Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

Jena: Klassenerhalt und Heimvorteil

Knapp, dafür verdient – mit einem die Saison erfolgreich beendenden 68:65-Sieg in Bochum konnte Jenas JBBL-Team von Science City am Sonntag gutgelaunt die Heimreise antreten. Die Bundesliga-Nesthäkchen der Jenaer Basketball-Familie belohnten sich mit dem zweiten Erfolg einer umkämpften Best-of-Three-Serie in den Playdowns der Jugendbasketball-Bundesliga und sichern sich den Klassenerhalt sowie das Teilnahmerecht für die Spielzeit 2018/2019. Während der jüngste Bundesligist aus Science City den ersten Schlagabtausch gegen die Carbon Baskets aus dem Ruhrgebiet vor Wochenfrist mit 59:52 gewinnen konnte, ein alles entscheidendes Spiel 3 vermeiden wollte, benötigten die jungen Saalestädter im zweiten Duell bis zur Schlusssirene starke Nerven.

Nach einem nervösen Start brauchte die Jenaer U16-Auswahl geraume Zeit um in der Partie anzukommen. Von viel Einsatz und Kampfbereitschaft getragen, blieb Science City den energisch auftretenden Hausherren im Startviertel auf den Fersen und hielt den Rückstand auch beim zwischenzeitlichen 12:15 in einem erträglichen Rahmen. Speziell die hervorragende Arbeit unter den Körben im Kampf um wichtige Rebounds sorgte dafür, dass der Rothämel-Kader mit zunehmender Spielzeit die Kontrolle der Partie übernehmen konnte. Bis zur 29:24-Führung in der 18. Minute drehten die Thüringer das Duell, um sich mit einem hauchdünnen 32:31-Vorsprung in die Halbzeitkabine zu verabschieden. Auch nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte blieben die jungen Jenaer stabil genug, um ihre Führung zu konservieren. Während der dritte Abschnitt mit 17:16 an Science City ging, starteten beide Kontrahenten mit dem engen Zwischenstand von 49:47 in die finale zehn Minuten.

Nachdem die Gastgeber zu Beginn des Viertels mit einem 6:0-Lauf auf Distanz gehalten werden konnten, Bochum eine frühe Auszeit (32.) nahm, um den Rhythmus der Jenaer zu brechen, zeigte sich das Rothämel-Team davon unbeeindruckt. Bis zur 34. Minute auf 59:49 enteilt, schienen die Gäste dem erhofften Auswärtssieg entgegenzugehen bevor es in der Schlussminute doch noch einmal spannend wurde. So hielt Science City den Kontrahenten aus dem Pott bis 75 Sekunden zwar mit 68:61 auf Distanz, in der Folge begünstigten jedoch Ballverluste in Reihen der Saalestädter die Aufholjagd. Wenige Sekunden vor Schluss bekamen die Carbon Baskets noch einmal die Gelegenheit mit einem Dreier auszugleichen, scheiterten jedoch an der konzentrierten Jenaer Verteidgung, die lediglich einen schweren und am Ende zu kurzen Distanzwurf zuließ. So feierten nach der Sirene das Jenaer Team, mit Trainern sowie zahlreiche nach Nordrhein-Westfalen aufgebrochene Eltern den Klassenerhalt der Jenaer U16 überschwänglich.

„Wir sind natürlich überglücklich und sehr zufrieden, sowohl mit dem heutigen Ergebnis, als auch mit der gesamten Saison“, bilanzierte Jenas Coach Torsten Rothämel nach dem wichtigsten Sieg des Spieljahres. „Wir wollten heute alle unbedingt den Sack zumachen und ein schweres drittes Spiel vermeiden. Dementsprechend lastete nochmal viel Druck auf der Mannschaft, auch weil uns mit Daniel Ganskij unser bester Spieler aus dem Hinspiel und mit Eneas Schöps unser bester Schütze fehlten. Sicher auch der Nervosität geschuldet haben wir einige einfache Körbe nicht verwandelt und es am Ende mit unnötigen Fehlern noch einmal spannend gemacht. Aber meine Jungs haben die Situation trotzdem mit Bravour gemeistert und sich und uns für eine sehr gute Saison belohnt. Insbesondere durch guten Kampf und hervorragende Reboundarbeit (50-31) haben wir die Basis für den Sieg legen können. Ein riesiges Dankeschön geht auch an unsere Eltern, die uns sehr zahlreich und immer positiv bei diesem Spiel und während der ganzen Saison unterstützt haben“, zollte Rothämel allen beteiligten Seiten Lob. „Nachdem wir es in den zwei Jahren zuvor nicht geschafft haben, die Klasse zu halten, ist uns dies in dieser Saison vor allem sehr verdient gelungen. Mit insgesamt 13 Siegen und 7 Niederlagen fällt unsere Bilanz sehr gut und sicher deutlich besser aus, als wir es vor der Saison erwartet haben. Zuversichtlich für die kommende JBBL Saison stimmt uns die Tatsache, dass unser Team dieses Jahr zum Teil bereits durch Spieler der jüngeren Jahrgänge mit getragen wurde und wir nächstes Jahr mit mehr Erfahrung im Rücken in die Saison gehen können. Wir bedanken uns bei allen Eltern, Unterstützern, unserem Orgateam und vor allem auch der medizinischen Abteilung für die geleistete Arbeit und hervorragende Unterstützung und freuen uns nun auf ein paar entspanntere Wochen“, so Jenas Trainer abschließend.

