Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

Review: NBBL-Meister schon mit dem Rücken zur Wand

Mit einem Paukenschlag haben bereits am Freitagabend die NBBL-Playoffs begonnen: ratiopharm ulm bezwang in Spiel eins der Best-of-three-Serie den amtierenden NBBL-Meister TSV Tröster Breitengüßbach überdeutlich mit 82:58. Auch wenn die Güßbacher nicht in Bestbesetzung antraten, sendeten die Ulmer damit ein Statement. In den anderen Playoff-Serien blieben große Überraschungen aus.

 

Playoffs Nord: Favoriten siegen

Keine Überraschungen gab es in der Nord-Hälfte der Playoffs: Alle Gastgeber-Teams setzten sich im ersten Spiel der Best-of-three-Serie durch. Den deutlichsten Sieg feierte ALBA BERLIN mit dem 92:51-Erfolg über BBT Göttingen. Ferdinand Zylka steuerte auf Berliner Seite 20 Punkte bei, für Göttingen kam Jonas Weitzel auf 15 Zähler. Auch die YOUNG RASTA DRAGONS  (Hendrik Prasuhn 20 Punkte und neun Rebounds) hatten bei ihrem 87:74-Sieg über die Piraten Hamburg keine nennenswerten Probleme. Knapper ging es beim Vergleich zwischen Oldenburg und Hagen zu, wobei sich die Akademiker am Ende mit 80:75 durchsetzen konnten. Piet Niehus führte die Oldenburger mit 25 Zähler zum Sieg. Auch der TSV Bayer Leverkusen tat sich beim 67:60-Sieg über die Junior Löwen Braunschweig lange schwer, profitierte aber vor allem von seinem gewonnenen Reboundduell (50:41).

Alle Ergebnisse auf einen Blick

Playoffs Süd: Der Meister verliert deutlich

All eyes on Ulm: Am Freitagabend gab es den Playoffauftakt in der Serie ratiopharm ulm gegen den Titelverteidiger der NBBL, den TSV Tröster Breitengüßbach. Die Ulmer wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, lagen schon früh im Spiel vorne. Zur Halbzeit hatten die Spatzen bereits eine 46:28-Führung hergestellt. Bis zu 82:58-Sieg wurde der Vorsprung sogar noch etwas nach oben geschraubt. Der Meister ist damit in Spiel zwei am kommenden Wochenende zum Siegen verdammt, will er die Chance auf die zweite Playoffrunde wahren. Dann ist möglicherweise auch ALLSTAR-MVP Arnoldas Kulboka mit von der Partie, der an diesem Wochenende wie so häufig in anderen Mannschaften zum Einsatz kam.

Auch in den anderen Paarungen konnten die Teams mit Heimvorteil ihre ersten Siege einfahren. Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS schlugen den Igeko Nürnberg Falcons BC mit 80:70. Das Spiel wurde erst im letzten Viertel zugunsten der Hessen entschieden, zur Halbzeit hatte Nürnberg noch mit 41:42 vorne gelegen. Die beiden herausragenden Frankfurter Isaac Bonga (26 Punkte, 8 Rebounds, 9 Assists) und Cosmo Grühn (31 Punkte, 12 Rebounds) trugen entscheidend zum Sieg bei. Die Internationale Basketball Akademie München hat ihr Auftaktspiel gegen das Team Urspring deutlich für sich entschieden. Der Tabellenerste der Division Südost fuhr einen 86:52-Sieg ein. Der FC Bayern sicherte sich mit einem 82:73 das 1:0 in der Serie gegen die Porsche BBA Ludwigsburg.

Alle Ergebnisse auf einen Blick

 

Playdowns Nord: Klare Angelegenheiten

Klare Angelegenheiten gab es in der Nord-Staffel der Playdowns: Die AB Baskets, Gießen und Neustadt nutzten ihren Heimvorteil zur 1:0-Führung in ihren jeweiligen Serien, die Hamburg Sharks verloren ihr Heimspiel gegen das Team Bonn/Rhöndorf klar; beide Teams hatten zuvor das Heimrecht getauscht. Anton Kamke war mit 31 Punkten überragender Mann beim 74:59-Sieg der AB Baskets gegen die RheinStars Köln. Gleich sechs Akteure der ROTH Energie Basketball-Akademie GIESSEN 46ers punkteten beim lockeren 106:64-Sieg über die Eisbären Bremerhaven zwestellig. Paul-Aron Bonas führte die Blue Giants Neustadt mit 19 Punkten und elf Rebounds zum 72:49-Sieg über die Uni Baskets Paderborn, die eine Wurfquote von lediglich 27 Prozent aufwiesen. Keine Chance hatten die Hamburg Sharks trotz Heimvorteil gegen das Team Bonn/Rhöndorf, bei denen Anton Geretzki (30), Lars-Lucas Karp (22) und Igor Uzelac (20) 72 der 109 Punkte der Rheinländer erzielten.

