MBC: Defense war Trumpf

In der NBBL empfingen die MBC Junior Sixers den FC Bayern München Basketball. Gegen den amtierenden deutschen Meister wollten sich die Mitteldeutschen so teuer wie möglich verkaufen und vor allem defensiv ihre Basis im Spiel finden. Mit dem Endergebnis von 46:63 gelang ihnen das in einem kämpferischen Auftritt.

Für den MBC konnte Aaron Kayser per Offensivrebound die 2:0 Führung erzielen. Die Bayern hielten mit ihrem Top-Duo Jallow und Freudenberg dagegen. Gerade diese beiden Spieler waren für die Junior Sixers kaum zu halten. Freudenberg traf immer wieder wichtige Distanzwürfe und Jallow erarbeitete sich Punkte mit großem Einsatz an den Boards. Trotzdem ließ sich der MBC kaum abschütteln. Beim 10:20 (9.) musste man zwar eine erwartbare Klatsche befürchten, aber die Hausherren stemmten sich gegen eine solche. Der starke Alexander Herrmann war für die Bayern eine „Pest“ und kam in der Zone immer wieder zu seinen Abschlüssen.

Nach dem 21:36 Halbzeitstand kam der MBC sogar beim 30:38 (26.) in Schlagdistanz. Hier waren es wieder die großen Jungs um Herrmann, Ferenc Gille und Lukas Scholz, die den Rückstand maßgeblich eindämmten. Die Zwischenstände lassen erahnen, wie wenig ansehnlich die Partie aber war. Beide Teams dominierten mit großem Einsatz in der Verteidigung. Der FCBB machte dem MBC immer wieder seine Einstiege kaputt, während der MBC mit seinen wechselnden Verteidigungen dem Gast Kopfzerbrechen bereiten konnte. Wurfquoten von 35 % (MBC) bzw. 39 % (FCBB) waren das Resultat. So waren die 16 Offensivrebounds für die Bayern dann auch eine entscheidende Zahl, die acht Würfe mehr und den Weg zum Auswärtserfolg ebnete. Jallow und Freudenberg machten 48 der 63 Bayern-Punkte während Herrmann auf 17 Zähler kam.

„Wir wollten heute dem Gegner einen Sieg so schwer wie möglich machen. Diese Devise haben die Jungs wirklich sehr gut umgesetzt und alles in der Defense in die Waagschale geworfen. Um selber dann eine echte Siegchance zu haben, hätten wir besser treffen müssen. Teils gut heraus gespielte Würfe haben wir ausgelassen und mit 6 % Dreierquote hat man eben keine Chance.“, blickte der Trainer auf das Spielgeschehen zurück.

Für den MBC: Herrmann (17 P/7 R/ 1 Ass), Radestock (6/1/3), Hennelotter (0/2/1), Helten (4/2/1), Kayser (4/3/0), Scholz (4/1/0), Gille (6/3/0), Benndorf (3/2/3), Grünzig (0/1/0), Klaus (0/2/1), Streißenberger (2/1/1), Dagga

 

PM: MBC

16.11.2015|