Gotha: Qualifikationsrunde mit Licht und Schatten

Das Beste kam zum Schluss: Im fünften und letzten Spiel der Qualifikationsrunde für die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL / bis 19 Jahre), die an den zurückliegenden beiden Wochenenden in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) und Halle (Sachsen-Anhalt) ausgespielt wurde, haben die Oettinger Junior Rockets ihren ersten Sieg verbucht. Gegen die Giants Düsseldorf stand letztlich ein 75:67-Erfolg zu Buche – und somit auch ein gutes Ende. Schließlich zählten die Düsseldorfer zu den besten Teams der Gruppe A, sie verfehlten die Qualifikation für die NBBL aufgrund von zwei hauchdünnen Niederlagen denkbar knapp. So mussten sich die Giants sowohl dem Gesamtsieger MBC Junior Sixers (63:64) als auch der zweitplatzierten Mannschaft der Junior Löwen Braunschweig (60:63) mit weniger als vier Punkten geschlagen geben und letztlich mit Platz drei vorliebnehmen.

„Für uns war der Sieg gegen Düsseldorf ein Achtungserfolg und zugleich ein ordentlicher Abschluss der Qualifikationsrunde“, sagte Trainer Stefan Mähne, der sich letztlich in seiner Prognose bestätigt sah. „Wir sind als jüngstes Team an den Start gegangen und waren somit Außenseiter gegen Mannschaften, für die ältere und größere Spieler zum Einsatz kamen, die bereits in der 2. Basketball-Bundesliga ProB oder der Regionalliga Luft geschnuppert haben.“

Vor allem deshalb standen die Oettinger Junior Rockets in den ersten vier Begegnungen der Qualifikationsrunde jeweils auf verlorenem Posten. In den Spielen gegen die Junior Löwen Braunschweig (60:96), gegen die MBC Junior Sixers (41:71), gegen den UBC Münster (49:67) und die Metropol Baskets Ruhr (42:73) hatten die Thüringer keine Siegchance. So belegten sie im Endklassement der Gruppe A mit vier Niederlagen und einem Sieg den sechsten Platz.

Ungeachtet dessen sorgten die Junior Rockets für einige Lichtblicke – allen voran Zach Ensminger. Der „Rookie of the year“ der zurückliegenden JBBL-Saison setzte seine gute Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate nahtlos fort und avancierte als einer der jüngsten Spieler (Jahrgang 2001) auf Anhieb zum Top-Scorer der neuformierten Mannschaft. Aber auch andere Spieler setzten wichtige Akzente: etwa Robert Mann (Jahrgang 1999), der beim Sieg gegen Düsseldorf in der ersten Halbzeit drei Dreier versenkte und somit maßgeblichen Anteil an der wegweisenden 42:32-Pausenführung hatte.

Nicht zuletzt deshalb fiel Stefan Mähnes Fazit in erster Linie positiv aus: „Wir haben in allen Spielen vollen Einsatz gezeigt, stark gekämpft, viele wichtige Erfahrungen gesammelt und unseren Anspruch deutlich gemacht. Im nächsten Jahr nehmen wir einen neuen Anlauf!“

Optimistisch stimmen den Trainer dabei auch jene Erfahrungen, die er in den vergangenen Jahren in der JBBL-Qualifikation gemacht hat. Auch hier waren mehrere Anläufe notwendig, ehe sich die Oettinger Junior Rockets qualifizieren und in der zurückliegenden Saison für Furore sorgen konnten.
Oettinger Junior Rockets: Zach Ensminger, Jannes Müller, Philipp Schröter, Robert Mann, Robert Alexander, Aaron Rommeley, Max Reinhardt, Lukas Kemmer, Felix Pappe, Finn Fietz, Cornelius Opel, Julian Rothhämel, Bastian Thinschmidt, Jonas Enders

 

PM: Oettinger Rockets Gotha

29.06.2016|