Frische, spannende Duelle: Das bringt die neue NBBL-Saison

Endlich geht es wieder los! Fast zumindest, bis Samstag müsst ihr euch noch gedulden, bevor in der U19-Bundesliga die Bälle wieder durch die Reusen fliegen. Wir nutzen den Feiertag, um euch auf die 12. NBBL-Spielzeit einzustimmen. Wie sehen die Gruppen aus? Wer sind die Favoriten? Was sagen die Coaches? Hier gibt es alle Infos!

Neue Gruppeneinteilung

Die Phoenix Hagen Juniors und das Team Bonn/Rhöndorf eröffnen die NBBL-Saison 2017/2018 mit ihrer Partie am Samstag um 13 Uhr. Danach stehen nach und nach auch die anderen 32 Teams wieder auf dem Parkett. Die beiden Teams treten in der Hauptrundengruppe 2 an, die Gruppen in Deutschlands höchster Nachwuchsspielklasse sind ab sofort nummeriert. Damit einher geht auch eine Gruppeneinteilung, die die Anreisewege für die Teams verkürzt und für neue interessante Duelle in der Hauptrunde sorgt.

Gruppe 1 umfasst den Norden der Republik, hier werden neun Teams an den Start gehen. Dazu gehören unter anderem die beiden letztjährigen TOP4-Teilnehmer ALBA BERLIN und die YOUNG RASTA DRAGONS, deren Begegnungen schon jetzt mit Spannung erwartet werden.

Die Termine für die beiden Gipfeltreffen liegen ganz nah beieinander: Am Sonntag, dem 3. Dezember (in Quakenbrück), und Samstag, 16. Dezember (in Berlin) treffen die beiden Halbfinalisten aufeinander, sodass es in der Vorweihnachtszeit ganz schön heiß hergeht.

Aus der Hauptstadt mit von der Partie in Gruppe 1 sind die AB Baskets, Hamburg schickt die Piraten ins Rennen um die Meisterschaft und aus Paderborn gehen die Uni Baskets an den Start. Komplettiert wird die Gruppe von den Nachwuchsteams der Bundesligisten aus Oldenburg (Baskets Akademie Weser-Ems), Bremerhaven (Eisbären Bremerhaven), Göttingen (BG Göttingen Juniors) und Braunschweig (Junior Löwen Braunschweig). Stephan McCollister, Headcoach der AB Baskets, über die neue Gruppeneinteilung: „Wir freuen uns am meisten auf die Spiele gegen Vechta/Quakenbrück, Paderborn und Göttingen. In den letzten Jahren haben wir immer gegen die gleichen Gegner gespielt, nun kommt etwas frischer Wind!“

Der Westen der Basketballnation misst sich in Gruppe 2. Die NRW-Teams aus Leverkusen, Hagen, Bonn/Rhöndorf, Köln und dem nördlichen Ruhrgebiet (Metropol Baskets) treffen auf die hessischen Standorte Frankfurt, Gießen und Langen. Die höchsten Ambitionen dürfte hier das Team aus Frankfurt haben, auch wenn Headcoach Miran Cumurija tiefstapelt. „Wir wollen, dass die Jungs den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen und die Idee, die wir vermitteln, auf dem Spielfeld umsetzten“, bleibt man am Main diplomatisch.

Höhe Leistungsdichte im Süden

Auch Gruppe 3 ist neu zusammengewürfelt, spielen nun die Teams aus Sachsen-Anhalt (MBC Junior Sixers), Thüringen (Oettinger Rockets Gotha, Science City Jena) und Sachsen (NINERS Academy) gegen die Gruppe aus Franken, der wohl am dichtesten mit Basketballern besiedelten Region Deutschlands. TenneT young heroes Bayreuth, TSV Tröster Breitengüßbach, s.Oliver Würzburg Akademie und Nürnberg Falcons BC gehen hier an den Start. Komplettiert wird die Gruppe von den Crailsheim Merlins, die sich beim Qualiturnier den NBBL-Startplatz gesichert haben und voller Vorfreude in die neue Saison starten, wie Trainer Kai Buchmann berichtet: „Wir sind unheimlich stolz auf dem höchsten Niveau in der U19 Altersklasse dabei sein zu dürfen und freuen uns auf diese Herausforderung! Von den etablierten Jugendprogrammen lernen zu dürfen und sich auf höchstem Niveau messen zu können ist einfach toll.“

Die vermutlich an der Spitze stärkste Gruppe der NBBL spielt im Süden: In Gruppe 4 gehen die beiden Finalisten der letzten Saison an den Start: Vizemeister IBAM und Titelverteidiger FC Bayern München, die die bayrische Landeshauptstadt auch zur Hauptstadt des Nachwuchsbasketballs ausgerufen haben. Dazu kommen die Porsche BBA Ludwigsburg, Young Tigers Tübingen, ratiopharm ulm, das TEAM URSPRING und die BG Karlsruhe. Mit BBU Allgäu/Memmingen geht hier außerdem ein neues Team an den Start, das ebenfalls mit BBU ´01, dem Verein hinter ratiopharm ulm, kooperiert.

Und wer schafft es zum TOP4?

Schon jetzt wird wild gemutmaßt, wer es am Ende der Saison zum TOP4 schafft: Sind die Teams aus dem letzten Finalturnier in Frankfurt wieder mit von der Partie? Zumindest bei einem Dauergast der Endrunde sind sich die Coaches in der Liga weitgehend einig – zumindest die, die sich trauen eine Prognose abzugeben: ALBA BERLIN wird nach einhelliger Meinung auch 2018 wieder unter den vier Teams sein, die die Meisterschaft unter sich ausmachen. Auch die YOUNG RASTA DRAGONS und Bayern München sind wenig überraschend unter den Favoriten. Tübingens David Rösch bringt die Porsche BBA ins Rennen: „Ludwigsburg spielt im ältesten Jahrgang mit der JBBL-Meistermannschaft von 2015. Das Team von Felix Czerny muss man auf dem Zettel haben!“

Einige Geheimtipps haben die Coaches allerdings auch in petto. David Rösch, Trainer der Young Tigers Tübingen, verweist auf die Nachbarn aus Ludwigsburg: „Das Team von Felix Czerny muss man auf dem Zettel haben!“ Die Begründung liefert er gleich mit: „Ludwigsburg spielt im ältesten Jahrgang mit der JBBL-Meistermannschaft von 2015“, was tatsächlich nicht die schlechteste Referenz ist. Sören Zimmermann aus Würzburg nennt den Nürnberg Falcons BC als seinen Geheimfavoriten, während Kai Buchmann (Crailsheim) das Team aus Gotha ins Spiel bringt.

Wie es wirklich läuft, wird die Saison zeigen. Es geht endlich wieder los!

03.10.2017|