Luc van Slooten: „Das war überwältigend“

Auch bei der U16-EM wird ein Nationalspieler die Social-Media-Kanäle der NBBL und JBBL übernehmen und live von der Europameisterschaft berichten. Luc van Slooten, seines Zeichens MVP und Rookie des Jahres der abgelaufenen JBBL-Saison, meldet sich aus Montenegro. Wir haben vor dem Turnier, das am Freitag beginnt, mit ihm gesprochen.

Hallo Luc, wo erreichen wir dich gerade?

Ich bin gerade zuhause angekommen, wir sind heute (Freitag, A. d. Red.) aus Griechenland zurückgeflogen, wo wir drei Testspiele hatten.

Erzähl uns bitte mal, wie die letzten Wochen mit der Nationalmannschaft abgelaufen sind.

Erstmal waren wir in Berlin und haben dort zwei Tage trainiert und uns auf ein Turnier in Italien vorbereitet, wo wir gegen Italien, Frankreich und Spanien gespielt haben. Wir haben leider alle Spiele verloren, aber nicht schlecht gespielt. Danach sind wir weitergereist nach Griechenland und haben dreimal gegen Griechenland gespielt. Wir haben ebenfalls sehr gut gespielt, aber leider hat es nicht gereicht und wir haben auch da dreimal verloren. Jetzt geht es noch zwei Tage nach Heidelberg. Am Mittwoch fliegen wir nach Montenegro und am 11. August haben wir dann unser erstes EM-Spiel gegen die Türkei.

Du bist von den JBBL-Trainern zum MVP und zum Rookie des Jahres gewählt worden, das ist vor dir noch keinem Spieler gelungen. Was hast du gedacht, als dich die Nachricht erreicht hat?

Es war schon sehr überwältigend, ich hätte persönlich nicht damit gerechnet, aber es hat mich dann echt sehr gefreut. Dadurch, dass die Trainer mir diese Awards gegeben haben, merkt man, es zahlt sich aus, wie viel harte Arbeit man da reinsteckt, wie viel Zeit man investiert. Mit sowas ausgezeichnet zu werden ist schon eine besondere Ehre.

Deine Statistiken der regulären Saison waren sehr beeindruckend (24,7 Punkte, 8,7 Rebounds, 2,6 Assists, 3,4 Steals und 2,0 Blocks pro Spiel). Im Halbfinale beim TOP4 bist du dann etwas abgetaucht, deine Mannschaft hat deutlich verloren. Was war los, Nervosität oder war ALBA besonders gut auf euch vorbereitet?

Ich glaube, dass ALBA als Team sehr gut aufgestellt ist, die haben keinen der schlecht ist und die waren in dem Spiel einfach deutlich besser als wir. Mir persönlich hat in dem Spiel zugesetzt, dass es sehr warm war. Aber dennoch haben wir nicht gut gespielt und ALBA war überragend.

Du spielst in Quakenbrück und Vechta, ein gutes Pflaster für Talente, Isaiah Hartenstein hat es von da aus in die NBA geschafft. Was sind deine persönlichen Ziele?

Klar ist es der Traum, in die NBA zu kommen, wie bei jedem Basketballer. Aber es soll erst mal klein anfangen. Nächste Saison spiele ich NBBL und trainiere im ProA-Team mit, und dann gucke ich wie ich mich entwickle und arbeite mich hoch, so weit es geht. Wenn es dann irgendwann mal für die NBA reichen sollte, würde ich den Schritt auch machen wollen.

Du machst bei unserer Takeover-Aktion mit und berichtest über die Social-Media-Kanäle der NBBL von der U16-EM, die nächste Woche beginnt. Was hast du so vor?

Ich versuche den Tag und die Spiele so gut wie möglich zu schildern, am Off-Day das eine oder andere Foto zu machen und meine Eindrücke von Montenegro und von der Stadt zu beschreiben.

Was sind eure Ziele bei der Europameisterschaft?

Wie wahrscheinlich jedes Team, das zu einer Europameisterschaft fährt, will man Europameister werden. Das ist unser Ziel und wir geben alles dafür, das zu erreichen. Aber es wäre auch ein guter Erfolg, wenn wir unter die ersten fünf kommen, wegen der Qualifikation für die U17-WM. Wir geben alles dafür, um so weit zu kommen wie möglich, und dann wird man sehen, wo wir am Ende rauskommen.

PM: NBBL gGmb/DN

08.08.2017|