Tübingen: JBBL-Team kämpft sich ins TOP4

Das JBBL-Team der Young Tigers Tübingen gewinnt beide Spiele der Viertelfinal-Serie gegen die Regnitztal Baskets und zieht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins TOP4 um die Deutsche Meisterschaft ein.

Im ersten Spiel musste das Team den Ausfall von Aufbauspieler Mirjan Broening kompensieren, der mit Magenproblemen kurzfristig ausfiel. Die beiden Auswahlspieler Kilian Fischer und Jack Schneider übernahmen in Abwesenheit des Führungsspielers selbstbewusst den Spielaufbau. Mit bissiger Verteidigung und starken Abschlüssen in Korbnähe erspielten sich die Jungtiger im ersten Viertel eine deutliche Führung (21:9). Eine starke Partie machte auch Innenspieler Nico Janovsky, der mit seinem Nowitzki-Sprungwurf für ein Highlight des Spiels sorgte. Im zweiten Viertel lieferten sich die Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Die Tübinger Würfe aus der Distanz wollten zwar an diesem Tag nicht fallen, jedoch kämpften die jungen Tiger unermüdlich um jeden Rebound und so stand es zur Halbzeit 38:26 für die Hausherren.

Nach dem Seitenwechsel erwischte der Bamberger Nachwuchs den besseren Start. In der 25. Minute war der Vorsprung auf 40:39 zusammengeschmolzen. In den letzten fünf Minuten des Viertels antworteten die Jungtiger mit einem 14:4-Lauf. Flügelspieler Nils Schmitz war jetzt von Bamberg kaum zu halten. Er erzielte 6 seiner 11 Punkte in dieser Phase und half seiner Mannschaft zu einer knappen Führung (52:45) vor dem Schlussviertel. Hier wurde es in der Schlussphase erneut spannend, da Bambergs Ausnahmetalent Kay Bruhnke 10 seiner 21 Punkte in diesem Spielabschnitt erzielen konnte und die Partie so in der 40. Minute ausglich (60:60). Nach einem Steal vom Tübinger Verteidigungsass Daniel Zacek und einem stark abgeschlossenen Schnellangriff von Kapitän Matti Sorgius, der noch mit einem Bonusfreiwurf belohnt wurde, konnten die rund 500 Zuschauer in der Uhlandhalle den 63:60-Erfolg mit der Mannschaft feiern.

Nur 48 Stunden später – am Tag der Arbeit – stand für die Mannschaft bereits das Rückspiel in Bamberg an. Zur optimalen Spielvorbereitung reisten die Jungtiger bereits am nächsten Tag in die fränkische Basketballmetropole. Somit hatte das Team am Spieltag nur eine kurze Anreise und konnte so die Partie voller Energie eröffnen. Die ersten vier Spielminuten gehörten den Jungtigern, die nicht nur erfolgreich als Mannschaft verteidigten, sondern auch blitzschnell in den Angriffsmodus schalteten und Bamberg in der 4. Spielminute beim Stand von 9:4 zur ersten Auszeit zwangen. In der Folge war es, wie schon im ersten Spiel, der Bamberger Bruhnke, der für 10 der 24 Bamberger Punkte im ersten Viertel sorgte und die Tübinger Verteidigung vor eine große Herausforderung stellte. Nach dem ersten Viertel lagen die Jungtiger mit 17:24 zurück. Das letzte Mal hatten der Tübinger Nachwuchs beim Auswärtsspiel im März beim FC Bayern München in einem Viertel über 20 Punkte kassiert und wollte sich dementsprechend in der Defensive steigern. Das gelang der Mannschaft, die im zweiten Spielabschnitt nur noch 14 Bamberger Punkte zuließ. Auch an diesem Tag wollten die Würfe von außen nicht fallen, weshalb die Mannschaft auch zur Halbzeit noch mit 27:38 zurück lag.

Nach dem Seitenwechsel kämpften die Jungtiger um jeden Ball und erarbeiteten sich zahlreiche Chancen den Rückstand zu verkürzen. Die Gastgeber trafen an diesem Tag allerdings fast die Hälfte ihrer Würfe (25/55), weshalb auch vor dem letzten Viertel der Rückstand noch zehn Punkte betrug (42:52). In der Schlussphase bewiesen die jungen Tiger nicht nur Herz, sondern vor allem auch starke Nerven. Eine beeindruckende Leistung zeigte Aufbauspieler Mirjan Broening, der alle seiner acht Punkte in dieser Phase erzielen konnte und seine Mannschaft nach überstandener Krankheit beim 67:64-Sieg in Bamberg anführte. Die nachgereisten Eltern und Freunde der Young Tigers feierten zusammen mit der Mannschaft nach dem Spiel ausgelassen den ersten TOP4-Einzug der Vereinsgeschichte, welches am 27. Und 28. Mai in Frankfurt am Main stattfinden wird.

Headcoach David Rösch zum Sieg im Viertelfinale: „Bamberg war ein starker Gegner und wir hatten mit zahlreichen Widrigkeiten zu kämpfen. Es macht uns sehr stolz, dass wir uns dennoch in zwei Spielen durchsetzen konnten. Die Teilnahme am TOP4 ist eine Auszeichnung für unser Nachwuchsprogramm und die Arbeit unserer zahlreichen Partnervereine!“

In den anderen drei Viertelfinalserien konnte indes noch kein Sieger ermittelt werden. Die dritten Partien stehen am kommenden Wochenende an. Im Anschluss werden die Halbfinalpaarungen gelost.

Für Tübingen spielten (Spiel 1/ Spiel 2): Mirjan Broening (n.e./8 Punkte), Nils Schmitz (11/13), Daniel Zacek (3/10), Jack Schneider (6/-), Emanuel Francisco (2/2), Matti Sorgius (13/14), Obed Francisco (10/10), Harrison Nnana (8/2), Nico Janovsky (8/8), Dominik Herrmann, Kilian Fischer, Tiziano Palmieri, Timo Fischer, Bojan Kostovic, Noel Duarte, Christian Speidel.

 

PM: WALTER Tigers Tübingen

03.05.2017|