NBBL/JBBL TOP4 2010

TOP4 – Finale: Urspring holt NBBL-Krone zurück

In der Neuauflage des NBBL-Finales aus dem Jahr 2008 trafen ALBA Berlin und das Team ALBA Urspring aufeinander. Vor 1.500 Zuschauern in der Bamberger JAKO Arena unterlag die Mannschaft vom „Trainer des Jahres“ Henrik Rödl mit 50:63 (9:13, 8:17, 16:18, 17:15). Damit beendete Urspring die 39 Siege währende Erfolgsserie der Hauptstädter an dem Ort, wo sie zuletzt als Verlierer vom Parkett gingen – im NBBL-Finale. Nach 2007 und 2008 ist es für Urspring die insgesamt dritte U19-Meisterschaft bei der vierten TOP4-Teilnahme.

Schon vor der Partie war klar, dass die Begegnung zwischen dem amtierenden Meister Berlin und dem Doppel-Champ Urspring (2007 und 2008) an Intensität kaum zu überbieten sein würde. Die Hauptstädter waren seit 39 Spielen ungeschlagen, die letzte Niederlage kassierten sie ausgerechnet im NBBL-Finale 2008 gegen die Schelklinger. Besonders in der Verteidigung gingen beide Parteien kompromisslos zu Werke (3:4, 3. Minute), was ein Block von Berlins Niels Giffey an dem zum scheinbar ungefährdeten Eins-gegen-Null-Fastbreak enteilten Kevin Bright unterstrich. Nach einem Dunking plus Foul von Nevylle Richter gingen die Urspringschüler mit einem kleinen Vorsprung in die Viertelpause (9:13, 10. Minute).
Als Giffey ein weiteres Mal einen Urspring-Break weit oberhalb des Ring-Niveaus abrupt beendete, schien das Momentum zu kippen (15:17, 15. Minute). Tat es jedoch nicht, da sich die Schelkinger zu einem 13:2-Run aufmachten (17:30, 20. Minute). Berlin fand offensiv nicht zu seinem Rhythmus, suchte zu oft das Glück von jenseits der Dreierlinie (1/10 Treffer in der ersten Halbzeit).

Nach dem Seitenwechsel blieb die Differenz weitestgehend konstant, Berlin vermochte den Rückstand allerdings nicht in den einstelligen Bereich zu drücken (23:34, 25. Minute). Dann schlug die Stunde von Felix Engel, Aufbau in Diensten des Team ALBA Urspring. Der NBBL-Allstar netzte in kurzer Abfolge drei Dreier ein, markierte in dritten Durchgang allein elf Zähler und besorgte mit einem seiner Distanztreffer die bis dato größte Führung seiner Farben (28:46, 28. Minute). Als kurz darauf Giffey sein viertes Foul kassierte und vorsichtshalber auf die Bank musste, bedeutete dies jedoch noch nicht die Vorentscheidung (33:48, 30. Minute).
Wie bereits tags zuvor im Halbfinale gegen die Franken Hexer initiierte Malte Ziegenhagen einen 7:0-Lauf der Hauptstädter und führte sie selbst an der Freiwurflinie wieder auf Schlagdistanz heran (40:48, 32. Minute). Mit einem Dunking von Justin Raffington meldete sich Urspring offensiv zurück, sah sich fortan aber mit einer Ganzfeldpresse der Hauptstädter konfrontiert. So sehr sich ALBA Berlin auch mühte, Urspring hielt dem Druck souverän stand.
Mit 63:50 gewinnt das Team ALBA Urspring das NBBL-Finale 2010 gegen ALBA Berlin – und damit die dritte U19-Meisterschaft.

ALBA Berlin:
Herwig (dnp), Giffey (12/1 Dreier), Peric (dnp), Klein (5), Sasse (dnp), Korkowski (dnp), Fülle (4), Ney (12/3), Ziegenhagen (5), Villarzu (6/1), Müller (6), Lotze (0)

Team ALBA Urspring:
Becker-Koch (dnp), Dern (0), Blessing (15/2), Engel (19/4), Müller (0), Breiling (4), Raebel (0), Raffington (10), Richter (3), Lazarevic (4), Bright (5/1), Wolf (3)

(NBBL / JF / JB)

TOP4 – Finale: IBBA Berlin ist Deutscher U16-Meister

Die IBBA Berlin ist Deutscher Meister der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL). Im Finale gegen den Stadtrivalen ALBA Berlin setzte sich die Mannschaft von Trainer Milan Pesic am Ende deutlich mit 77:56 (17:15, 20:17, 21:20, 19:4) durch. Neben dem Deutschen Meistertitel durfte sich die IBBA auch über zwei individuelle Auszeichungen freuen: Milan Pesic wurde zum „JBBL-Trainer des Jahres“ gewählt, Spielmacher Oben Ebot-Etchi erhielt die Auszeichung zum „besten Verteidiger“.

