Metropol: Hauptrunden-Finale vor den Toren Hamburgs

Nur eine Woche nach dem 82:44-Auswärtssieg bei den Piraten Hamburg geht es für die Metropol Baskets Ruhr in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) wieder nach Hamburg. Genauer gesagt: vor die Tore Hamburgs. Denn die Hamburg Sharks erwarten das Kooperationsteam von Citybasket Recklinghausen und ETB SW Essen im Gymnasium Hittfeld, also auf niedersächsischem Boden. Für beide Teams geht es am Sonntag um 12.30 Uhr um viel: Die Sharks können mit einem Heimsieg ihren Playoff-Einzug feiern, die Metropol Baskets Ruhr mit einem Auswärtssieg ihre Tabellenführung in der Hauptrundengruppe Nord fixieren. Für die Metropol Baskets ist der „Platz an der Sonne“ wichtig, um im Playoff-Viertelfinale im entscheidenden dritten Spiel Heimvorteil zu haben.

Metropol-Coach Razvan Munteanu hat großen Respekt vor dem Gegner am Sonntag. Die Sharks hatten sich hinter Oldenburg als Zweitplatzierter des Nordens für die Hauptrunde qualifiziert und haben die Oldenburger inzwischen in der Tabelle überholt. Das schafften die „Haie“ mit Siegen über Hagen (55:54) und in Paderborn (81:70). Vor einer Woche hätten die Hamburger auch in Hagen das Spiel fast noch gedreht, unterlagen hauchdünn 68:71. Die Metropol Baskets Ruhr sind daher gewarnt, der deutliche 101:54-Heimsieg vor drei Wochen in Recklinghausen wird von den Coaches nicht überbewertet. „Das Spiel fängt bei 0:0 an und wir werden um jeden Ball kämpfen müssen, um gegen die Sharks zu gewinnen. Wir werden uns auf den Gegner optimal vorbereiten“, verspricht Metropol-Cheftrainer Razvan Munteanu.

Zu dieser Vorbereitung gehört, dass das Team zum ersten Mal geschlossen einen Tag vor dem Spiel anreist. Das ist dem frühen Spielbeginn um 12.30 Uhr geschuldet. Die Metropol Baskets Ruhr beziehen ein Quartier vor den Toren Hamburgs. Diese Spielvorbereitung ist gleichzeitig ein Testlauf für die erste Playoff-Runde, wenn es bis nach Chemnitz bzw. Stahnsdorf an die Grenze zu Berlin geht. Nichts soll mehr dem Zufall überlassen werden, Schritt für Schritt möchte sich die Ruhrgebiets-Auswahl dem Top4 der JBBL in Ulm nähern. Der Fokus von Spielern und Trainern liegt aber einzig und allein auf dem nächsten Gegner: den Hamburg Sharks.

Der hat in Pointguard Tim Lang seinen überragenden Spieler (16, 8 Punkte pro Spiel). Mit Center Florian Stasch (7,7 Rebounds pro Spiel) hatte die Metropol-Centergarde große Probleme im Hinspiel. Beim letztwöchigen Gastspiel bei den Piraten waren von den Metropol-Centern nur Finn Fleute und Paddy Stollorcz im Kader. 2,04-m-Mann Max Bömelburg ist inzwischen ins Teamtraining zurückgekehrt, auch Niclas Hürland und Semih Sehovic brennen auf einen Einsatz. Auf der Flügelposition hat Kapitän Philipp von Quenaudon seine Verletzung überwunden, so dass Munteanu und Co-Trainer Pit Lüschper auch hier aus dem Vollen schöpfen können. Moritz Plescher agiert seit Wochen in bestechender Form, Jason Fabek, Erik Neusel und Malte Thimm heißen die Alternativen auf dem Flügel. Bei den Poiuntguards waren zuletzt 6 Spielmacher (Felipe Galvez Braatz, Till Hornscheidt, Alexander Winck, Luca Gerke, Michael Akporukevwe und Valentin Bredeck) im Einsatz – diesmal könnte der Schlüssel wieder „5 aus 7“ lauten. Auch Lakki Sinnathamby gibt im Training Vollgas und macht den Konkurrenten wichtigen Druck. Der Dorstener ist ein Vorbild in Sachen Einsatz.

Bei einer Niederlage bei den Sharks, die unter allen Umständen vermieden werden soll, müssten die Metropol Baskets Ruhr auf Oldenburger Schützenhilfe in Hagen hoffen, um doch noch die Tabellenführung zu behalten. Angesichts von sieben Oldenburger Niederlagen in Folge will sich darauf aber niemand verlassen. Für die Sharks reicht es auch bei einer Niederlage zur Playoff-Teilnahme – Achtelfinale gegen den großen Meisterschaftsfavoriten TuS Lichterfelde – wenn Hagen zeitgleich gegen Oldenburg gewinnt. Hagen hat Platz zwei bereits sicher, kann bei einem Metropol-Ausrutscher aber noch Spitzenreiter werden. Für Spannung am letzten Hauptrunden-Spieltag ist gesorgt. Nur in der Partie Paderborn (3.) gegen die Piraten Hamburg (6.) geht es um nichts mehr, die Platzierungen stehen fest.

Foto: Lakki Sinnathambay hat bislang die wenigste Spielzeit im Metropol-Kader, ist im Training aber ein Vorbild an Einsatzbereitschaft und damit wichtiger Bestandteil der Mannschaft.

 

PM: Metropol Baskets Ruhr

17.03.2016|