Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

Metropol: Final-Spieltag in der Vestischen Arena Recklinghausen

„Ich bin in den Spielen um mindestens zwei Jahre gealtert!“ Philipp Stachula, Trainer der Metropol Baskets Ruhr, war sichtlich mitgenommen nach dem ersten Qualifikations-Wochenende zur Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL, U19-Basketball-Bundesliga). Bei der Rückankunft im Ruhrgebiet strahlte der Dortmunder, seit einem Jahr Trainer beim kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen, aber auch übers ganze Gesicht. Mit drei Siegen in drei Spielen schlossen die Metropol Baskets Ruhr die Qualifikationsgruppe B in Bremerhaven ab und haben vor dem zweiten Spiel-Wochenende mit drei weiteren Partien zusammen mit den Oettinger Rockets aus Gotha die besten Karten, einen der zwei freien Direktplätze für die NBBL, die im Norden Deutschlands ausgespielt werden, zu ergattern.

Und der Finalspieltag steigt in heimischer Halle, in der Vestischen Arena Recklinghausen! Dr. Tobias Stadtmann, sportlicher Leiter der Metropol Baskets Ruhr, bekam am Montagmittag die Nachricht direkt aus dem NBBL-Ligabüro. Fest stehen bereits die Gegner und die Spielzeiten. Metropol nimmt zwei Siege gegen Düsseldorf und Bremerhaven mit in die zweite Runde, trifft am Samstag auf die Hamburg Sharks (10:00 Uhr) und die Itzehoe Eagles (17:00 Uhr) sowie am Sonntag zum Finale auf Gotha (14:30 Uhr). „Wir werden unseren Gästen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Thüringen, Bremen und unserer Landeshauptstadt Düsseldorf ein guter Gastgeber sein“, kündigt Johannes Hülsmann, Co-Trainer von Philipp Stachula, an.

In Bremerhaven haben die U19-Basketballer der Metropol Baskets Ruhr mit großer Nervenstärke vorgelegt. Nach zwei Siegen über ART Giants Düsseldorf (59:52) am Samstag und Gastgeber Bremerhaven (65:61) am Sonntagmorgen stand schon vor dem abschließenden Spiel gegen den UBC Münster (61:54) fest, dass das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen mit der optimalen Ausbeute von 2-0 Siegen in den zweiten Qualifikationsspieltag am kommenden Wochenende geht.

Gegen Düsseldorf bewiesen die Metropol Baskets riesige Nervenstärke. Trotz guten Starts und ständiger Führung lag das Stachula-Team eine Minute vor Ende nach einem Voca-Dreier 48:51 hinten. Dann glich Spielmacher Felipe Galvez Braatz per Dreier aus, Center Finn Fleute mit Defensiv- und Offensivrebound sowie Galvez Braatz und Fleute an der Freiwurflinie machten den Deckel drauf. Die beiden Nationalspieler der Metropol Baskets Ruhr übernahmen Verantwortung, als es darauf ankam. Beide scorten zweistellig im NRW-Duell. Das Düsseldorf-Match war das Schlüsselspiel der Qualifikation. Vor einem Jahr hatte Metropol gegen Düsseldorf verloren und war später in der NBBL-Qualifikation gescheitert.

Am Sonntagmorgen führte Youngster Till Hornscheidt die Metropol Baskets mit vier Dreiern in Serie zu einer 26:10-Führung, doch auch hier lag kurz vor Ende plötzlich der Gegner vorne. Beim 57:59-Rückstand traf diesmal Philipp von Quenaudon einen ganz wichtigen Dreier, Metropol führte 60:59. Mit einem guten Einwurfspiel ging Bremerhaven wieder in Front, Felipe Galvez Braatz behielt dier Nerven an der Linie und traf beide Freiwürfe zum 62:61. Dann kamen die Sekunden von Center Jason Isanza. Der Duisburger holte in den letzten acht Sekunden zwei Offensivrebounds, nachdem erst Finn Fleute und dann Till Hornscheidt ihren ersten Freiwurf verwandelt, den zweiten aber verworfen hatten. Isanza selbst stellte mit dem Freiwurf zum 65:61 den Endstand her, der Metropol-Jubel war riesengroß. Denn Bremerhaven hatte am Sonntagmorgen einen echten Heimvorteil, nicht nur die Zuschauer im Rücken.

Als dann Düsseldorf gegen Münster und Bremerhaven gewonnen hatte, stand Metropol bereits als Turniersieger fest. Aber auch ihr drittes Spiel in Bremerhaven gewannen die Metropol Baskets Ruhr – mit 61:54 gegen den UBC Münster. Stachula wechselte viel, bester Werfer war dieses Mal Jonas Peters aus Gelsenkirchen.
Düsseldorf (1-1) und Bremerhaven (0-2) stehen auch in der zweiten Runde, aus dem Nordosten kommen Gotha (2-0), Hamburg Sharks (1-1) und die Itzehoe Eagles (0-2) hinzu. Den Austragungsort des zweiten Spieltages gibt die NBBL im Laufe des Montags bekannt.

Metropol: Felipe Galvez Braatz (33/7), Finn Fleute (28/1), Philipp von Quenaudon (14/2), Valentin Bredeck, Johannes Sundheim (11/2), Till Hornscheidt (40/10), Moritz Rieken, Jason Isanza (19), Jason Fabek (1), Lutz Walhöfer (10), Kilian Stahlhut (10), Nils Peters (19/5).

 

PM: Metropol Baskets Ruhr

Foto1: Volle Konzentration in der Auszeit, Metropol-Coach Philipp Stachula gibt Anweisungen : Gegen Gastgeber Bremerhaven stand das Spiel auf des Messers Schneide. Foto: Metropol Baskets Ruhr

Foto 2: Gute Stimmung auf der Metropol-Bank beim dritten Sieg des Wochenendes über den UBC Münster: Jason Fabek, Valentin Bredeck, Kilian Stahlhut, Finn Fleute, Nils Peters und Felipe Galvez Braatz. Foto: Metropol Baskets Ruhr

13.06.2017|