Drei Mal standen sich die beiden Endspiel-Teilnehmer bereits in der regulären Saison gegenüber, drei Mal zog ALBA den Kürzeren. Am bittersten war die Niederlage im regionalen TOP4, wo die IBBA dem Stadtrivalen beim 69:38 deutlich die Grenzen aufzeigte. Dies sollte sich im JBBL-Finale nicht wiederholen, so viel war bereits nach Halbzeit eins klar. Nachdem beide Mannschaften ihre anfängliche Nervosität vor 450 Zuschauern abgelegt hatten, traf Marley Jean-Louis seinen zweiten Dreier zur ersten ALBA-Führung (9:6, 6. Minute). Der quirlige Guard war es auch, der im zweiten Viertel mit einem weiteren Distanzwurf die „Albatrosse“ erneut in Front warf (23:21, 14.). Als Andrej Pavicevic für ALBA fünf Minuten vor der Halbzeit zum 28:26 traf, sollte dies jedoch die letzte Führung für längere Zeit sein. IBBA-Spielmacher Oben Ebof-Etchi und Mauricio Marin initiierten einen 8:0-Lauf der IBBA zum 34:28 (17.). Zur Halbzeit führten die „Akademiker“ mit 37:32, obwohl sie viele Punkte an der Freiwurflinie liegen ließen (6/13). Dafür profitierte die Mannschaft vom „JBBL-Trainer des Jahres“, Milan Pesic, von 14 Ballverlusten der Albatrosse.

ALBA kam stark aus der Kabine und verkürzte den Rückstand schnell bis auf drei Punkte, ehe Marin mit einem Dreier zum 46:40 (24.) den Lauf stoppte. Weiterer Wermutstropfen für ALBA-Coach Alan Ibrahimagic: Center Niklas Ney kassierte in der 25. Minuten sein viertes Foul und musste fortan im direkten Duell mit U16-Nationalspieler Robin Jorch Vorsicht walten lassen. Mit zehn Punkten im dritten Viertel nutzte Jorch diesen Vorteil weidlich aus, doch auf der anderen Seite stand ihm Jean-Louis (elf Punkte im dritten Abschnitt) in nichts nach. Beim Stand von 58:52 ging es ins letzte und entscheidende Viertel.
Hier war es U16-Auswahlspieler Marin, der den Vorsprung für die IBBA ausbaute (63:54, 32.). Immer wieder kam die Pesic-Truppe nun zu einfachen Punkten aus Fastbreaks, die den Vorsprung auf 14 Punkte (68:54, 34.) schraubten. ALBA-Center Ney saß zu diesem Zeitpunkt bereits mit seinem fünften Foul draußen, von Pavicevic, der in der zweiten Halbzeit keinen einzigen Punkt markierte, war gar nichts mehr zu sehen. Als Marin dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene einen Dreier zum 71:56 einnetzte, war die Partie entschieden.
Beste Akteure auf Seiten des ersten JBBL-Champs waren Mauricio Marin mit 20 Punkten, Robin Jorch mit 16 und Spielmacher Oben Ebof-Etchi (13), der wie schon im Halbfinale klug Regie führte. Für ALBA markierte Marley Jean-Louis 21 Zähler.

