NBBL Review: Frankfurt schlägt Bayern in Spiel 1

Auftakt in die heiße Phase der NBBL-Saison: Mit Beginn der Playoffs und Playdowns geht es um den Einzug ins TOP4 beziehungsweise gegen den Abstieg. Im Fokus bei den Playoffs: Die Neuauflage des letztjährigen Endspiels und die Serie zweier Erzrivalen. In den Playdowns geht es vor allem darum, den Heimvorteil zu nutzen – einem Gastgeber ist dies am Wochenende nicht gelungen und muss nun dringend in der Fremde punkten…

Drei klare Heimsiege und ein Coup des Gastteams, das ist der erste Spieltag im Playoff-Achtelfinale der Nord-Hälfte auf den Punkt gebracht. Während ALBA BERLIN, die Young Dragons Quakenbrück sowie Bayer Leverkusen auf heimischem Parkett jeweils mit 1:0 in der Serie gegen Köln, Neustadt und die AB Baskets in Führung gingen, schaffte die BBA Giessen Mittelhessen mit ihrem 76:67-Sieg bei den Piraten Hamburg den wichtigen Auswärtserfolg. Waren die Piraten in Halbzeit eins noch klar auf Kurs, weil sie zur Pause mit 41:32 führten, brach ihnen das dritte Viertel das Genick. Mit 25:11 ging dieses an die Gäste aus Hessen, die gleich fünf Spieler in „Double Figures“, sprich mit einer zweistelligen Punktausbeute, in ihren Reihen hatten. Effektivster Gießener war Bjarne Kraushaar mit 18 Zählern, acht Assists und fünf Rebounds. Diesen Rückschlag verkrafteten die Hamburger nicht mehr, und die Mittelhessen brachten den Vorsprung souverän über die Zeit. Mit einem Sieg im Heimspiel am 10. April kann die BBA bereits vorzeitig den Einzug ins Playoff-Viertelfinale perfekt machen.

Keine Probleme hatte ALBA BERLIN, die RheinStars Köln mit 106:59 zu bezwingen. Ferdinand Zylka und Benedikt Turudic erzielten jeweils 18 Punkte für die Albatrosse, für die Domstädter kam Leon Okpara auf 18 Zähler. Angeführt von Roberts Blumbergs, der 16 Punkte und elf Rebounds auflegte, siegten die Young Dragons Quakenbrück mit 75:59 gegen die Blue Giants Neustadt. Im zweiten Viertel hatten die Drachen den Gästen nur ganze drei Punkte erlaubt, insofern war die Partie beim Halbzeitstand von 30:13 so gut wie entschieden. Und auch der TSV Bayer Leverkusen startete mit einem klaren 74:49-Heimsieg über die AB Baskets in die Playoffs. Hier war das dritte Viertel entscheidend, welches Leverkusen mit 15:4 für sich entschied. In einem ausgeglichenen Team war Marvin Heckel mit 16 Punkten bester Bayer-Boy, für Neustadt erzielte Thabo Paul zehn Zähler.

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Im Süden standen zuvor zwei Serien besonders im Fokus: Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS und der FC Bayern München liefern sich die Neuauflage des letztjährigen NBBL-Finals, und Meisterschaftsfavorit TSV Tröster Breitengüßbach trifft auf den langjährigen Erzrivalen Team Urspring. Sowohl Frankfurt als auch Güßbach gewannen ihre Heimspiele und gingen in der Serie jeweils mit 1:0 in Führung. Die erwartet intensive Partie bekamen die rund 60 Zuschauer in Frankfurt zu sehen, wo der amtierende Meister FC Bayern in der ersten Halbzeit das Spiel diktierte und folgerichtig mit einer Zehn-Punkte-Führung in die Kabine ging. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Hessen einen Gang höher und wendeten, angeführt von einem starken Niklas Kiel, im Schlussviertel (22:8) das Blatt. Kiel kam am Ende auf 26 Punkte und 14 Rebounds, für die Bayern war Karim Jallow mit 21 Punkten bester Akteur. Deutlicher fiel der Vergleich zwischen Breitengüßbach und Urspring aus: Das Trio Arnoldas Kubolka, Tibor Taras und Leon Kratzer (zusammen 63 Punkte und 29 Rebounds) führte die Hausherren zum klaren 91:64-Sieg. Bei den Gästen konnten offensiv nur Joel Aminu (20 Punkte) und Johannes Klughardt (15) dagegenhalten.

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NBBL Playdowns: Nur Science City Jena kann Heimvorteil nicht nutzen

Ihren Heimvorteil nutzten die Gastgeber in der 1. Playdown-Runde Nord. Das BBT Göttingen (Daniel Borchers 28 Punkte) bezwang die Eisbären Bremerhaven (Moritz Hübner 27) mit 89:70, während die finke baskets Paderborn einen ebenso deutlichen 87:63-Sieg über die Junior Löwen Braunschweig einfuhren. Luis Figge fehlten am Ende nur drei Assists zum Triple Double, doch auch so lesen sich seine 27 Punkte, zehn Rebounds und sieben Assists beeindruckend. Für Braunschweig kam Lars Lagerpusch auf 24 Punkte und 16 Rebounds. Die Sharks Hamburg bezwangen derweil dank eines starken zweiten Viertels (23:8) das Team Bonn/Rhöndorf mit 71:55. Joao Paulo von der Wende traf sechs einer elf Dreier und kam für Hamburg auf 28 Zähler, Alexander Möller legte für die Rheinländer mit 13 Punkten und elf Rebounds ein Double Double auf.

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Im Süden stach der Heimvorteil dreimal, nur Science City Jena muss am nächsten Spieltag in Speyer siegen, will es nicht vorzeitig in die 2. Plandown-Runde rutschen. BIS Speyer siegte mit 72:63, und das vor allem dank der 23 Punkte von Matthias Meier. Einen knappen 63:58-Sieg führende Junior Baskets Rhein Neckar gegen die MBC Junior Sixers ein, wobei das erste Viertel mit dem kuriosen Ergebnis von 14:1 für Speyer zu Ende ging. Deutlicher ging es den restlichen beiden Süd-Begegnungen zu: Die Porsche BBA Ludwigsburg bezwang die Würzburg Baskets Akademie mit 92:59, rent4office Nürnberg siegte gegen die Schoner Junior-Giraffen Langen mit 79:60.

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PM: NBBL gGmbH / JF

21.03.2016|