Weißenfels: 20 Ballverluste in der ersten Halbzeit

Als klarer Außenseiter reisten die MBC Jungwölfe zum bislang ungeschlagenen Tabellenführer aus Gotha. Nichts zu verlieren und mit klaren Vorsätzen betraten die jungen Wölfe das Parkett in der blauen Hölle. Doch die erste Halbzeit sollte sich zu einem Debakel für die jungen Wölfe entwickeln. Der eigene Gameplan konnte weder offensiv noch defensiv zu keiner Zeit umgesetzt werden. Die jungen Thüringer verbuchten Punkt um Punkt, während die MBC Jungwölfe komplett den Zugang zum Spiel verloren und einen Ballverlust nach dem anderen produzierten, die wiederum zu einfachen Punkten für Gotha führten.

Nach 20 gespielten Minuten waren die Zahlen auf dem Scouting nahezu erschlagend. 20 Turnover auf Seiten der MBC Jungwölfe; 16 Teamfouls, die zu 24 Freiwürfen auf Seiten der Thüringer führten; 11 zugelassene Offensivrebounds. Die Halbzeitansprache von Headcoach Philipp Sparwasser, der an diesem Tag von MBC e.V. Trainer Jan Schmalstich unterstütz wurde, fiel dementsprechend deutlich aus und schien anscheinend bei den Spielern angekommen zu sein.

Wie ausgewechselt spielten die MBC Jungwölfe in den folgenden 20 Minuten auf, in denen alle Spieler ausreichend Spielzeit erhielten, um sich dem Trainerteam zu präsentieren. Der Ballvortrag gegen mit Druck agierende Thüringer war nun deutlich sicherer, Offensiv ließ man zwischenzeitlich Teambasketball erkennen und defensiv wurde das Energielevel ebenfalls deutlich angehoben, wenn auch der Defensivrebound weiterhin große Probleme bereitete. Am Ende konnte man durch engagierte Verteidigung zumindest ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Der Endstand von 64:100 spricht jedoch immer noch eine deutliche Sprache.

„So wie in den ersten 20 Minuten dürfen wir uns individuell und mannschaftlich nicht noch einmal präsentieren. Dies haben wir den Spielern in der Halbzeit auch deutlich gemacht. Wir haben nun weitere vier Spiele Zeit, um als Mannschaft und Spieler zu wachsen, bevor die Saison in der Relegation für alle Teams neu gestartet wird. Bis dahin können sich alle Spieler präsentieren und uns als Trainerteam beweisen, dass sie uns in der dann wichtigen Phase behilflich sind.“, so Headcoach Philipp Sparwasser

MBC Jungwölfe: Veit (2), Pabst (16), Schlaug (16), Simon (6), Radestock (12), Gleau (5), Bank (2), Luster (2), Scheiding (2), Hounnou (1), Talavera (0), Käding (0)

 

PM: MBC

07.12.2015|