Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

Jena: U16-Youngster siegen auch in Charlottenburg

Nach der Devise „aller guten Dinge sind Drei“ waren die U16-Nesthäkchen von Science City am zurückliegenden Basketball-Wochenende in der Hauptstadt unterwegs. Der jüngste Bundesligist der Jenaer Basketball-Familie siegte hauchdünn aber nicht unverdient beim DBV Charlottenburg und entführte mit dem knappen 75:74-Erfolg zwei wichtige Punkte aus Berlin. Nach dem dritten Sieg in Folge rangiert der U16-Kader der Ostthüringer hinter dem RSV aus Stahnsdorf auf einem hervorragenden 2. Platz mit Blickrichtung „Klassenerhalt“ und der noch bestehenden Option auf einen Einzug in die Playoff-Runde. So kommt es am Sonntag zum etwas unerwarteten Spitzenspiel der Jenaer Relegationsgruppe, wenn Stahnsdorf als Tabellenführer beim direkten Verfolger aus Thüringen gastiert. Jenas JBBL-Team empfängt die Brandenburger ab 13.00 Uhr auf dem Parkett der Halle im Jenaer Sportgymnasium.

„Auch wenn das Ergebnis am Ende knapp war nehmen wir die Punkte verdient mit nach Hause. Wir hatten im gesamten Spielverlauf nur eine kurze Schwächephase. Von dieser konnten wir uns rechtzeitig erholen, um das Duell spät zu unseren Gunsten zu entscheiden. Charlottenburg hatte nach unserer letzten Führung noch zwei Möglichkeiten, um das Spiel zu kippen. In diesen Sekunden ist es uns erfolgreich gelungen, die Berliner am Punkten zu hindern. Insofern geht unser knapper, verdienten und auch etwas glücklicher Sieg in Ordnung“, sagte Trainer Torsten Rothämel nach dem Spiel.

Das Team von Trainer Torsten Rothämel zeigte sich vom Spielbeginn an angriffslustig, durch die zurückliegenden Erfolge hochmotiviert und aggressiv. Mit der entsprechenden Spritzigkeit agierend, erkämpfte sich Science City Jena bereits im punktereichen Auftaktviertel eine knappe 27:24-Führung, die im Verlauf des zweiten Abschnitts ausgebaut werden konnte. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Max Otto zwischenzeitlich auf 48:36 enteilt, konservierten die Thüringer ihren Vorsprung bis zum 53:44-Halbzeitstand. Ein komplett gegensätzliches Bild zeichnete sich nach dem Start in die zweite Hälfte ab. Nun waren es die gastgebenden Charlottenburger, die ihre Qualitäten ausspielen konnten, um die Partie durch einen 11:2-Lauf bis zur 28. Minute auf 59:59 auszugleichen. Bis zum Viertelende sollte die Durststrecke der Jenaer Offensivaktionen anhalten.

Die Berliner nutzten das Momentum, um das Duell zu kippen und mit einer 64:59-Führung in den finalen Spielabschnitt zu starten. Bis auf 68:59 (32.) hatten sich die Hausherren zwischenzeitlich absetzen können, bevor sich die jungen Jenaer mit viel Willen, Herz und Leidenschaft in die Begegnung zurückkämpften. Mit einem knappen 72:74-Rückstand in die Schlussminute gehend, kippte Jenas Oskar Franz nach einem erfolgreichen Dreipunktespiel die Partie spät aber nicht unverdient zu Gunsten seines Teams, das in der altehrwürdigen Berliner Sömmeringhalle nach dem Sieg ausgelassen feiern konnte.
SCJ: Otto 25, Ganskij 20, Franz 14, Segeth 13, Walter 2, Völcker 1, Huster, Müller, Eiweleit – Deuschle, Spessa-Wilke (DNP)

05.12.2017|