IBBA Berlin:
Jorch (16), Kamber (0), Atmowihardjo (0), Kleine (6), Ebof-Etchi (13), Boublik (0), Türkan (0), Mampuya (2), Boekstegers (8), Marin (20/2), Treml (9/1), Craven (3)

ALBA Berlin:
Krüger (0), Bukrshliev (6/1), Jean-Louis (21/3), Thomas (0), Subasigüller (5/1), Fischer (0), Nnadi (0), Wilke (0), Elsner (4/1), Bajric (8), Pavicevic (8), Ney (4)

(JBBL / JF / JB)

TOP4 – Halbfinale: Urspring fordert ALBA im NBBL-Finale

Sie sind wieder da. Zum vierten Mal nimmt das Team ALBA Urspring am TOP4 teil, zum dritten Mal stehen die Schelklinger im Finale um die NBBL-Krone. In einem wahren Krimi setzten sich der Meister von 2007 und 2008 gegen die Paderborn Baskets mit 68:67 (9:17, 14:20, 23:20, 22:10) durch – und widersetzten sich damit diverser Statistiken. Nationalspieler Kevin Bright (14 Punkte) schickte 0,2 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr einen Dreier auf die Reise – und durch die Reuse.

Bereits 2009 war es beim TOP4 im Halbfinale zum Aufeinandertreffen zwischen dem Team ALBA Urspring und den Paderborn Baskets gekommen – mit dem besseren Ende für die Westfalen. Das Team von Felix Czerny brannte auf Wiedergutmachung, während die Truppe von Artur Gacaev den zweite NBBL-Finaleinzug in Serie perfekt machen wollte. Den besseren Start in die Partie erwischten die Baskets, bei denen ab der ersten Minute Junioren-Nationalspieler Lars Wendt „heiß“ war. Der Guard machte offensiv, was er wollte und schoss seine Farben aus allen Lagen in Front. Ursprings Rückstand nach dem ersten Viertel (9:17) bedeutete nichts Gutes für die Schelklinger Anhängerschaft, hatten die Urspringschüler bislang nach einem Rückstand zum Ende des ersten Viertels in der Hälfte aller Fälle auch die Partie verloren – bei einer Führung stets gewonnen.
Im zweiten Abschnitt gesellte sich bei den Baskets Martin Schmeling als ernst zu nehmende Angriffsoption Martin Schmeling hinzu und sammelte bis zur Halbzeit neun Punkte. Doch blieb es Wendt vorbehalten, für die „Big Points“ zu sorgen. Der Guard hatte schon vor dem Seitenwechsel 20 Zähler auf dem Konto – wann immer er oder sein Zwillingsbruder Ole als Topscorer Paderborns während der regulären Saison auftraten, gab es einen Sieg zu feiern (23:37, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel tat der Doppelmeister von 2007 und 2008 alles, um die Differenz im Eiltempo abzubauen. Dank eines in der Zone unermüdlich arbeitenden Justin Raffington (elf Punkte im dritten Viertel) legte Urspring einen 13:2-Lauf hin, der die Partie wieder eng machte (36:39, 25. Minute). Paderborn erholte sich schnell von dem Comeback der Schelklinger, da der während der Playoffs lange verletzte Ole Wendt seine erste Zähler markierte (37:46, 26. Minute). Die Baskets hievten ihren Vorsprung abermals in den zweistelligen Bereich und gingen mit dem Momentum auf ihrer Seite ins Schlussviertel (46:57, 30. Minute).
Die Geschichte wiederholte sich: Mit einem letzten Kraftakt arbeitete das Team ALBA Urspring den scheinbar großen Rückstand (56:67, 37. Minute) ab und war nach einem Dreier von Kevin Bright plötzlich wieder dran (65:67, 40. Minute). Der folgende Paderborner Angriff verlief erfolglos, auf der Gegenseite vergab Felix Engel einen Sprungwurf aus der Mitteldistanz. Da die Baskets den fälligen Einwurf nicht an den Mann bringen konnten, blieben Engel und Co. 10,7 Sekunden für den finalen Angriff. Die Schelklinger ließen die Uhr herunterticken, ehe Bright trotz hautenger Verteidigung einen Dreier los wurde – und zum 68:67 traf!

Team ALBA Urspring:
Becker-Koch (0), Dern (0), Blessing (5/1), Engel (5/1), Breiling (10/1), Raebel (6/1)), Raffington (18), Richter (1), Lazarevic (9), Bright (14/4), Theis (dnp), Wolf (0)

Paderborn Baskets:
Löhers (dnp), Sünkeler (0), Malinowski (7/1), Wendt, L. (22/2), Popov (dnp), Tadesse (0), Padberg (7/1), Wendt, O. (8), Neuhaus (0), Schmeling (11), Schinke (11/1), Brinkmann (1)

(NBBL / JF / JB)