Alle Ergebnisse auf einen Blick

Playdowns

Playdowns Süd: Zwei Auswärtssiege

Während in den Playoffs alles „nach Plan“ lief, also sich jeweils die Favoriten im ersten Spiel durchsetzen konnten, gab es in den Playdowns auch Überraschungen. Die NINERS Academy Chemnitz (in Tübingen) und die TenneT young heroes Bayreuth (in Langen) haben sich Auswärtssiege gesichert und können so schon am nächsten Wochenende in eigener Halle den Klassenerhalt klarmachen. Die Young Tigers und die Schoder Junior Giraffen dagegen stehen erst mal unter Druck. Besser lief es zuhause für die MBC Junior Sixers, die sich gegen den MTV Kronberg mit einem 72:46-Erfolg das 1:0 in der Serie sichern konnten. Auch Science City Jena nutzte das Heimrecht im ersten Spiel und schlug die Junior Baskets Rhein Neckar mit 81:66.

Alle Ergebnisse auf einen Blick

 

JBBL: Würzburg in den Playoffs

In der Hauptrunden-Gruppe 1 wird erst am letzten Spieltag entschieden, wer als Tabellenvierter in die Playoffs einziehen wird. Aktuell bekleiden die Metropol Baskets Ruhr diesen vierten Rang mit sechs Punkten, dahinter folgen Münster und Oldenburg mit jeweils vier Punkten. Alle drei konnten an diesem Wochenende nicht punkten. Auch in Gruppe 2 ist das Rennen um den vierten Platz noch offen, zumal der aktuelle Fünfte RSV Eintracht Stahnsdorf am Dienstag noch ein Nachholspiel gegen ALBA BERLIN zu absolvieren hat. Aktuell würden die Sharks Hamburg in die Postseason einziehen.

In der Hauptrunden-Gruppe 3 hat sich die s.Oliver Würzburg Akademie mit einem deutlichen 93:56-Heimsieg über das Team Bonn/Rhöndorf das Playoff-Ticket gesichert. Fünf Würzburger kamen dabei in Double-Figures. In Gruppe 4 kommt es am letzten Hauptrunden-Spieltag zu einem Fernduell zwischen den Crailsheim Merlins und dem FC Bayern München um das letzte Playoff-Ticket. Und das dank des 81:75-Auswärtssieges der Merlins am gestrigen Sonntag beim FC Bayern, denn beide Teams sind nun mit jeweils acht Zählern punktgleich. Gewinnt Crailsheim am kommenden Sonntag sein Heimspiel gegen TS Jahn München, ziehen die Merlins in die Playoffs ein. Die Bayern müssen, wollen sie noch in die Postseason einziehen, ihr Spiel in Tübingen gewinnen und auf eine Niederlage der Merlins hoffen.

Alle Ergebnisse auf einen Blick

 

Relegation: Gießen, Nürnberg, Ludwigsburg und Freising sind „durch“

In Relegationsgruppe 1 dürfen sich die Uni Baskets Paderborn, aktueller Tabellenzweiter, ihres vorzeitigen Klassenerhalts noch nicht sicher sein. Im Rückspiegel sehen sie noch BBT Göttingen und die Phoenix Hagen Youngsters, die nach dem 87:39-Sieg bei den Junior Löwen Braunschweig punktemäßig zu den Göttingern aufgeschlossen haben. In Gruppe 2 haben es die Oettinger Rockets Gotha verpasst, einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Aufgrund der 60:65-Niederlage bei DBV Charlottenburg sind die Rockets an der Tabellenspitze von den Piraten Hamburg abgelöst worden und können theoretisch, bei drei noch ausstehenden Spieltagen und vier Punkten Vorsprung, noch von den Rängen, die eine Teilnahme an den Playdowns erübrigen, verdrängt werden.

Alles klar ist in Gruppe 3: Gießen und Nürnberg haben den vorzeitigen Klassenerhalt sicher, erst recht nach den Siegen vom Wochenende (Gießen 86:47 gegen Nieder-Olm, Nürnberg 65:51 in Trier). In Gruppe 4 sind Ludwigsburg und Freising „durch“, wobei letztere mit einem 78:59-Sieg bei den PS Karlsruhe Lions am Wochenende Platz zwei sicherten.

Alle Ergebnisse auf einen Blick

 

PM: NBBL gGmbH – DN / JF

20.03.2017|