung kamen die Perspektivspieler des ProA-Standortes zu einem 9:1-Lauf bis zum Viertelende.

Wie zuletzt gegen Düsseldorf kam die Krapp-Mannschaft gegen etwas mehr Physis nur schwer zu Recht. Auch wenn es Fortschritte gab, Heidelberg war nach einem weiteren 6:0-Lauf in Schlagdistanz. Drei Minuten vor dem Ende sorgte Valentin König für den 55:55-Ausgleich. Im Gegenzug vergaben Christopher Herget und Tristan Göbel jeweils beide Freiwürfe, sodass Shally zur ersten Heidelberger Führung seit der zwölften Minute sorgte. Während Herget es nun von der Linie besser machte und wieder ausglich, eröffneten zwei weitere vergebene Göbel-Freiwürfe Heidelberg die Chance zum Sieg. Wie bereits in der ersten Halbzeit vernachlässigten die Mittelhessen Heidelbergs Topscorer Shally, sodass der Guard per Dreier den 61:58-Sieg in trockene Tücher brachte.

JBBL: USC Heidelberg – ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers 62:59 (22:28)

Viertelergebnisse: 6:8, 16:20, 19:21, 21:10

ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers: Hanno Kotulla, Phillip Becker (1), Nils Graf (1), Christopher Herget (16), Max Epp, Vincent Stöckel(2), Noah Sann (13), David Sann (3), Tristan Göbel (11), Dusan Nikolic (5), Lorenz Kohl (4)

Nächste Partie: ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers – Team Südhessen (Sonntag, 26. Januar, 13:00 Uhr, Sporthalle Gießen Ost)

 

PM: Gießen 46ers