TOP4 – Halbfinale: NBBL-Titelverteidiger wieder im Finale

Titelverteidiger ALBA Berlin hat erneut den Sprung ins NBBL TOP4-Finale geschafft. Gegen Endrunden-Neuling Franken Hexer gelang der Mannschaft von Trainer Henrik Rödl vor 700 Zuschauern in der Bamberger JAKO Arena ein letztlich ungefährdeter 78:57-Erfolg (14:17, 20:12, 20:11, 24:17). Bester Akteur bei den „Albatrossen“ war Malte Ziegenhagen mit 21 Punkten, für die Hexer kam Dennis Ogbe auf 23 Zähler.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich zwischen dem großen Favoriten, Titelverteidiger ALBA Berlin, und dem Underdog aus Franken eine höchst intensive Partie. War es auf Seiten der Hauptstädter Malte Ziegenhagen, der seine Farben mit 14 Punkten in der ersten Halbzeit, darunter zwei Dreier, stets einen kleinen Vorsprung bescherte, stand bei den Hexern Power Forward Dennis Ogbe (13 Punkte bis zur Pause) im Fokus, der mit Entschlossenheit immer wieder den Berliner Korb attackierte. Berlins Coach Henrik Rödl sah sich bereits nach vier Minuten gezwungen, seinen Topscorer Niels Giffey nach dessen schnellem zweiten Foul auszuwechseln. In die Bresche sprang Ziegenhagen, der den amtierenden Meister mit wichtigen Punkten im Spiel hielt. Zur Pause führte Berlin mit 34:29, doch schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die kampfstarke Truppe von Hexer-Coach Stefan Weissenböck dem Titelverteidiger das Leben weiter schwer machen würde.

Ein Dreier von Center Daniel Stawowski zum 32:38 aus Hexer-Sicht brachte wieder Leben auf die Bank der Franken und unter die zahlreichen Fans der Nürnberger. Noch stiller wurde es im Fanblock der „Albatrosse“, als der starke Ogbe mit einem Drei-Punkte-Spiel den Rückstand auf 40:41 verkürzte. Doch wer anders als Ziegenhagen sollte die Aufholjagd des Underdogs ganz humorlos stoppen – und zwar erneut mit einem Dreier zum 44:40 (26. Minute). Intensiv gingen weiterhin beide Abwehrreihen zu Werke, wobei sich beide Seiten auch gerne einer eingestreuten Zonenverteidigung bedienten. Mit dem größeren Erfolg auf Seiten ALBAs: Geschlagene vier Minuten blieben die Hexer Ende des dritten Viertels ohne Korberfolg. Auf der Gegenseite waren es drei Dreier des überragenden Ziegenhagen (2) und Konstantin Klein (1), welche die Führung auf 54:40 (30. Minute) schraubten.
Im letzten Viertel hatten die aufopferungsvoll kämpfenden Hexer dann keine Kraftreserven für ein Comeback. Niels Giffey, der seine – auch foulbedingte – Zurückhaltung aus der ersten Halbzeit endgültig abgelegt hatte, brachte Berlin mit einigen Fastbreak-Punkten eine beruhigende 60:40-Führung (32. Minute).
Danach verwaltete Berlin den Vorsprung im Stile eines Champions und feierte am Ende einen klaren 78:57-Sieg. Während bei Berlin Malte Ziegenhagen mit 21 Punkten als bester Scorer überzeugte, war bei den Hexern ein starker Dennis Ogbe (23 Punkte) zu wenig, um dem Titelverteidiger gefährlich werden zu können.

ALBA Berlin:
Herwig (2), Giffey (19/2), Peric (0), Klein (11/2), Korkowski (0), Fülle (7/1), Lotze (4), Ziegenhagen (21/3), Villarzu (3/1), Müller (0), Sasse (0), Ney (11/1)

Franken Hexer:
Ghebreigziabiher (2), Iyanoye (0), Hinker (0), Richter (3/1), Ogbe (23/2), Engel (2), Stawowski (12/2), Kempf (0), Schmidt (2), Zaja (3/1), Böhm (0), Novas Mateo (10/1)

(NBBL / JF / JB)

TOP4 – Halbfinale: ALBA macht Berliner Finale perfekt

ALBA Berlin hat den Einzug ins JBBL-Finale geschafft: Die Schützlinge von Trainer Alan Ibrahimagic rangen in einer dramatischen Partie TOP4-Gastgeber TSV Tröster Breitengüßbach mit 73:67 (18:11, 12:25, 13:13, 27:19) nieder. Im rein Berliner Finale (Sonntag, 11 Uhr) trifft ALBA nun auf die IBBA Berlin, das sich im ersten Halbfinale gegen das Team ALBA Urspring mit 57:55 durchgesetzt hatte. Für Breitengüßbach platzte dagegen der Traum vom Titelgewinn vor eigenem Publikum.

