Leverkusen: Bayer schlägt Alba in letzter Sekunde

Die NBBL von Bayer Giants Leverkusen hat die Überraschung geschafft: Mit einem Treffer von Sören Queck zum 59:60 – quasi in letzter Sekunde – gelang den Junior-Giants der seit Jahren herbeigesehnte Auswärtserfolg bei Alba Berlin.

Bereits zum fünften Mal seit 2014 hatte sich die Mannschaft am vergangenen Wochenende in die deutsche Hauptstadt zum Favoriten aufgemacht. Die vier Spiele zuvor waren allesamt verloren gegangen. Doch diesmal ließ sich das Team nicht abschütteln – auch wenn Alba zwischenzeitlich mit 14 Punkten davongeeilt war.

„Ich war das ganze Spiel davon überzeugt, dass wir es diesmal packen können“, sagt Trainer Hansi Gnad. „Die Jungs haben alle gebrannt und jeder einzelne hat bis zum Umfallen gekämpft. In dieser Form sind wir nur sehr schwer zu bezwingen.“

So ließen sich die Leverkusener nach einer souverän herausgespielten 7:2-Führung vom Berliner Zwischenspurt im ersten Viertel wenig beeindrucken. Gnad und sein Co-Trainer Jacques Schneider wechselten durch und brachten immer wieder frische Spieler. Sechs Punkte Rückstand zur Halbzeit wirkten angesichts einer souveränen Leverkusener Leistung nicht uneinholbar.

Im dritten Viertel drehte Alba dann richtig auf. Ferdinand Zylka traf zwei Dreier hintereinander und die Giants taten sich einige Minuten lang schwerer, mit den druckvollen Berlinern. mitzuhalten.

Mit zwölf Punkten Rückstand ging es in das entscheidende Viertel. Die Leverkusener Trainer bewahrten die Ruhe und schickten erst siebeneinhalb Minuten vor Schluss wieder die „Starting Five“ auf den Platz. Was dann folgt, beschreibt der Trainer so: „Meine Jungs haben Alba die Luft zum Atmen genommen. Von der Konsequenz und Körpersprache her war das eine unglaubliche Schlussphase.“

Sören Queck, Mak Krvavac und Janik Wetzstein setzten die Berliner Guards extrem unter Druck. Max Heimerzheim und Marten Linßen holten die Rebounds und trafen auch vorne. So kämpften sich die Giants-Spieler Schritt für Schritt an die Berliner heran. Die zwischenzeitliche Führung der Leverkusener wandelte Filip Stanic dann jedoch wenige Sekunden vor Schluss in einen Ein-Punkte-Vorsprung für Berlin um

Nach einer Auszeit gab es Einwurf-Seite für Bayer in der gegnerischen Hälfte. 4.6 Sekunden Restspielzeit standen auf der Uhr. Die Berliner konzentrierten sich auf Janik Wetzstein, doch der Ball kam zu Sören Queck, der aus der Mitteldistanz sicher versenkte. Der anschließende Wurf der Berliner von der Mittellinie verfehlte das Ziel. Im Leverkusener Lager kannte der Jubel bei den Spielern und mitgereisten Fans keine Grenzen mehr.

Aus einer ausgeglichenen Bayer-Mannschaft ragten U-18-Nationalspieler Marten Linßen (15 Punkte/16 Rebounds), Mak Krvavac (12 Punkte/4 Assists) und Janik Wetzstein (ebenfalls 12 Punkte/4 Assists) heraus. Dzemal Selimovic holte neun Rebounds in knapp 14 Minuten Spielzeit. Sören Queck (7 Punkte/2 Steals) und Max Heimerzheim mit einer starken Defense-Leistung gegen Nationalspieler Hendrik Drescher komplettierten das Bild.

„Jetzt freuen wir uns erstmal zwei Tage lang“, sagt der Trainer. „Dann beginnt die Vorbereitung auf das Rückspiel. Keine Frage: Wir wollen am Ostersamstag gewinnen und nach Frankfurt zu den Final-Four fahren. Doch Alba wird uns das sehr schwer machen. Ich erwarte wieder ein enges Match.“

Das Rückspiel findet am Samstag um 15 Uhr in der Herbert-Grünewald-Halle statt. Spieler und Trainer würden sich freuen, wenn möglichst viele Eltern, Freunde und Leverkusener Basketballfans dabei wären und für die notwendige Stimmung sorgen.

 

PM: TSV Bayer Leverkusen

10.04.2017|