 

Jenaer NBBL-Team sichert sich Heimvorteil in den Playdowns

Knapp, knapper, Jena. Mit drei nervenstark verwandelten Freiwürfe von Moritz Schneider, drei Sekunden vor dem Spielende, bescherte der Aufbauspieler von Science City seiner Mannschaft zwei enorm wichtige Pluspunkte am letzten Spieltag der regulären NBBL-Saison. Der U19-Nachwuchs der Saalestädter bezwang am Sonntagnachmittag die Konkurrenz der s.Oliver Würzburg Akademie mit 80:78, sicherte sich im Saisonfinale den 5. Platz und das damit verbundene Heimrecht für die demnächst anstehenden Playdown-Runde um den Klassenerhalt. So eng wie sich der Spielausgang der Partie gegen Würzburg entwickelte, so knapp ging es auch in der NBBL-Hauptrunden-Tabelle der Jenaer zu.

„Das Erreichen der Playoffs wäre schön gewesen aber schon ein Blick auf die Abschlusstabelle unserer Staffel zeigt, wie eng die Kontrahenten in unserer Staffel zusammenliegen. Mit einem Sieg mehr hätten wir die Playoffs gepackt. Mit einer Niederlage mehr wären wir auf den 8. Platz abgerutscht“, hob Jenas Trainer Tino Stumpf die Ausgeglichenheit der neun Teams umfassenden Konkurrenz hervor. „Somit Glückwunsch zum Sieg an meine Jungs, die in dieser wichtigen Partie gegen Würzburg bis zum Ende ruhig geblieben sind und sich mit dem Sieg belohnen konnten. Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben am Ende einen starken Gegner, sicher auch mit ein wenig Glück bezwingen können. Nun steht das Duell gegen den Tabellenachten der Staffel Südwest in den Playdowns an, auf dass wir uns gut vorbereiten werden, um es unserem JBBL-Team nachzumachen“, so Stumpf abschließend.

Von Beginn an entwickelte sich zwischen den beiden Kontrahenten ein hartes Ringen um den Sieg und die damit verbundene bestmögliche Ausgangsposition der in den kommenden Wochen anstehenden Abstiegsrunde. Nachdem die Gäste aus Würzburg mit der Empfehlung starker Leistungen aus den Vorwochen an der Saale gastierten, zunächst besser ins Spiel fanden, konterte Science City die Unterfranken zunächst mit der Qualität von Vuk Radojicic. Der erst 16 Jahre alte Serbe netzte im Verlauf der ersten Hälfte zahlreiche Distanzwürfe um sich nach dem ersten Spielabschnitt bereits mit 19 der 26 erzielten Jenaer Punkte in den Statistikbogen einzutragen. Bis zur Halbzeit auf 22 Punkte kommend, sorgte die Gala des Nachwuchs-Talents vom Balkan für den nötigen Rückenwind im Jenaer Kader. Mit dem entsprechenden Selbstvertrauen sowie einer 45:41-Führung in die Halbzeit gehend, blieb Science City auch nach der Pause das spielbestimmende Team. Mit einem 62:56-Vorsprung in den Schlussabschnitt startend, entwickelten sich die letzten zehn Minuten zu einer äußerst turbulenten Berg- und Talbahnfahrt.

Nachdem sich Science City bis zur 32. Minute auf 69:56 absetzen konnte, starteten die Würzburger durch, legten einen 15:0-Lauf hin, an dessen Ende die Begegnung zu Gunsten der Franken gekippt war. Nun selbst mit 71:69 in Front liegend, entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in welchem die Gäste kurz vor der Sirene schon wie der Sieger aussahen. Drei Sekunden vor Ultimo wurde Jenas Point Guard Moritz Schneider bei einem Distanzwurf gefoult und an die Freiwurflinie beordert, von der er seine drei Schüsse nervenstark durch die Gäste-Reuse schickte. Science City, nun mit 80:78 in Führung liegend, forcierte in der Schlusssequenz der Partie einen Würzburger Ballverlust, der den Gästen endgültig die Rolle des Verlierers zuwieß und Jenas U19-Mannschaft im Endklassement doch noch den wertvollen 5. Platz bescherte.

SCJ: Radojicic 25 Punkte, Kadasi 19, Schneider 9, Foerster 9, Krause 7, Sturcel 6, Gudat 3, Teichert 2, Schenderlein, Becker, Mayr – Bauroth (DNP)

 

PM: Science City Jena

12.03.2018|
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