Von Beginn an entwickelte sich ein umkämpftes, bisweilen zerfahrenes Spiel zwischen Gastgeber Güßbach und ALBA Berlin. Vor allem die Franken taten sich vor der tollen Kulisse von 950 Zuschauern zunächst schwer, Struktur in ihr Angriffsspiel zu bekommen. Auf der anderen Seite war es Berlins Marley Jean-Louis, der mit zwei Dreiern im ersten Viertel früh seinen Rhythmus fand. Mit 18:11 entschied ALBA das erste Viertel deutlich für sich.

Ein kurzer Zwischenspurt der Hausherren (17:18, 13. Minute) sollte zunächst nur ein Strohfeuer bleiben. Ein offener Dreier von ALBA-Guard Slobodan Bukrsliev veranlasste TSV-Coach Mirko Petrick erstmals, seinen Frust an der Auswechselbank auszulassen. Doch seine Jungs kämpften verbissen und ließen ALBA nicht davonziehen (26:30, 18.). Lohn der Mühe: Die erste Führung (32:30, 20.) durch Christopher Wolf und – nach einem 10:0-Run – die anschließende 36:30-Halbzeitführung. Berlin traf in den ersten 20 Minuten 50 Prozent seiner Dreier (4/8), leistete sich aber auch 15 Ballverluste.
Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Güßbacher den Druck in der Verteidigung konstant hoch. Dem musste unter anderem Berlins Go-to-Guy Andrej Pavicevic Tribut zollen: Sein Ballverlust bedeutete die 41:34-Führunng für Güßbach (25.). Zudem musste ALBA-Coach Alan Ibrahimagic seinen Center Niklas Ney, bis dato mit 13 Punkten bester Scorer der Partie, nach dessen vierten Foul (23.) auf die Bank beordern. Die Hausherren verpasste es allerdings, daraus Kapital zu schlagen und führte vor dem Schlussviertel „nur“ mit 49:46.

Und es blieb spannend: Paviceciv verkürzte für ALBA auf 48:49, sein anschließender Assist auf Ajdin Bajric bedeutete die erste ALBA-Führung (50:49) seit der 18. Minute. Und es sollte noch schlimmer kommen für die Hausherren: Erst ein Dreier des nach starkem Beginn abgetauchten Jean-Louis zum 58:53, dann ein „normales“ und ein Technisches Foul gegen TSV-Center Hendrik Land. Die fälligen vier Freiwürfe verwandelte Pavicevic eiskalt zum 62:53 für ALBA (37.).

In der hektischen Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse: Ein „T“ gegen Ney bescherte auch Breitengüßbach vier Freiwürfe, von denen es nur zwei nutzte (62:66, 39.). Einen Dreier von Slobodan Bukrshliev zum 71:64 konterte TSV-Kapitän Mark Völkl nur Sekunden später ebenfalls von „Downtown“ (67:71). 13 Sekunden waren nur noch zu spielen, als ALBAs Richard Elsner zwei Freiwürfe vergab, doch auf der Gegenseite scheiterte auch Christoph Dippold mit seinem Dreier-Versuch. Schließlich war es Marley Jean-Louis, der mit seinen zwei Freiwürfen zum 73:67-Endstand alles klar machte. Bester Akteur bei ALBA war Andrey Pavicevic mit 17 Punkten und acht Assists, für Güßbach markierte Philipp Winter 20 Zähler und neun Rebounds.

