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Köln: 99ers machen Aufstieg in U19-Bundesliga perfekt
Nach zwei Siegen im 2. Qualifikationsturnier kehrt das 99ers Team von Sascha Neubert in die höchste deutsche Juniorenspielklasse zurück. Nach dem Abstieg im letzten Jahr gelang dem Team mit zwei Siegen gegen BC Wiesbaden und das Junior Team aus Düsseldorf der direkte sportliche Wiederaufstieg.



Am Samstag ging es zuerst gegen den BC Wiesbaden und es wurde der erwartet schwere Auftakt. Wiesbaden starte stark und setzte die Kölner mit einer unglaublichen hohen Trefferquote aus der Distanz von Beginn an unter Druck. Leichten Wiesbadenern Körben folgten hart erarbeitete eigene Punkte, das Spiel blieb eng. Erst zum Ende des 1. Viertels konnten sich die 99ers etwas absetzen und mit 29:24 einen kleinen Vorsprung herausarbeiten. Im zweiten Viertel erhöhten die Gäste noch einmal den Druck, glichen aus und zogen ihrerseits mit vier, fünf Punkten davon. Zur Halbzeit hatten die Wiesbadener dann mit 46:45 knapp die Nase vorn.

Spielentscheidend sollten die ersten Minuten des dritten Viertels sein, als 99ers Guard Viktor Frankl Maus mit sechs Punkten in Folge und viel Energie das Momentum zurück auf Seiten der 99ers brachte. Diesen folgten weitere wichtige Punkte, vor allem vom ebenfalls starken Center Kaan Üvey und Forward Lennart Steffen. Und auch bei den Rebounds gestattete man dem Gegner wenig zweite Chancen, vor allem Julian Urlaub war hier unter beiden Körben präsent.
Am Ende des 3.Viertels hatte das Team dreizehn Punkte zwischen sich und den Gegner aus Wiesbaden gebracht, es stand 69:56.

Die mit einer kleinen Rotation spielenden Gäste hatten jetzt neben Foulproblemen vor allem mit nachlassenden Kräften zu kämpfen. Auf über 20 Punkte zogen die 99ers davon, ehe sie in den letzten beiden Schlussminuten noch einige unnötige Körbe zuließen. Dennoch, der Sieg war hochverdient, vor allem dank einer starken Leistung des gesamten Teams und einem unbändigen Siegswillen nach der Halbzeit.

Am nächsten Tag stand das Spiel gegen das Junior-Team aus Düsseldorf an, die man in der Vorwoche im 1. Qualifikationsturnier knapp nach Verlängerung geschlagen hatte. Gegen die etwas schwächer eingeschätzten Hauptstädter schien anfangs alles nach Plan zu laufen. Konzentriert in Offense und Defense gingen die 99ers ans Werk, ließen hinten wenig zu und versuchten vorne ein Mittel gegen die dichte Zonenverteidigung zu finden. Beim Stand von 14:7 nahm der Gegner die erste Auszeit. Mit der gelang es, den Kölner Spielfluss zu stoppen. Auf drei Punkte, 18:15, war der Vorsprung nach zehn Minuten zusammengeschmolzen, das Spiel war wieder offen. Über weite Strecken des zweiten Viertels blieb es eng. Erst zwei Minuten vor der Halbzeit wuchs der Vorsprung, auch dank eines Buzzerbeaters von jenseits der Mittellinie durch Forward Peter Füngeling. Mit 35:23 für Köln ging es in die Kabinen.

Mit Wiederbeginn wollte das Junior Team mit harter, aggressiver Defense nun seine letzte Chance nutzen, das Spiel noch zu drehen. Jetzt war es Forward Lennart Steffen, der die Düsseldorfer buchstäblich aus dem Turnier schoss. Vier Dreier in Folge aus der Ecke machten die Kräfteverhältnisse wieder eindeutig klar. Nach 30 Minuten hieß es 64:37 Köln. Das Publikum frohlockte, plauderte gut gelaunt und sollte dennoch noch einmal ob des Spielverlaufs ins Schwitzen geraten. Bei den 99ers wurde nun verständlicherweise durchgewechselt, mit der Folge, dass man binnen Minuten den Rhythmus komplett verloren hatte. Aus +30 Punkten, wurde +20, schließlich näherte sich bedrohlich die magische Zehn-Punkte Grenze. Doch dann war rechtzeitig Schluss und der zweite Sieg eingefahren.

Nachdem im darauffolgenden Spiel das Basketballteam aus Speyer auch den Vergleich mit dem BC Wiesbaden gewann, war der Kölner Wiederaufstieg in die NBBL perfekt. Köln und Speyer hatten jeweils zwei Siege auf dem Konto und von Wiesbaden oder Düsseldorf nicht mehr einzuholen. Auf das bedeutungslose Treffen beider qualifizierter Teams verzichtete man dann. Schließlich wird man sich ja in der kommenden NBBL Saison voraussichtlich in einer Division gegenüberstehen.

Neben hochklassigen Basketball gilt es an dieser Stelle vor allen Dingen wieder die hervorragende Turnier- Organisation und ein Weltklasse-Catering, organisiert von Gabi Steffen, zu loben.

Besonders erwähnenswert sind auch die souveränen Schiedsrichterleistungen an beiden Tagen: Schiedsrichter-Teams, die mit seltener Ruhe und Objektivität die für alle Teams so wichtigen Spiele leiteten. Kein einziges T-Foul in fünf intensiven Spielen sprechen da Bände.

(Quelle: Köln 99ers)
 

Bähren
http://www.nbbl-basketball.de
erstellt am 30.06.2010

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