TSV Tröster Breitengüßbach:
Völkl (10/2), Schmitt (9), Dippold (4), Popp (0), Kohn (2), Bornschlegel (2), Roch (0), Thomas (0), Wolf (3), Wagner (11), Winter (20/1), Land (6)

ALBA Berlin:
Krüger (0), Bukrshliev (10/2), Jean-Louis (16/3), Thomas (dnp), Subasigüller (4/1), Basar (dnp), Fischer (0), Wilke (0), Elsner (2), Bajric (9), Pavicevic (17/1), Ney (15)

(JBBL / JF / JB)

TOP4 – Halbfinale: Marin wirft IBBA ins JBBL-Finale

Im ersten JBBL-Halbfinale des TOP4 setzte sich die IBBA Berlin vor gut 500 Zuschauern in der Bamberger JAKO Arena gegen das Team ALBA Urspring denkbar knapp mit 57:55 (16:9, 18:9, 10:18, 13:19) durch. Bester Akteur war Berlins Mauricio Marin mit 28 Punkten und sieben Rebounds.

Es dauerte fast drei Minuten, ehe das Team ALBA Urspring seinen ersten Feldkorb erzielen konnte. Zwar war der Vorsprung der IBBA bis dahin noch überschaubar, wuchs ob der hervorragenden Leistung von Mauricio Marin schnell an (10:2, 6. Minute). Auch das zweite persönliche Foul des Berliner Forwards hinderte den U16-Nationalspieler nicht daran, seine Mannschaft stets auf Abstand zu den Schelklingern zu halten (16:9, 10. Minute).
Ursprings Trainer Reiner Braun hatte seine Startformation das komplette erste Viertel durchspielen lassen. In der Konsequenz des stetigen offensiven Drucks der Hauptstädter kassierte „Jordan Classic“-MVP Malik Müller früh sein drittes Foul – blieb aber weiterhin auf dem Feld. So sehr der Meister der Division Südost sich auch mühte, Marin war nicht unter Kontrolle zu bringen. Allein im zweiten Viertel streute er drei Treffer von jenseits der 6,25m-Linie ein – mit einem seiner Dreier stellte er auch die erste zweistellige Führung der IBBA her (22:11, 15. Minute). Für Urspring blieb der Korb bis zur Pause wie vernagelt, lediglich sieben von 28 Würfen (25 Prozent) und nur drei von elf Freiwürfen fanden ihren Weg ins Ziel (34:18, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel war es Müller, der für das Team ALBA Urspring an beiden Enden des Feldes Verantwortung übernahm und seine Mannschaft mitriss. Zehn Zähler markierte der Guard im dritten Abschnitt (38:28, 27. Minute). Nachdem Berlins zweiter U16-Nationalspieler Robin Jorch mit seinem fünften Foul vom Parkett musste, drückte Ursprings Kevin Bryant den Rückstand erstmals wieder in den einstelligen Bereich (41:32, 29. Minute). Das Momentum lag ab diesem Zeitpunkt voll auf Seiten der Schelklinger (44:36, 30. Minute).
Bis auf einen Zähler kam das Team ALBA Urspring an die Hauptstädter heran (48:47, 34. Minute), der Führungswechsel blieb jedoch aus. Vor allem, da IBBA-Aufbau Oben Ebof-Etchi besonnen Regie führte und in der Verteidigung wichtige Ballgewinne landete. Durch Kalidou Diouf schaffte Urspring dann doch noch den Ausgleich (53:53, 38. Minute), ehe Marin direkt per Dreier konterte (56:53, 39. Minute). Diouf führte seine Farben mit einem erfolgreichen Leger heran. Ein taktisches Foul zwang Marin an die Linie, wo der Berliner jedoch nur einen seiner zwei fälligen Boni verwandeln konnte (57:55, 40. Minute). Bei knapp zwölf Sekunden verbleibender Restspielzeit brachte Müller den Ball nach vorn, verlor jedoch fast den Ball und passte auf Diouf, der einen Notdreier gegen den Mann nehmen musste – daneben.
Mit 57:55 gewinnt die IBBA Berlin das erste Halbfinale gegen das Team ALBA Urspring und zieht damit ins JBBL-Finale ein.

IBBA Berlin:
Jorch (5), Kamber (3/1 Dreier), Atmowihardjo (dnp), Kleine (1), Ebof-Etchi (5), Boublik (dnp), Türkan (dnp), Mampuya (0), Boekstegers (13/1), Marin (28/6), Treml (2), Craven (0)

Team ALBA Urspring:
Berger (dnp), Thompson (12/1), Lackerschmid (dnp), Dejworek (0), Hochleiter (dnp), Müller (14/2), Kopp (8), Baader (0), Juchelka (dnp), Füsslin (dnp), Bryant (9/1), Diouf (12)

(JBBL / JF / JB)